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Pseudolabrus

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Pseudolabrus
Datei:AkaSBRfemale.jpg

Pseudolabrus eoethinus, die Typusart der Gattung

Systematik
Stachelflosser (Acanthopterygii)
Barschverwandte (Percomorphaceae)
Ordnung: Labriformes
Familie: Lippfische (Labridae)
Unterfamilie: Pseudolabrinae
Gattung: Pseudolabrus
Wissenschaftlicher Name
Pseudolabrus
Bleeker, 1862

Pseudolabrus (Synonym: Notolabrus)<ref name="Near etal 2025" /> ist eine Gattung von Lippfischen, die in den gemäßigt temperierten und subtropischen Gewässern des südlichen Indopazifik und des nördlichen Pazifik vorkommt. Die in subtropischen Gewässern lebenden Arten dieser Gattung erreichen Längen von 20, die in kühleren Regionen lebenden Arten von 30 Zentimeter. Der Körper der Fische ist von großen Cycloidschuppen bedeckt, die an der Basis der Rückenflosse und der Afterflosse sehr schmal sind.

Verbreitung

Drei Arten der Gattung leben an den Küsten Japans, Südkoreas, Chinas, Taiwans und im Südchinesischen Meer, das Verbreitungsgebiet der neun anderen erstreckt sich von den Kermadecinseln über die Küsten Australiens und Neuseelands bis zu den Juan-Fernández-Inseln. Einige dieser Arten sind Endemiten und leben nur bei Neuseeland, Rapa Iti, der Osterinsel oder den Juan-Fernández-Inseln. Die Tropen zwischen 20° nördlicher und 20° südlicher Breite meiden sie. Im Norden gehen sie bis 35° nördlicher Breite, im Süden bis 40°, eine neuseeländische Art bis 50° südlicher Breite.

Lebensweise

Datei:Pseudolabrus guentheri.jpg
Pseudolabrus guentheri, schlafend zwischen Seescheiden.
Datei:Notolabrus gymnogenis.jpg
Pseudolabrus gymnogenis, Weibchen
Datei:PseudolabrusLuculentusMaRLS.jpg
Pseudolabrus luculentus

Pseudolabrus-Arten leben an Felsriffen, vor allem im flachen Wasser manchmal jedoch auch in Tiefen von mehr als 100 Metern. Jungfische leben versteckt zwischen Algen, ausgewachsene Tiere zeigen sich offen. Die Männchen sind territorial und leben mit mehreren Weibchen und Jungfischen zusammen. Stirbt das Männchen, so vollzieht das größte Weibchen eine Geschlechtsumwandlung durch und nimmt dessen Position ein. Die Fische ernähren sich räuberisch von einem breiten Spektrum von wirbellosen Tieren wie Würmern und Weichtieren.

Systematik

Die Gattung Pseudolabrus wurde 1862 den niederländischen Ichthyologen Pieter Bleeker eingeführt.<ref name="Bleeker" /> Wegen einiger abweichender Skelettmerkmale wurde die Gattung Notolabrus 1988 durch den australischen Ichthyologen B. C. Russell von Pseudolabrus abgespalten.<ref name="Russell" /> Im Oktober wurde Notolabrus wieder mit Pseudolabrus synonymisiert, da Pseudolabrus ansonsten eine paraphyletische Gattung wäre. Pseudolabrus ist mit den im gleichen Gebiet vorkommenden Gattungen Austrolabrus, Dotalabrus, Eupetrichthys und Pictilabrus sehr nahe verwandt und bildet mit diesen die Unterfamilie Pseudolabrinae.<ref name="Near etal 2025" /><ref name="Westneat" />

Arten

Zur Gattung Pseudolabrus gehören die folgenden Arten:<ref name="Near etal 2025" />

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Bleeker"> Pieter Bleeker: Conspectus generum Labroideorum analyticus. Proceedings of the Zoological Society of London.</ref> <ref name="Near etal 2025"> Thomas J. Near, Chase D. Brownstein, Christine E. Thacker, Peter C. Wainwright: Phylogenetic Taxonomy of Wrasses and Parrotfishes (Labridae). Bulletin of the Peabody Museum of Natural History, 66(2), 263–338, (Oktober 2025), doi: 10.3374/014.066.0201</ref> <ref name="Russell"> B. C. Russell (1988): Revision of the labrid fish genus Pseudolabrus and allied genera. Records of the Australian Museum Suppl. 9: 1–72</ref> <ref name="Westneat"> M. W. Westneat, M. E. Alfaro: Phylogenetic relationships and evolutionary history of the reef fish family Labridae, Molecular Phylogenetics and Evolution 36 (2005) 370–390, PDF</ref> </references>

Weblinks

Commons: Pseudolabrus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien