Rush Limbaugh
Rush Hudson Limbaugh III ([<templatestyles src="IPA/styles.css" />]; * 12. Januar 1951 in Cape Girardeau, Missouri; † 17. Februar 2021 in Palm Beach, Florida) war ein rechtskonservativer US-amerikanischer Radiomoderator, Entertainer und Moderator der The Rush Limbaugh Show. Seine Sendung wurde seit August 1988 landesweit ausgestrahlt; 2005 hatte sie nach einer Arbitron-Umfrage zwischen 14 und 20 Millionen Zuhörer pro Woche. Innerhalb des Segments Talk radio war damit seine Zuhörerschaft die größte in den USA. Limbaugh galt neben Sean Hannity als einer der einflussreichsten Vertreter der New Right in den Massenmedien.
Der als erzkonservativ eingeschätzte Limbaugh war ein großer Unterstützer des US-Präsidenten Donald Trump und galt als eine der einflussreichsten Medienpersönlichkeiten der US-Geschichte.<ref>US-Moderator Rush Limbaugh ist tot. In: Die Zeit, 17. Februar 2021. Abgerufen am 17. Februar 2021.</ref> Er hatte ein wöchentliches Publikum von ca. 15 Mio. Zuhörern und hatte großen Einfluss auf die republikanische Partei. Er war bekannt dafür, rechtskonservative Positionen zu vertreten, Verschwörungstheorien zu verbreiten und Kritik an Liberalen, Demokraten, Feministen und Umweltaktivisten zu üben.<ref>Rechtskonservativer US-Radio-Moderator. Rush Limbaugh ist tot . In: Spiegel Online, 17. Februar 2021. Abgerufen am 17. Februar 2021.</ref> Er galt als polarisierende und spaltende Persönlichkeit, der unter anderem Sexismus und Rassismus vorgeworfen wurden, und war Anhänger der rassistischen Birther-Bewegung.<ref>Rechter Radiomoderator Rush Limbaugh ist tot. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Februar 2021. Abgerufen am 17. Februar 2021.</ref> Aufgrund seiner Äußerungen zu Rassismus, LGBTQ-Angelegenheiten und Feminismus und weiteren Themen war er stark umstritten, zudem leugnete er den Klimawandel.
Leben
Familie
Rush Limbaugh wurde in Cape Girardeau, Missouri, als Sohn von Mildred „Millie“ Carolyn (geb. Armstrong), und Rush Hudson Limbaugh jr. geboren. Sein Vater war Rechtsanwalt und Kampfflieger im Zweiten Weltkrieg, der im Gebiet China-Burma-Indien diente. Der Vorname „Rush“ erinnert an den Geburtsnamen des Familienmitglieds Edna Rush.<ref name="Colford">Paul D. Colford: The Rush Limbaugh story: talent on loan from God: an unauthorized biography. St. Martin’s Press, New York 1993, ISBN 0-312-09906-1.</ref> In seiner Familie gibt es etliche Juristen, neben seinem Vater auch sein Großvater und sein Bruder David. Sein Onkel Stephen N. Limbaugh sr. ist ein von Ronald Reagan ernannter Bundesrichter an einem Bezirksgericht in Missouri, und sein Cousin Stephen N. Limbaugh jr. ist Richter am Obersten Gerichtshof von Missouri. Großvater Rush Limbaugh sr. war in Missouri Staatsanwalt, Richter, Sonderbevollmächtigter und von 1930 bis 1932 Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Missouri.<ref>The loudest limb on the family tree, radio's Rush Limbaugh is the 'big mouth'; branch of a solid old Cape Girardeau family. In: St. Louis Post-Dispatch. 27. September 1992.</ref> Limbaughs Großvater war hoch angesehen als einer der „Patriarchen“ der Gesellschaft von Cape Girardeau und langjähriger Vorsitzender der Historischen Gesellschaft von Missouri. Als Rush sr. im Alter von 104 Jahren starb, war er noch immer als Anwalt tätig. Das Gebäude des Bundesgerichts in Cape Girardeau ist nach ihm benannt.
Limbaugh war seit 2010 in vierter Ehe mit der Eventmanagerin Kathryn Rogers verheiratet. Er hatte keine Kinder. Am 3. Februar 2020 informierte er die Öffentlichkeit über seine fortgeschrittene Lungenkrebserkrankung.<ref>Brian Stelter: Rush Limbaugh says he has been diagnosed with advanced lung cancer. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref>
Frühe Jahre
Limbaugh begann seine Radiokarriere als Jugendlicher 1967<ref>Rush Limbaugh Gives Sean a Rare Interview. Fox News Channel, 19. Oktober 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. Dezember 2012; abgerufen am 10. September 2014.</ref> in seiner Heimatstadt Cape Girardeau unter dem Namen Rusty Sharpe.<ref name="Colford" /> Er schloss die Cape Central High School 1969 ab. Auf Wunsch seiner Eltern schrieb er sich an der Southeast Missouri State University ein. Nach zwei Semestern brach er sein Studium ab; seine Mutter sagte, „he flunked everything“ (er fiel bei allem durch), sogar eine Veranstaltung zum modernen Tanz.<ref name="Colford" /> Wie er 1992 einem Reporter sagte, „schien er an nichts anderem als Radio interessiert zu sein“.<ref>Rush is Always Right. USA Weekend, Nr. 24, 26. Januar 1992, S. 7.</ref>
Anschließend moderierte er Musikprogramme bei wechselnden Radiostationen unter dem Pseudonym Jeff Christie. 1979 begann er für einige Jahre für das Baseball-Team der Kansas City Royals zu arbeiten.
Beginn der Radiokarriere
1984 begann Limbaugh als regelmäßiger Talkshow-Host beim Mittelwellensender KFBK in Sacramento, Kalifornien. Davor hatte er bei einer Reihe kleiner Sender hauptsächlich Musiksendungen moderiert. Die Show war auch ein Grund, dass Mittelwellensender sich zu einem Nachrichten- und Gesprächsmedium wandelten, als in den 1970er-Jahren die Zahl der Zuhörer sank. Der Aufstieg von Rush Limbaugh und seiner rechtskonservativen Show fiel zudem zusammen mit einer Gesetzesänderung im US-Medienrecht. Bis 1987 waren US-amerikanische Radiosender verpflichtet, eine ausgeglichene politische Berichterstattung zu bieten. Die „Fairness Doctrine“, eine Vorschrift von 1949, wurde unter Präsident Reagan 1987 abgeschafft. Bis dahin musste, wenn in einem Medium ein konservativer Standpunkt vertreten wurde, eine progressive bzw. liberale Haltung dagegen gestellt werden (und umgekehrt). Auch vorher gab es daher konservative Talkformate, jedoch war es bis dahin nicht möglich gewesen, einem ideologisch komplett einseitigen Programm mit einer homogenen Zielgruppe soviel Raum zu geben.
Kritiker beklagen seither oft die mangelnde Balance zwischen rechtskonservativen und linken bzw. liberalen Standpunkten in den meisten Talkshows im US-Radio, namentlich bei Limbaugh. Limbaugh entgegnete darauf, dass Zeitungen und Fernsehen (mit Ausnahme von Fox News) seiner Auffassung nach linke bzw. „liberale“ Positionen massiv bevorzugten, die aber nicht der Meinung der Bevölkerung entsprächen, weshalb er mit seiner Sendung ein Gegengewicht darstelle und nicht etwa rechts stehe, sondern für die Mehrheit spreche. Er war dabei einer der ersten, die „liberal“ konsequent als Schimpfwort benutzten, ähnlich wie später Glenn Beck, Sean Hannity und andere. Wurden ihm Falschaussagen und Tatsachenverdrehungen nachgewiesen, so behauptete Limbaugh meist, eben kein neutraler Reporter zu sein, sondern bezeichnete sich als Unterhalter (Entertainer), der nicht beanspruche, Fakten wiederzugeben. Nach Angaben der Medienforscherin Allison Schafer von der American University in Washington, D.C. bestand die Zielgruppe von Limbaugh dabei aus Zuhörern, die mehrheitlich männlich, weiß, konservativ, gering gebildet und bereits recht alt sind.
