Aula-Verlag (Graz)
Der Aula-Verlag mit Sitz in Graz ist ein österreichischer Zeitschriften- und Buchverlag, der unter anderem die Zeitschrift Die Aula (1951–2018) herausgab. Vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes wird der Verlag als rechtsextrem eingestuft.<ref>Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Aktuelle rechtsextreme Vereine, Parteien, Zeitschriften in Österreich – Aula ( vom 20. Januar 2016 im Internet Archive)</ref>
Die meisten Bücher, die im Aula-Verlag erscheinen, befassen sich mit burschenschaftlichen Belangen.<ref>DÖW: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Zu den Autoren des Verlags gehören unter anderem Björn Clemens und Andreas Mölzer.<ref>Katalog der Deutschen Nationalbibliothek</ref>
„1848 – Erbe und Auftrag“
1998 wurde in der im Aula-Verlag erschienen Aufsatzsammlung „1848 – Erbe und Auftrag“, welche von Otto Scrinzi herausgegeben wurde, ein Beitrag des damaligen Kardinals Josef Ratzinger, später Papst Benedikt XVI., abgedruckt.<ref>DÖW: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Neues von ganz rechts. Aula-Publikation "1848 – Erbe und Neubeginn" ( vom 17. Juli 2009 im Internet Archive)</ref> Dies wurde von den Medien im Februar 2009 im Zusammenhang mit der umstrittenen Aufhebung der Exkommunikation von Bischöfen der Priesterbruderschaft St. Pius X. thematisiert.<ref>oe24.at: Papst publizierte im rechtsextremen Aula-Verlag, 9. Februar 2009, abgerufen am 9. Februar 2009.</ref><ref>Tages-Anzeiger: Papst publiziert in rechtsextremem österreichischen Verlag, 9. Februar 2009, abgerufen am 9. Februar 2009.</ref> Der Pressesprecher der Erzdiözese Wien erklärte daraufhin, dass Ratzingers Artikel bereits 1995 in der Zeitschrift Communio publiziert wurde. In dem Artikel seien „keinerlei Formulierungen enthalten, die in irgendeiner Weise ‚rechtem‘ Gedankengut nahestehen.“<ref>ots.at: Benedikt XVI. publizierte nicht in "rechtem" Verlag, 9. Februar 2009, abgerufen am 9. Februar 2009.</ref>
In dem Aufsatz stellte Ratzinger, damals Kardinal und Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, die Frage, ob in der Demokratie das Wohl der Allgemeinheit genügend zum Zug komme: „Die Grausamkeit dieser Oligarchie, ihre Möglichkeit öffentlicher Hinrichtungen, ist hinlänglich bekannt. Wer sich ihr in den Weg stellen möchte, ist Feind der Freiheit, weil er ja die freie Meinungsäußerung behindert […] Wer könnte an der Macht von Interessen zweifeln, deren schmutzige Hände immer häufiger sichtbar werden? Und überhaupt: Ist das System von Mehrheit und Minderheit wirklich ein System der Freiheit?“<ref>Zit. nach: Ralf Leonhard: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Seite an Seite mit Rechtsextremen. Ratzinger in der Aula ( vom 21. Februar 2009 im Internet Archive). In: die tageszeitung, 20. Februar 2009</ref>
Einzelnachweise
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