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Open Journal Systems

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Open Journal Systems

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OJS 3 Screenshot
Verwaltung und Publikation digitaler Zeitschriften
Basisdaten

Maintainer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Entwickler Public Knowledge Project
Erscheinungsjahr Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
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Betriebssystem Linux, Windows Server
Programmier­sprache PHP, Smarty
Lizenz GNU GPLv3
pkp.sfu.ca/ojs

Open Journal Systems (OJS) ist eine Open-Source-Software für die Verwaltung und Veröffentlichung von wissenschaftlichen Zeitschriften. Die Entwicklung begann 2002 und die Software wird vorwiegend für Open-Access-Zeitschriften eingesetzt. Stand Dezember 2022 wurden mit OJS 25.671 Zeitschriften in 136 Ländern betrieben.<ref>Saurabh Khanna, Jon Ball, Juan Pablo Alperin und John Willinsky: Recalibrating the scope of scholarly publishing: A modest step in a vast decolonization process. Quantitative Science Studies (2022) 3 (4): 912–930. https://doi.org/10.1162/qss_a_00228</ref>

Aufbau

Die Software stellt Funktionen für drei wesentliche Bereiche der Arbeit mit wissenschaftlichen Zeitschriften zur Verfügung: Über die Leseroberfläche ermöglicht OJS das Blättern in veröffentlichten Heftinhalten unter Anwendung verschiedener Hilfsmittel. Ein Redaktionssystem erlaubt es, Vorgänge wie die Einreichung von Manuskripten durch Autoren, die Vergabe von Rezensionsaufträgen sowie die Begutachtung und das Layout von Artikeln webbasiert zu verwalten. Im Hintergrund von OJS sorgt ein relationales Datenbanksystem mit zahlreichen Schnittstellen zum Import und Export für eine flexible Einspeisung und Nachnutzung der Metadaten für Suchsysteme.

Leseroberfläche

Die Leseroberfläche ermöglicht es Nutzern, mithilfe von chronologisch geordneten Zeitschriftenarchiven und Inhaltsverzeichnissen der einzelnen Hefte ein den gedruckten Ausgaben ähnelndes Lesegefühl zu erhalten. Um die Leser stärker einzubinden, wurde darüber hinaus eine Reihe von Lesewerkzeugen entwickelt. Diese ermöglichen es beispielsweise, Beiträge zu kommentieren oder Hinweise auf interessante Artikel per E-Mail zu teilen. Auch der Export von Zitationsweisen in Literaturverwaltungsprogramme ist möglich.

Die Leseroberfläche kann durch die Einfügung einfacher statischer Webseiten für Texte und Bilder sowie verschiedene Plugins erweitert werden.

Webbasiertes Redaktionssystem

OJS liefert die technische Infrastruktur, um Zeitschriftenausgaben und -artikel online zu veröffentlichen. Es ist möglich, die gesamte Redaktionsorganisation von der Beitragseinreichung über ein mehrstufiges Begutachtungsverfahren bis hin zur graphischen Aufbereitung und finalen Veröffentlichung über die Software webbasiert zu verwalten. Für spezielle Aufgaben wie die Vergabe und Registrierung von DOI oder die Ablieferung elektronischer Pflichtexemplare stehen entsprechende Plug-ins zur Verfügung.<ref name="DOIpluginGuide">DOI Plugin. In: PKP Docs : User guides, developer documentation and publishing tips. Abgerufen am 20. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>IPOA-Redaktionsteam: Das DNB-Plugin. In: OJS-de.net. 13. Juli 2021, abgerufen am 20. September 2023.</ref>

Dies wird durch ein strukturiertes Konzept praxisorientierter Benutzerrollen ermöglicht: In OJS arbeiten verschiedene Personen in unterschiedlichen Funktionen miteinander. Sie erhalten im Programm eine ihren Aufgaben angemessene Benutzergruppe zugewiesen, die ihnen für ihre Arbeit notwendigen Funktionen freischaltet. Zu den Rollen gehören insbesondere Journal-Manager, Redakteure, Gutachter, Autoren sowie Leser. Auf diese Weise können Begutachtungsverfahren (Peer-Review) organisiert und Redaktionsabläufe strukturiert werden.

Neben der Umsetzung von frei zugänglichen Open-Access-Zeitschriften unterstützt OJS auch ein Abonnement-Modell. Dieses ermöglicht die Realisierung von zeitverzögerter Artikelfreigabe (sog. Moving Wall-Modelle) und vollständig abonnementgestützten Zugriffsrechten. Es können individuelle Abos für Einzelpersonen und institutionelle Abo-Freischaltungen anhand von IP-Adressen eingerichtet werden.

