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Joseph Moretti

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Joseph Moretti (* im 18. Jahrhundert in Mailand; † 1. Mai 1793 in Aachen) war Architekt und Barockbaumeister des 18. Jahrhunderts.

Leben und Wirken

Joseph Moretti wurde vermutlich in Mailand geboren. Andere Quellen sprechen von Lüttich oder Aachen. Er war neben Laurenz Mefferdatis und Johann Joseph Couven einer der bedeutendsten Barockbaumeister Aachens sowie der Region Maas-Rhein.<ref name="Quelle1">Virtual Tourist</ref>

Zu den wichtigsten Bauwerken zählen die Ungarnkapelle des Aachener Doms sowie der Klosterather Hof, eine frühere große Klosteranlage.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sehstation Aachen (Memento des Vorlage:IconExternal vom 16. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aachen.de (PDF; 1,9 MB)</ref> Im niederländischen Vaals errichtete er in den Jahren 1761–1765 das Tuchmacherhaus Clermont.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verein zur Erhaltung des Doms besichtigte Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten (Memento vom 11. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref><ref name="Quelle1"/><ref>Tuchmacherhof Clermont</ref>, aber auch die im Rokoko-Stil errichteten Teile des Klosters Abtei Rolduc gehört zu seinen Werken.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Abdij Rolduc (Memento vom 15. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref> Im belgischen Eupen entstand unter seiner Mitwirkung der Neubau der Klosterkirche Eupen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte der Klosterkirche Eupen-Oberstadt (Memento vom 13. April 2010 im Internet Archive)</ref>

In seiner Heimatstadt Aachen sind nur wenige Bauwerke erhalten geblieben. Neben der Ungarnkapelle als Nebenkapelle des Aachener Doms befindet sich der Torbogen des ehemaligen Klosters Klosterather Hof auf dem heutigen Gelände der RWTH Aachen. Morettis aufwendig errichtetes Wohnhaus in der Annastrasse 11 existiert nicht mehr.<ref name="bauer42" />

Joseph Moretti starb am 1. Mai 1793 und wurde im Totenkeller der Kirche St. Follian beigesetzt.

Werke

Datei:Bloemendal.JPG
Schloss Blumenthal
  • 1754 Rokoko-Bibliothek der Abtei Rolduc, Kerkrade (NL)
  • 1756 Neubau der Ungarnkapelle des Aachener Doms, nachdem der Vorgängerbau von Johann Joseph Couven von 1747 bereits im Jahr 1755 wegen Baumängeln niedergelegt werden musste.<ref name="bauer25" />
  • 1761–1765 Haus Clermont in Vaals (NL)
  • 1768–1771 Kirche St. Hubertus in Lontzen (B)
  • 1773–1776 Entwurf für die Klosterkirche in Eupen (B), der lediglich teilweise umgesetzt wurde.
  • 1780 Kirche St. Stephanus in Montzen (B)
  • 1786–1795 Schloss Blumenthal in Vaals (NL)
  • 1786 Klosterather Hof, Torbogen erhalten und transloziert
  • Umfriedung der Pfarrkirche St. Nikolaus in Eupen (B)<ref name="bauer112" />

Darüber hinaus werden Moretti zugeschrieben:

  • 1777 D’r Bau, Tentstraat in Vaals (NL)<ref name="bauer201" />
  • 1790 Haus Kirchfeld, auch als Altes Kurhaus oder Binterimse Huis bezeichnet, in Vaals (NL)<ref name="bauer201" />
  • Umbau von Haus De Esch in Vaals (NL)<ref name="bauer206" />

Literatur

  • Marcel Bauer et al.: Unterwegs auf Couvens Spuren. Grenz-Echo Verlag, Eupen 2005, ISBN 90-5433-187-9, S. 25, 42.
  • Josef Liese: Das klassische Aachen, Band 1. Johann Arnold von Clermont (1728–1795), sein Geschlecht und sein Schaffen im „Vaalser Paradies“ (= Aachener Beiträge zur Heimatkunde. Band 17). Mayersche, Aachen 1936, S. 123–129, Tafel XXXIII.

Weblinks

Commons: Joseph Moretti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="bauer42">M. Bauer et al.: Unterwegs auf Couvens Spuren. 2005, S. 42.</ref> <ref name="bauer25">M. Bauer et al.: Unterwegs auf Couvens Spuren. 2005, S. 25.</ref> <ref name="bauer112">M. Bauer et al.: Unterwegs auf Couvens Spuren. 2005, S. 112.</ref> <ref name="bauer201">M. Bauer et al.: Unterwegs auf Couvens Spuren. 2005, S. 201.</ref> <ref name="bauer206">M. Bauer et al.: Unterwegs auf Couvens Spuren. 2005, S. 206.</ref> </references> Vorlage:Hinweisbaustein