Aufsehen erregte im Oktober 2003 seine Oxycontin-Sucht. In Deutschland wird der Wirkstoff Oxycodon als Schmerzmittel unter dem Handelsnamen Oxygesic verkauft und fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Ähnlich ist die Rechtslage in den USA. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen Limbaugh wegen des Verdachtes, sich bei mehreren Ärzten Verschreibungen für das Schmerzmittel erschlichen zu haben, was dieser aber abstritt. Im April 2006 wurde das Verfahren nach einem Vergleich unter der Bedingung eingestellt, dass Limbaugh die entstandenen Kosten der Ermittlungen von US$ 30.000 bezahlen und sich von einem Arzt wegen seiner Sucht behandeln lassen musste. Vor der Enthüllung seiner eigenen Sucht hatte Limbaugh in seiner Sendung regelmäßig Drogenabhängige moralisch verdammt und hohe Gefängnisstrafen für Drogensüchtige gefordert.<ref>Rush Limbaugh Arrested On Drug Charges. In: C. B. S. News. 28. April 2006.</ref>
The Rush Limbaugh Show
Zunächst in einem lokalen Sender produziert, avancierte die Rush Limbaugh Show zu einer der meistgehörten Talkshows im US-Radio. Verbreitet wurde sie vom Programmvermarkter des größten Radiokonzernes des Landes, Premiere Radio Networks.
1988 verließ Limbaugh mit seiner Show KFBK Sacramento und ging zum US-weit operierenden ABC Radio Network, was seine Bekanntheit noch deutlich erhöhte<ref>Rush Limbaugh. Abgerufen am 3. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. "The Rush Limbaugh Show" wurde zu einem der ersten landesweit ausgestrahlten Programme seiner Art. Seine Show mit einem strikt einseitigen konservativen Tenor fand Dutzende Nachahmer in den USA. Zusätzlich wurden 1996 durch eine Änderung im Telekommunikationsgesetz die Besitzbeschränkungen für Radio- und Fernsehsender weitgehend aufgehoben, was große Konzerne begünstigte, bei denen Rush Limbaugh, Sean Hannity und andere unter Vertrag sind.<ref>Deutsche Welle (www.dw.com): Mehr als Fox News: Rechte Meinungsmache im amerikanischen Radio | Amerika – Die aktuellsten Nachrichten und Informationen | DW | 10.09.2015. Abgerufen am 3. August 2017.</ref>
Anfang Juli 2008 wurde bekannt, dass Limbaugh den Arbeitsvertrag mit seinem Arbeitgeber, dem Unternehmen Premiere Radio Networks, das zum größten US-Medienkonglomerat iHeart Media gehört, bis 2016 verlängert hatte und dafür insgesamt mehr als 400.000.000 Dollar erhält. Nach den 12-Uhr-Nachrichten redet Limbaugh drei Stunden lang „vornehmlich über Politik, über die Welt, das Leben, gerne über sich selbst“.<ref>Rush Limbaugh. 400 Millionen Dollar für den Radiomann. In: FAZ. 11. Juli 2008.</ref>
Tod
Limbaugh machte im Februar 2020 öffentlich, dass er an fortgeschrittenem Lungenkrebs litt. Daraufhin erhielt er einen Tag später vom US-Präsidenten Trump – und entgegen den üblichen Gepflogenheiten bei der Verleihung – die Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung der USA. Am 17. Februar 2021 starb Limbaugh an den Folgen seiner Lungenkrebserkrankung.<ref name="WaPo Nachruf" />
Limbaugh war Zigarrenliebhaber und setzte sich lange Zeit für den Tabakkonsum ein.<ref name="WaPo Nachruf" /> Nach eigenen Angaben begann er zudem als Teenager mit dem Zigarettenrauchen, gab dies aber Anfang der 1980er Jahre wieder auf. Im Jahr 2015 stellte er den Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebs in Frage.<ref>Jacey Fortin: Rush Limbaugh Reveals He Has Advanced Lung Cancer. In: The New York Times, 3. Februar 2020. Abgerufen am 17. Februar 2021.</ref>
Ansichten
In seinem ersten Buch The Way Things Ought To Be bekannte sich Limbaugh dazu, ein Konservativer zu sein, und kritisierte das Verhalten anderer TV- und Radio-Moderatoren, jede politische Voreingenommenheit abzustreiten und zu behaupten, objektiv zu sein. Limbaugh war ein entschiedener Kritiker von Mitgliedern des moderaten, „linken“ Flügels innerhalb der Republikanischen Partei, wobei er diese für den Wahlsieg Barack Obamas bei den Präsidentschaftswahlen 2008 verantwortlich machte, und sie dazu aufforderte, die Republikanische Partei zu verlassen.<ref>Wednesday Quotes: Your Conservative Rock. RushLimbaugh.com, 5. November 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. Juli 2011; abgerufen am 7. September 2014.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref>Unconscionable: McCain Staffers Attempting to Destroy Sarah Palin. RushLimbaugh.com, 6. November 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. August 2011; abgerufen am 7. September 2014.</ref>
Im Zuge der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2012 profilierte sich Limbaugh als die neben Glenn Beck wohl prominenteste Stimme der rechten Tea-Party-Bewegung.
Die Washington Post schrieb in einem Nachruf, dass Limbaugh „mit komödiantischem Bombast und unerbittlichem Bashing von Liberalen, Feministinnen und Umweltschützern zum populärsten Radio-Talkshow-Moderator der Nation“ wurde und die Republikanische Partei zu einer „Politik der Wut und Blockade“ geführt habe.<ref name="WaPo Nachruf">Rush Limbaugh, conservative radio provocateur and cultural phenomenon, dies at 70. In: The Washington Post, 17. Februar 2021. Abgerufen am 17. Februar 2021.</ref>
Außenpolitik
Gemäß seinen neokonservativen Ansichten befürwortete Limbaugh eine interventionistische Außenpolitik,<ref>Pacifist kooks as dangerous as Al Qaeda. Rushlimbaugh.com, 26. Januar 2007, abgerufen am 10. September 2014.</ref> forderte eine möglichst umfangreiche Unterstützung der USA für Israel und kritisierte die seiner Ansicht nach zu antiisraelische Politik der Demokratischen Partei und der Obama-Regierung.<ref>Everything in the Israeli-Hamas Conflict is Ass Backwards! Rushlimbaugh.com, 25. Juli 2014, abgerufen am 10. September 2014.</ref> Er war ein Befürworter sämtlicher unter der Regierung George W. Bushs begonnenen Kriegseinsätze einschließlich des zweiten Irakkriegs.<ref name="nytsellsletter">Stephanie Stro: Limbaugh Sells Critical Letter for $2.1 Million. In: NY Times. 20. Oktober 2007, abgerufen am 6. September 2014.</ref>
Drogenpolitik
Limbaugh kritisierte die seiner Ansicht nach zu lasche Gesetzgebung und Strafverfolgung in den USA gegenüber Drogenkriminalität.<ref name="FAIRDrugs">FAIR. FAIR, abgerufen am 3. März 2012.</ref> Er vertrat die Ansicht, dass die Strafverfolgung von Drogendelikten besonders gegenüber weißen US-Amerikanern zu lax sei.<ref name="FAIRDrugs" /> Limbaughs Aussagen zu Drogenkonsum wurden von zahlreichen Medien hervorgehoben, nachdem er 2003 selbst in einer Drogenrehabilitationseinrichtung war.<ref>Baker, Bob: Limbaugh Returns to Air After Stay in Drug Rehab. 18. November 2003, abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Feminismus
Limbaugh war ein entschiedener Kritiker des Feminismus. Er machte den Begriff „Feminazi“ populär,<ref name="TheWayp191">Rush H. Limbaugh: The Way Things Ought to Be. Pocket Books, 1992 S. 191.</ref> dessen Kreation er dem Wirtschaftswissenschaftler Tom Hazlett zuschrieb und den er als Bezeichnung für besonders intolerante und auf die Entkriminalisierung von Abtreibungen fokussierte Feministen verwendete:
„Ich bevorzuge es, die widerwärtigsten unter den Feministen als das zu bezeichnen, was sie wirklich sind: Feminazis. Tom Hazlett, ein guter Freund von mir und ein geachteter und hochangesehener Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of California at Davis, prägte diesen Begriff zur Bezeichnung von Frauen, die intolerant gegenüber jedweder Ansicht sind, die militanten Feminismus infrage stellt. Ich gebrauche ihn häufig als eine Bezeichnung für Frauen, die davon besessen sind, einen modernen Holocaust fortbestehen zu lassen: Abtreibung.“
Limbaugh lehnte das Konzept der Einwilligung (consent) in sexuellen Beziehungen ab.<ref>Chris Sommerfeldt: Rush Limbaugh suggests 'the left' is too uptight about sex having to be consensual: 'here come the rape police'. In: nydailynews.com. 13. Oktober 2016, abgerufen am 31. Oktober 2023 (Paywall).</ref>
Umwelt und Klimawandel
Limbaugh war seit ca. Ende der 1980er Jahre unter konservativen Radiomoderatoren die treibende Figur im Kampf gegen den Umweltschutz und war bekannt dafür, „Umweltspinner“ (“environmental wackos”) und vor allem Al Gore zu verunglimpfen. Dem allgemeinen Trend im konservativen Spektrum der US-Politik folgend machte er dabei den Klimawandel zu seinem Lieblingsziel.<ref>Riley E. Dunlap, Aaron M. McCright: Climate change denial: Sources, actors and strategies. In: Constance Lever-Tracy (Hrsg.): The Routledge Handbook of Climate Change and Society. Routledge 2010, 240–259, S. 249.</ref>
Limbaugh war bekennender Klimaleugner. Er lehnte den wissenschaftlichen Konsens über den menschengemachten Klimawandel und den Zusammenhang zwischen FCKW und dem Abbau der Ozonschicht ab. Er sagte, dass Klimawissenschaft „nur ein Haufen Wissenschaftler ist, die sich um eine politische Aussage herum organisiert haben.“<ref>PolitiFact – Scientists’ response to Rush Limbaugh’s climate denial: ‘utter nonsense’. In: @politifact. Abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In seiner Funktion als Talkshowhost spielte er zusammen mit weiteren Medien eine Schlüsselrolle bei der Leugnung des Klimawandels.<ref name="Countermovement 316f">Riley Dunlap, Aaron M. McCright: Challenging Climate Change. The Denial Countermovement. In: Riley Dunlap, Robert J. Brulle (Hrsg.): Climate Change and Society. Sociological Perspectives. Report of the American Sociological Association’s Task Force on Sociology and Global Climate Change. Oxford University Press, 2015, 300–332, S. 316.</ref>
Im März 2011 spottete Limbaugh im Zusammenhang mit der japanischen Tsunami-Katastrophe über das in einem Auffanglager für obdachlos gewordene Überschwemmungsopfer praktizierte Abfalltrennungssystem. Dabei mokierte er sich über die seiner Ansicht nach hier vorliegende Ironie des Schicksals, dass die Natur ausgerechnet diejenigen heimgesucht hätte, die sich mit ihrem Abfalltrennverhalten für deren Schutz engagiert hätten.<ref>Rush Limbaugh Mocks Japan Quake Refugees. In: The Huffington Post. 16. März 2011, abgerufen am 22. Juni 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
LGBTQ
Limbaugh bediente sich immer wieder einer Anti-LGBTQ-Rhetorik. Er sah homosexuelle Sexualpraktiken als unhygienisch an, traf besonders in den 1990er Jahren diskriminierende Aussagen über HIV/AIDS-Opfer und nannte das Virus „Rock Hudsons Krankheit“ sowie „das einzige staatlich geschützte Virus“.<ref>The Way Things Ought to Be, by... 26. September 1993, abgerufen am 31. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Limbaugh behauptete 2007, dass das Virus sich nicht „auf die heterosexuelle Gemeinschaft ausbreitete“ und verteidigte gleichzeitig die Reaktion des damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan auf die HIV/AIDS-Epidemie in den 1980ern.<ref>Natalie Hope McDonald: "Limbaugh Rants About AIDS – Again". In: phillymag.com. Metro Corp. 20. Januar 2011. Aufgerufen am 17. Januar 2021.</ref> Er verbreitete zudem Verschwörungstheorien bezüglich der LGBTQ-Community der USA – etwa als er behauptete, die Obama-Administration wolle lesbische Farmerinnen in den ländlichen Gebieten der USA ansiedeln, damit diese die dortige Vorherrschaft der Republikaner brechen.<ref>Julie Moreau: Why Is Rush Limbaugh So Afraid of Lesbian Farmers? In: nbcnews.com. 27. August 2016, abgerufen am 31. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mehrmals wurde Limbaugh vorgeworfen, seine homofeindliche Rhetorik habe die Beziehungen zwischen homosexuellen Jugendlichen, die in den 1990er und 2000er Jahren aufwuchsen, und ihren Eltern nachhaltig beschädigt und das Coming Out vieler Jugendlicher erheblich erschwert.