Datenhaltung und Schnittstellen für Artikel-Metadaten

Für OJS existieren zahlreiche Plug-ins, welche beispielsweise die Indexierung von Zeitschrifteninhalten in Nachweissystemen wie Google Scholar, dem Directory of Open Access Journals oder PubMed Central erleichtern.<ref name="ndungu_2020">Miriam Wanjiku Ndungu: Publishing with Open Journal Systems (OJS): A Librarian’s Perspective. In: Serials Review. Band 46, Nr. 1, 2020, S. 21–25, doi:10.1080/00987913.2020.1732717.</ref> Darüber hinaus stehen verschiedene Importformate für die Einspeisung etwa von retrodigitalisierten Zeitschriften zur Verfügung.

Open Journal Systems unterstützt außerdem LOCKSS, um die langfristige Archivierung und ununterbrochenen Zugang zu den Zeitschrifteninhalten sicherzustellen.

Mehrsprachigkeit

OJS wurde in eine Vielzahl von Sprachen übersetzt, Version 2.3 ist komplett in 16 Sprachen verfügbar (Bulgarisch, Tschechisch, Dänisch, Niederländisch, Englisch, Persisch, Französisch, Deutsch, Griechisch, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Portugiesisch, Spanisch, Türkisch, Ukrainisch), eine Reihe weiterer Sprachen werden zusätzlich eingeführt (darunter Arabisch, Chinesisch, Hindi und Vietnamesisch). Alle Übersetzungen werden von Mitgliedern der Community erstellt und verwaltet.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig OJS Languages.] In: Public Knowledge Project. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. August 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/pkp.sfu.caVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Entwicklung

OJS wurde erstmals 2001 veröffentlicht. Die Software wird in PHP geschrieben und nutzt eine MySQL- oder PostgreSQL-Datenbank und kann auf Unix- oder Windows-Webservern betrieben werden. Für die Darstellung der Oberfläche wird die Smarty-Template-Engine eingesetzt.

Die Software wurde vom kanadischen Public Knowledge Project entwickelt und ist unter der GNU General Public License veröffentlicht. Es wird vor allem von Open-Access-Zeitschriften genutzt. 2023 gab es weltweit über 52 000 aktive mit OJS betriebene Journale einer Vielzahl von Sprachen,<ref>Global Usage of OJS. Abgerufen am 7. Juli 2025.</ref> im deutschsprachigen Raum gibt es etwa 200 OJS-Zeitschriften.

Um OJS hat sich eine aktive Community entwickelt, deren Mitglieder zusätzlich zu den Entwicklungen des Public Knowledge Project (PKP) an der Erweiterung und Verbesserung arbeiten. Eine umfangreiche und stetig wachsende Dokumentation ist auf der Webseite von PKP<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig OJS-Dokumentation.] In: Public Knowledge Project. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. Januar 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> verfügbar.

Die Software verfügt über eine Plug-in-fähige Architektur, sodass neue Funktionalitäten integriert werden können, ohne dass die gesamte Code-Base umstrukturiert werden muss.

Die Version OJS 3.0 wurde im August 2016 veröffentlicht und war mit erheblich refaktoriertem Code und mit eingehend umgestalteten Benutzeroberflächen ausgestattet; im Oktober 2017 erschien das Release OJS 3.1.0.<ref>Public Knowledge Project, Startseite Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Open Journal Systems.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 29. November 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Beispiele

Das Forum Qualitative Sozialforschung (FQS), eine mehrsprachige Online-Zeitschrift für Qualitative Sozialforschung und die weltweit größte frei verfügbare Zeitschrift zu qualitativen Verfahren, wird mit OJS publiziert. Auch ein großer Teil der Zeitschriften im Directory of Open Access Journals wird mit OJS betrieben.

Die Universitätsbibliothek Heidelberg veröffentlicht über 120 mit OJS betriebene Zeitschriften.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig OJS Heidelberg.] In: Universitätsbibliothek Heidelberg. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Juli 2021.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die Freie Universität Berlin betreibt ebenfalls eine Vielzahl von Zeitschriften mit OJS.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig OJS FU Berlin.] In: Freie Universität Berlin. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 28. Oktober 2020.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Darüber hinaus bauen weitere Universitäten und Bibliotheken eigene OJS-Hostingangebote für eigene oder externe Journals auf.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />