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Stop the Bomb

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 18. April 2026 um 21:56 Uhr durch imported>Thomas Dresler (Typografie).
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Stop the Bomb (STB) ist eine überparteiliche Initiative, die sich mit prominenter Unterstützung gegen Geschäfte mit dem iranischen Regime und für die Unterstützung der säkularen, rechtsstaatlich-demokratischen Opposition im Iran engagiert. Die Initiative ging im Dezember 2007 in Österreich an die Öffentlichkeit und wird dort von dem Verein „MEDEA - Middle East Democracy Alliance / Allianz für Demokratie im Nahen Osten“ getragen.<ref name="zvr">ZVR, Bundesministerium für Inneres: MEDEA - Middle East Democracy Alliance / Allianz für Demokratie im Nahen Osten, ZVR-Zahl 082913869, Eintragungsdatum 4. März 2008; Obmann: Heinrich Ehlers; Obmann-Stellvertreter: Hava Eve Bugajer-Gleitman; Kassier: Stephan Grigat.</ref> Seit Oktober 2008 existiert das Bündnis auch in Deutschland, wo es von dem Verein „Mideast Freedom Forum“ getragen wird.<ref>www.handelsregister.de: Mideast Freedom Forum, VR 27443 Berlin-Charlottenburg, Eintragungsdatum 7. März 2008;</ref> Neben dem Terror des Regimes gegen seine eigene Bevölkerung geht es Stop the Bomb vor allem um die Bedrohung Israels und des Westens, die vom iranischen Regime und dem iranischen Atomprogramm ausgeht.

Petition

Ein zentrales Instrument der Kampagne ist eine Petition, deren österreichische Fassung bislang von über 5400 Personen aus der ganzen Welt unterzeichnet wurde. Mehr als 4900 Einzelpersonen haben bisher die deutsche Petition unterschrieben.<ref>http://de.stopthebomb.net/de/start/deutschland/petition-unterschreiben/alle-unterschriften.html?no_cache=1#c324</ref> In den Petitionen wird vor den atomaren Aufrüstungsplänen des Iran gewarnt sowie von deutschen und österreichischen Unternehmen gefordert, ihre Geschäftsbeziehungen mit dem Staat einzustellen. Darüber hinaus kritisiert die Initiative die Verhältnisse im Iran selbst: „Systematisch werden im Iran Proteste von StudentInnen und Gewerkschaften zerschlagen, Frauen brutal unterdrückt, nationale und religiöse Minderheiten, Schwule und Lesben und RegimegegnerInnen verfolgt. Hinrichtungen und Folter, auch an Minderjährigen, sind an der Tagesordnung, staatliche Willkür, Armut und Korruption allgegenwärtig.“

Von der deutschen und österreichischen Bundesregierung fordert die Initiative den Erlass von Sanktionen gegen den Iran, die Unterstützung der iranischen Opposition und ein Verbot der Hisbollah im Inland.<ref>http://de.stopthebomb.net/de/start/deutschland/petition-unterschreiben.html#c324</ref>

Prominente Unterstützer der Petitionen sind:

Aktionen

Neben der Petition forciert die Initiative verschiedene öffentliche Aktionen, darunter Demonstrationen und Vorträge. Die Sprecherin<ref>Near east report Interviews Austrian Activist Simone D. Hartmann AIPAC April 1, 2008</ref> und ein Vorstandsmitglied<ref name="zvr" /> der österreichischen Initiative veröffentlichten zudem ein Buch zum Thema („Der Iran – Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer“<ref>Stephan Grigat, Simone Dinah Hartmann (Hrsg.): Der Iran – Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer. Studienverlag: Innsbruck – Bozen – Wien 2008, ISBN 978-3-7065-4599-0</ref>).

Kontroversen

Am 9. März 2005 störte eine Gruppe von Mitgliedern der trotzkistischen Gruppe Arbeiter*innenstandpunkt eine Veranstaltung der Stop-the-Bomb-Kampagne im Wiener Kulturzentrum Café 7stern. Dabei wurde eine Besucherin, Mary Kreutzer, von Michael Pröbsting, einem der damaligen Sprecher der Gruppe, tätlich angegriffen und verletzt. Im März des Folgejahres wurde dieser dafür wegen Körperverletzung verurteilt.<ref name="HaGalil">Karl Pfeifer, Mag. Michael Pröbsting rechtskräftig verurteilt, HaGalil, 8. August 2006, abgerufen am 7. Oktober 2014</ref>

Der Historiker Benny Morris stellte auf einer Konferenz der Initiative in Wien im Jahr 2008 einen Präventivschlag auch mit nicht konventionellen Waffen gegen das iranische Atomprogramm als erforderlich dar. Ferner sei einer Mitarbeiterin der offiziellen Nachrichtenagentur des iranischen Regimes IRNA der Zutritt zu der Veranstaltung verwehrt worden.<ref>Kriegsdrohungen aus dem Hörsaal. In: derstandard.at. 20. Mai 2008, abgerufen am 2. Februar 2024.</ref>

Fabian Köhler warf Stop the Bomb 2012 im Neuen Deutschland Kriegstreiberei und Islamophobie vor. Die Organisation bedränge und diffamiere angeblich auch Personen und Organisationen, die Geschäfte mit Iran außerhalb des atomarer bzw. militärischer Belange betreiben.<ref>http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Iran/kampagne.html Deine Mutter baut Atombomben Neues Deutschland vom 5. September 2012, abgerufen von AG Friedensforschung am 7. Oktober 2014</ref> Stop the Bomb weist diese Vorwürfe zurück.<ref>http://de.stopthebomb.net/de/text-audio-und-video/texte-aus-der-stb-koalition/neues-deutschland.html</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />