Zum Inhalt springen

Magnesiumstearat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. Januar 2026 um 21:29 Uhr durch imported>ChemoBot (Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Strukturformel
Struktur von Magnesiumstearat
Allgemeines
Name Magnesiumstearat
Andere Namen

Vorlage:INCI

Summenformel C36H70MgO4
Kurzbeschreibung

weißes Pulver<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 209-150-3
ECHA-InfoCard 100.008.320
PubChem 11177
ChemSpider 10704
DrugBank DB14077
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 591,25 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Dichte

1,03 g·cm−3 (22 °C)<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

ca. 140 °C<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Magnesiumstearat ist das Magnesiumsalz der Stearinsäure und gehört zu den Kalkseifen.

Es wird aus Fetten und Ölen unter Spaltung ihrer Glyceride mittels Magnesium, Seifen und Glycerin gewonnen. Magnesiumstearat wird zum Beispiel in der pharmazeutischen Industrie als Hilfsmittel zur Tabletten- oder Granulatherstellung verwendet.<ref>Rudolph Hänsel, Otto Sticher (Hrsg.): Pharmakognosie – Phytopharmazie. 9. Auflage. Springer Medizin, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-00962-4, S. 255.</ref> Magnesiumstearat wird auch in einigen Süßigkeiten verwendet.

Magnesiumstearat kann sowohl aus Fetten tierischer als auch pflanzlicher Herkunft hergestellt werden. Oft wird Soja-, Raps- oder Maiskeimöl verwendet.<ref>zusatzstoffe-online.de: E 470b - Magnesiumsalze der Speisefettsäuren.</ref>

Eigenschaften

Magnesiumstearat enthält in seiner Verwendungsform in der pharmazeutischen Industrie noch geringe Mengen weiterer Magnesiumsalze z. B. der Palmitinsäure und Ölsäure. Insgesamt ergibt sich ein feines, fast geruchsloses weißes Pulver, das sich fettig anfühlt. Die Löslichkeit in Wasser und Ethanol ist praktisch nicht vorhanden.<ref name=":0">Voigt, Rudolf: Voigt Pharmazeutische Technologie für Studium und Beruf. 12., völlig neu bearbeitete Auflage. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-7692-6194-3.</ref>

Magnesiumstearat zeigt Eigenschaften, die es als Schmiermittel sehr geeignet machen. Zum einen hat es eine lamellare Kristallstruktur, die die interne Reibung des Stoffes stark reduziert. Weiterhin hat es eine sehr geringe Partikelgröße von 3 bis 15 µm. Magnesiumstearat lagert sich an der Oberfläche anderer Partikel einer Pulvermischung an und reduziert so deren Reibung untereinander und zu externen Oberflächen, z. B. einer Tablettenpresse.<ref name=":0" />

Einzelnachweise

<references />