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Apopo

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Datei:Trainers and HeroRAT.jpg
Eine Riesenhamsterratte beim Training (2009)

Apopo (Antipersoonsmijnen Ontmijnende Productontwikkeling, deutsch etwa: „Entwicklung von Produkten zur Landminenräumung“) ist eine gemeinnützige belgische NGO, die Methoden für den Einsatz von Spürratten für humanitäre Zwecke erforscht, entwickelt und verbreitet.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wir bilden Ratten aus, um Leben zu retten (Memento vom 20. Januar 2014 im Internet Archive), auf apopo.org. Abgerufen am 27. Januar 2014.</ref>

Tätigkeitsfelder

Apopo richtet Riesenhamsterratten zu Spürratten (sogenannte HeroRATS<ref>Website von APOPO, abgerufen am 27. Januar 2014</ref>) für die Suche nach Landminen und zur Tuberkulose-Schnellerkennung ab. Die gemeinnützige Non-Profit-Organisation forscht diesbezüglich seit 1997.<ref name="dpp">Riesenratten werten Tuberkuloseproben aus. Tiere testen rascher als das Mikroskop. In: pressetext.com. 17. Dezember 2003, abgerufen am 27. Januar 2014.</ref> Sie arbeitet weitgehend auf Basis von Spendenmitteln, z. B. durch virtuelle Adoption einer HeroRAT<ref>Adopt a HeroRAT Abgerufen am 13. Oktober 2015</ref>.

Landminenerkennung

Die Methode zur Landminenerkennung wurde von Wissenschaftlern aus Belgien und Tansania mit Unterstützung der Universität Antwerpen entwickelt. Der erste Einsatz der Ratten zur Minenerkennung in Mosambik verlief erfolgreich.<ref name="dpp" /> Inzwischen wurden die Ratten in weiteren Ländern Subsahara-Afrikas eingesetzt, z. B. Tansania. Im September 2015 wurde Mosambik dann als Minen-frei deklariert<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mine-free Mozambique (Memento vom 2. Oktober 2015 im Internet Archive) Abgerufen am 13. Oktober 2015.</ref>.

Gegenüber Metalldetektoren weist die Riesenhamsterratte nach einer dreimonatigen Dressur eine 50-mal höhere Treffsicherheit auf, was die Minensuche angeht. Gegenüber dem Spürhund hat sie den Vorteil, dass sie schneller lernt, weniger Futter benötigt und mehr Tiere mit weit weniger Aufwand in die abzusuchenden Gebiete zu bringen sind. Auch lösen die Hamsterratten durch ihr geringes Körpergewicht kaum Minen aus.

Tuberkulose-Schnellerkennung

Seit 2007 werden die Ratten neben dem Sprengstoff auch auf den Geruch von Tuberkulose (TBC) trainiert<ref name="sgt">Sybille Möckl: Schnüffelprofis gegen Tuberkulose. In: Focus. 23. Mai 2013, abgerufen am 27. Januar 2014.</ref> und seit Mitte 2008 zur Kontrolldiagnose in TBC-Programmen eingesetzt<ref name="des"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tuberkulose-Erkennung / Dar es Salaam (Memento vom 23. Januar 2014 im Internet Archive). Auf apopo.org, abgerufen am 27. Januar 2014</ref>. Die Ratten sind zwar nicht so perfekt wie etwa ein Pathologe mit einem modernen Mikroskop, jedoch erzielen sie weitaus bessere Resultate, als viele Kliniken im ländlichen Afrika erreichen.<ref name="sgt" /> Eine TBC-Spürratte kann 40 Proben in nur 7 Minuten überprüfen, eine Arbeit, für die ein ausgebildeter Labortechniker einen ganzen Tag benötigt.<ref name="sgt" /><ref name="des" /> Die Erforschung wurde von der Weltbank mit 165.000 Dollar unterstützt.<ref name="dpp" />

Weblinks

Commons: APOPO – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />