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Silanion

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Datei:Head Platon Glyptothek Munich 548.jpg
Platonbüste, römische Kopie von Silanions Werk (Glyptothek (München))

Silanion ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war ein Bronzebildner des 4. Jahrhunderts v. Chr. aus Athen.

Leben

Nach Plinius dem Älteren<ref>Plinius, Naturalis historia 34,51.</ref> fällt der Höhepunkt seines Schaffens in die Jahre 328 bis 325 v. Chr. Angeblich Autodidakt, schuf er Statuen von Achilleus,<ref>Plinius, Naturalis historia 34, 82.</ref> Theseus<ref>Plutarch, Theseus 4.</ref> und Iokaste<ref>Plutarch, moralia 18 c, 643 e.</ref> sowie drei Athletenstatuen von siegreichen Faustkämpfern bei den Olympischen Spielen, die im heiligen Hain von Olympia aufgestellt waren.<ref>Pausanias 6, 4, 5; 6, 14, 4 und 11.</ref>

Berühmt war er für die Charakterisierung der von ihm porträtierten Personen, da er körperliche und psychische Zustände der Dargestellten in seine Werke einfließen ließ.<ref>Plinius, Naturalis historia 34, 81.</ref> Schriftlich überliefert sind von ihm Porträts der Dichterinnen Sappho<ref>Cicero, Reden gegen Verres 2, 4, 125 f.; Tatian, oratio ad Graecos 34, 10.</ref> und Korinna,<ref>Tatian, oratio ad Graecos 34, 16.</ref> des Bildhauers Apollodoros<ref>Plinius, Naturalis historia 34, 81.</ref> und des Philosophen Platon.<ref>Diogenes Laertios 3, 25.</ref> Silanion soll auch eine Lehrschrift zu kompositorischen Fragen verfasst haben.<ref>Vitruv, De architectura libri decem 7, 14.</ref>

Lediglich die Statue Platons, die in der Akademie aufgestellt war, jedoch nicht erhalten ist, kann ihm mit Bestimmtheit zugeschrieben werden. Auf diese Statue gehen sechzehn erhaltene römische Kopien des Kopfes zurück. Als beste Kopie gilt die der Glyptothek München, ein weiterer Haupttypus der Kopien ist im Besitz der Vatikanischen Museen.<ref>Zu den Kopievarianten des Platonporträts siehe Kopienkritik: Von römischen Kopien zu griechischen Originalen.</ref> Umstritten sind hingegen unter anderem die Identifizierungen von Porträts der Sappho und Korinna sowie des Apollodoros.

Literatur

  • Richard Neudecker: Silanion. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 11, Metzler, Stuttgart 2001, ISBN 3-476-01481-9, Sp. 545.

Weblinks

Commons: Silanion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

<references />

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