DHC Rheinland
| Logo | |||
| Voller Name | Dormagener Handball-Club Rheinland | ||
| Abkürzung(en) | DHC | ||
| Gegründet | 1920, Abteilung Handball: 1949 | ||
| Aufgelöst | 2012 | ||
| Vereinsfarben | blau / weiß | ||
| Halle | TSV Bayer Sportcenter | ||
| Plätze | 3.002 | ||
| Geschäftsführer | Heinz Lieven | ||
| Trainer | Richard Ratka | ||
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| |||
| Größte Erfolge | |||
| National | DHB-Pokal-Finalist 1993 | ||
| International | IHF-Pokal-Finalist 1993 | ||
Der Dormagener Handball-Club Rheinland war ein Handballverein aus Dormagen. Der Verein entstand als eine Ausgliederung der Profimannschaft aus der Handballabteilung des TSV Bayer Dormagen mit dem Zweck der wirtschaftlichen Eigenständigkeit. Nach dem Ausstieg des bisherigen Hauptsponsors Bayer AG aus dem Handballsport wurde die erste Herrenmannschaft als eigenständiger Verein ausgegliedert. Die Heimspiele fanden im TSV Bayer Sportcenter statt, das für die Ligaspiele vom TSV Bayer Dormagen gemietet wurde. Heute startet die erste Mannschaft wieder für den Stammverein TSV Bayer Dormagen.
Geschichte
Gründung
Unter dem Namen TSV Bayer Dormagen wurde die Handballabteilung 1949 gegründet. Zunächst spielte man ausschließlich Feldhandball und ab 1959 auch Hallenhandball. Die wachsende Popularität des Hallensports führte schließlich dazu, dass der Feldhandball 1976 eingestellt wurde.
Aufstieg bis in die Handball-Bundesliga
Nach 15 Jahren in unteren Ligen stieg die Mannschaft des TSV Bayer Dormagen 1974 erstmals in die Regionalliga auf. 1982 folgte der Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga. Von 1987 bis 1998 spielte der Verein erstmals in der 1. Handball-Bundesliga. Nach einem Jahr in der zweiten Liga gelang erneut der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Nach zwei Jahren musste man aber wieder absteigen; aus finanziellen Gründen wechselte der Verein freiwillig in die Regionalliga West. Der Verein fing sich aber schnell wieder und stieg im nächsten Jahr wieder in die 2. Handball-Bundesliga auf.
Im Jahr 2008 konnte sich der Verein erneut für die 1. Handball-Bundesliga qualifizieren. Zum Ende der Saison 2008/09 hat der Verein zwar nur Platz 16 erreicht, durch den Zwangsabstieg von TUSEM Essen und der HSG Nordhorn aus finanziellen Gründen und den sportlichen Abstieg des Stralsunder HV war der Verbleib auch ohne Relegation sportlich gesichert.
Im Jahr 2009 wurde die Handballsparte nach dem Rückzug des Hauptsponsors unter dem Namen TSV Dormagen eigenständig weiter betrieben.
Finanzielle Probleme seit 2010
Ein finanzieller Engpass wurde vom ehemaligen Hauptsponsor Bayer noch abgewendet, dafür erklärte dieser sein endgültiges Ausscheiden zum 30. Juni 2010. Nach der Ausgliederung des Profihandballs aus dem Hauptverein – eine Forderung des Sponsors des Hauptvereins – in eine Spielbetriebs-GmbH mit drei Gesellschaftern sowie dem Hauptverein mit einer Sperrminorität von 26 Prozent, startete die erste Herrenmannschaft unter dem Namen Dormagener Handball-Club Rheinland.<ref>TSV Dormagen: [1321/1737/Default.aspx Business-Club stellt die Weichen für neue GmbH: „DHC Rheinland“ steht kurz vor der Gründung.] (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. [1321/1737/Default.aspx Suche im Internet Archive] )Vorlage:Toter Link/archivebot Meldung vom 23. November 2009.</ref><ref>Handballforum Dormagen: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />TSV Dormagen Handball: neue Saison – neue GmbH – neuer Name. ( des Vorlage:IconExternal vom 25. September 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. 24. November 2009.</ref>
Die finanziellen Probleme bekam der Verein nicht gelöst; am 7. Februar 2011 wurde bekannt, dass die Spielbetriebs-GmbH Insolvenz anmelden muss; damit stieg der DHC Rheinland zwangsweise aus der 1. Handball-Bundesliga ab.<ref>DHC Rheinland meldet Insolvenz an. In: Zeit Online. 7. Februar 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Dezember 2016.</ref><ref>http://handballmagazin.com/index.php?id=230&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1796</ref>
Zum Insolvenzverwalter wurde der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dirk Andres bestellt.<ref>Jens Krüger: Die Handball-Hoffnung [1], Neuss-Grevenbroicher-Zeitung, 16. Februar 2011 (26. Februar 2014)</ref>
Nach einem erfolgreichen Insolvenzverfahren ist der DHC Rheinland seit Juni 2011 saniert und hat von der Handball-Bundesliga die Lizenz für die Saison 2011/2012 in der 2. Handball-Bundesliga bekommen, allerdings mit der Auflage von acht Minuspunkten durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Der Klub hatte zunächst keine Lizenz für die 2. Handball-Bundesliga erhalten. Gegen den Lizenzentzug hatte der DHC bei der HBL Beschwerde eingelegt, welche abgelehnt wurde. Erst durch die Entscheidung eines neutralen Schiedsgerichtes hatte dem Klub die Lizenz unter der Auflage zugesichert, dass das Insolvenzverfahren bis zum 10. Juni 2011 aufgelöst wird.<ref>Keller, Theresa / Rehm, Holger: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Auch keine Zweitliga-Lizenz für den DHC Rheinland ( des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., 12. April 2011, abgerufen am 6. März 2012</ref><ref>Guthardt, Steffen / Keller, Theresa: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />DHC Rheinland legt Beschwerde gegen HBL ein ( des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., 19. April 2011, abgerufen am 6. März 2012</ref><ref>Keller, Theresa / Rehm, Holger: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />HBL-Präsidium lehnt Beschwerde des DHC ab ( des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., 27. April 2011, abgerufen am 6. März 2012</ref><ref>Reister, Benjamin: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />DHC Rheinland darf auf Profihandball hoffen ( des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., 17. Mai 2011, abgerufen am 6. März 2012</ref><ref>Reister, Benjamin: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />DHC Rheinland erhält Lizenz ( des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., 14. Juni 2011, abgerufen am 6. März 2012</ref><ref>Bender, Rene: Lizenz erhalten: DHC Rheinland mit Andres und Nachmann erfolgreich, 10. Juni 2011, abgerufen am 19. Februar 2014</ref>
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am 27. Dezember 2011 haben der DHC Rheinland und die HSG Düsseldorf die Gründung einer Spielgemeinschaft zum 1. Juli 2012 unter dem Namen DDHC Rheinland (Dormagener Düsseldorfer Handball Club) bekanntgegeben.<ref>wz-newsline.de</ref> Als Vorgriff auf die künftige Spielgemeinschaft, die insbesondere bei den Fans beider Vereine äußerst umstritten war, wechselten zur Rückrunde der Saison zwei Leistungsträger der HSG Düsseldorf nach Dormagen.
Am 6. März 2012 zog der DHC wegen erneuter finanzieller Schwierigkeiten seinen Lizenzantrag für die Saison 2012/13 in der 2. Handball-Bundesliga zurück. Damit platzte auch die geplante Spielgemeinschaft mit der HSG Düsseldorf für die Saison 2012/13. Der DHC trat ab der neuen Spielzeit als TSV Bayer Dormagen in der 3. Liga an.<ref>Stelmaszyk, Lukas: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zwangsabstieg für Handball-Zweitligisten ( des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., URL: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 5. März 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., 6. März 2012, abgerufen am 6. März 2012</ref> Gleichzeitig mit dem Rückzug des Lizenzantrags stellte der Geschäftsführer Heinz Lieven beim Amtsgericht Düsseldorf einen Insolvenzantrag. Grund seien fehlende Einnahmen im niedrigen sechsstelligen Bereich.<ref>Koch, Volker: DHC Rheinland meldet Insolvenz an, URL: http://www.ngz-online.de, 6. März 2012, abgerufen am 6. März 2012</ref>
Saisonbilanzen seit 2000
| Saison | Spielklasse | Platz | Sp | S | U | N | Tore | Diff. | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2000/01 | 1. Bundesliga | 17 | 38 | 12 | 2 | 24 | 888:981 | −93 | 26:50 |
| 2001/02 | Regionalliga West | 1 | 30 | 30 | 0 | 0 | 924:615 | 309 | 60:0 |
| 2002/03 | 2. Bundesliga Süd | 12 | 34 | 14 | 2 | 18 | 893:948 | −55 | 30:38 |
| 2003/04 | 2. Bundesliga Süd | 4 | 34 | 21 | 3 | 10 | 910:853 | 57 | 45:23 |
| 2004/05 | 2. Bundesliga Süd | 3 | 34 | 23 | 2 | 9 | 1015:903 | 112 | 48:20 |
| 2005/06 | 2. Bundesliga Süd | 2 | 36 | 27 | 5 | 4 | 1121:932 | 189 | 59:13 |
| 2006/07 | 2. Bundesliga Süd | 2 | 34 | 23 | 6 | 5 | 1024:886 | 138 | 52:16 |
| 2007/08 | 2. Bundesliga Süd | 1 | 34 | 29 | 2 | 3 | 1060:865 | 195 | 60:8 |
| 2008/09 | 1. Bundesliga | 16 | 34 | 7 | 5 | 22 | 871:1027 | −156 | 19:49 |
| 2009/10 | 1. Bundesliga | 16 | 34 | 6 | 2 | 26 | 891:1058 | −167 | 14:54 |
| 2010/11 | 1. Bundesliga <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 | 16 | 34 | 8 | 0 | 26 | 848:1006 | −158 | 16:52 |
| 2011/12 | 2. Bundesliga | 19 | 38 | 13 | 1 | 24 | 990:1039 | −49 | 19:49 |
| 2012/13 | 3. Liga West <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | 1 | 28 | 22 | 1 | 5 | 870:736 | 134 | 45:11 |
<templatestyles src="FN/styles.css" />
Einzelnachweise
<references />
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Weblink offline IABot
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2023-12
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-12
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