Mo lei tau
Mo lei tau (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Jyutping {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist eine Form von chinesisch-kantonesischem Humor. Verwendet werden Elemente des Slapstick, Wortspiele und parodistische Verweise auf Popkultur. Bekannt wurde diese Form des Humors durch die Filme von Stephen Chow und Wong Jing.<ref name=chow><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stephen Chow. ( vom 14. November 2020 im Internet Archive) In: hkfilm.net, abgerufen am 16. Dezember 2022 (englisch). Beachten: In diesem Artikel wurde {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) nicht mit mo lei tau, sondern mit moy len tau transkribiert.</ref><ref name=wongjing>Interview with Wong Jing, guru of mainstream cinema. In: hkcinemagic.com. (englisch, französisch)</ref>
Herkunft
Bevor sie bekannt wurden, waren Chow und Wong Fans von japanischem Anime. Besonders gerne sahen sie sich die übertriebenen Verrenkungen der Cartoon-Figuren an und beschlossen, dies in ihre Realfilme einzubauen. Das Publikum sollte durch diese slapstickähnlichen, absurden Visualeffekte zum Lachen gebracht werden.<ref name=wongjing/>
Wong umschrieb die Reaktionen des Publikums mit dem kantonesischen Ausruf mo lei tau gau ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Jyutping {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Dies ist ein Ausruf starker Verwunderung und ist ungefähr mit „Was soll das?“ übersetzbar. Das letzte Zeichen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Jyutping {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)<ref name="begriff_gau_01" /> bezeichnet allerdings einen Fäkalausdruck, weswegen dieser Ausdruck zu mo lei tau ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) abgekürzt wurde. Dies bedeutet auf Kantonesisch „Unsinn“.<ref name=wongjing/>
Der Humor basiert auf der phonetischen Besonderheit des Gleichklangs im Kantonesischen, also dem ähnlichen Klang von Wörtern mit unterschiedlicher Bedeutung, und der „Möglichkeit, mit geringen Variationen gewichtige Fehlleistungen zu produzieren.“<ref name=faz>Bert Rebhandl: Kino – Schaumschläger im Schweinestall: Kung Fu Hustle. faz.net, 2. Juni 2005, abgerufen am 16. Dezember 2022.</ref> Die sich hieraus ergebenden Wortspiele sind nur teilweise ins Englische oder Deutsche übersetzbar, weswegen Mo-lei-tau-Filme bei der Übersetzung einen Teil ihres Humors einbüßen.
Beschreibung
HKfilm.net nennt mo lei tau „Nonsens-Komödien“ und stellt die Merkmale „hektische Handlungen, hohen Gehalt an körperlichem Humor (Slapstick), Parodien, Popkultur-Referenzen und starker Gebrauch von kantonesischem Slang“ heraus.<ref name=chow/> Der Chicago Reader beschreibt mo lei tau ferner als den Ansatz, „jegliche Logik einer Situation durch visuelle und verbale Umkehrungen und logischen Brüchen zu zerstören.“<ref name=cr><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />How to Translate Nonsense. ( vom 7. August 2007 im Internet Archive) In: chicagoreader.com, abgerufen am 16. Dezember 2022 (englisch)</ref> Die BBC nennt mo lei tau „Silly Talk“ und stellte heraus, dass mo lei tau besonders von Situationskomik und dem absurden Kontrast zwischen Dialog und Handlung lebt. Als Beispiele wurden genannt:<ref name=cr/>
- Der Mafiaboss, vor dem alle Killer Angst haben, entpuppt sich als Grundschullehrerin
- Vernichtung eines Killerroboters durch den Einsatz eines Mikrowellenherdes
- Abweisung des letzten Wunsches eines Sterbenden, weil man kein Chinesisch versteht
- Rezitieren eines alten chinesischen Gedichtes inmitten einer Slapstick-Szene
- Mit Fäkalhumor durchsetzter Dialog inmitten einer Action-Szene
Als Referenz des mo lei tau gilt Schauspieler (Regisseur) Stephen Chow, dessen Filme Sixty Million Dollar Man, Shaolin Kickers und Kung Fu Hustle stark von dieser Art Humor geprägt sind.<ref name=cr/>
Soziale Bedeutung
Mo lei tau gilt im chinesischen Sprachraum als sehr populär. Die Beliebtheit begründet sich womöglich auch darin, dass es Tendenzen des Eskapismus enthält. Der Chicago Reader führt aus, dass Chinesen mo lei tau als Mittel sehen, um „gute Miene zum bösen Spiel“ zu machen, d. h. harte Realitäten des Alltags (Erfolgsdruck im Berufsleben, SARS-Epidemie) mit einem ironischen bzw. nihilistischen Achselzucken hinzunehmen.<ref name=cr/>
Siehe auch
Weblinks
- Interview über Mo Lei Tau mit dem Regisseur Wong Jing bei Hong Kong Cinemagic (englisch)
- Der Chicago Reader über Mo Lei Tau (archiviert, englisch)
Einzelnachweise
<references> <ref name="begriff_gau_01"> Begriff kao - {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Hochchinesisch) – gau - {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Kantonesisch). In: zdic.net. Abgerufen am 1. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Das Schriftzeichen „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – kao / gau“ bedeutet einerseits veraltet in der Anatomie das Kreuzbein oder den Po, anderseits aber bedeutet es im Chinesesischen als Vulgärausdruck „Penetrieren“ oder ugs. „Ficken“. Im modernen Chinesisch wird dieses Zeichen praktisch nicht mehr verwendet. Im Japanischen hingegen ist das Schriftzeichen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – shiri, kou bzw. ketsu, also Hintern, Hinterteil, Po, vulg. Arsch) bis heute ein gängiges Kanji.). </ref> </references>