<ref>Hans Johnson: My dad listened to Rush Limbaugh attack gay people like me, and echoed his contempt. In: USA Today. Abgerufen am 31. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Nathan McDermott: The parents who listened to Rush Limbaugh — and the gay children they didn’t know they had. In: The Independent. 19. Februar 2021, abgerufen am 31. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Limbaugh sprach sich für konservative Werte in Hinblick auf Ehe und Familie aus. Er war ein Gegner der Ehe für Alle.<ref>Jack Mirkinson, Rebecca Shapiro: Rush Limbaugh: Obama Leading 'A War On Traditional Marriage'. In: Huffington Post. 5. Oktober 2012, abgerufen am 7. September 2014.</ref> Dass der in vierter Ehe verheiratete Limbaugh in der Diskussion um die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in den Vereinigten Staaten Präsident Obama vorwarf, mit seiner Befürwortung der gleichgeschlechtlichen Ehe einen „Krieg gegen die traditionelle Ehe“ zu führen, resultierte in scharfer Kritik an Limbaughs Doppelmoral.<ref>Glenn Greenwald: Congrats to Rush Limbaugh on his fourth traditional marriage. In: salon.com. 6. Juni 2010, abgerufen am 31. Oktober 2023.</ref><ref>Jason Easley: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rush Limbaugh Has Destroyed More Marriages than Obama’s Gay Marriage Support. ( vom 12. Mai 2012 im Internet Archive) In: politicususa.com. 9. Mai 2012, abgerufen am 31. Oktober 2023.</ref>
Barack Obama
2007 bezeichnete er den damaligen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama als „magischen Neger“ („Magic Negro“), und sah Obama als Teil einer von ACORN angestachelten Verschwörung, die das Ziel verfolge, schwarzen Jugendlichen beizubringen, Amerika zu hassen.<ref>John K. Wilson: The Most Dangerous Man in America: Rush Limbaugh’s Assault on Reason. Thomas Dunne Books, New York 2011, ISBN 978-0-312-61214-6, S. 108.</ref><ref name="SPLCbigot">Limbaugh’s Attack on Student is Only the Latest in Hate Talk. In: Intelligence Report. 146, Sommer 2012. Hrsg. vom Southern Poverty Law Center, abgerufen am 19. Oktober 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Limbaugh setzte sich während der US-Präsidentschaftswahl 2008 stark gegen Barack Obama ein und verbreitete falsche Behauptungen, Obama sei nicht in den Vereinigten Staaten geboren worden.<ref>Anti-Barack Obama 'birther movement' gathers steam. 28. Juli 2009, abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er beschuldigte Obama, seine Hautfarbe zu benutzen, um Kritik an seiner Politik zu verhindern, und sagte, er sei in seinem ersten Amtsjahr nur deshalb erfolgreich gewesen, weil konservative Mitglieder des 111. Kongresses Rassismusvorwürfe fürchteten.<ref>Ed Mazza: Rush Limbaugh: Obama 'Got Everything He Wanted' Because He's Black. 21. Februar 2017, abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Limbaugh war der Meinung, Obamas Außenpolitik, einschließlich des Abzugs der US-Truppen aus dem Irak, ermöglichte den Aufstieg des Islamischen Staates im Irak und der Levante.<ref>Trump Just Won’t Stop Telling the Truth: Obama and Hillary Co-Founded ISIS. Abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er behauptete auch, dass der Bengasi-Anschlag 2012 von Obama und Hillary Clinton autorisiert wurde und spekulierte, dass die E-Mail-Affäre des 2016 Democratic National Committee Beweise dafür offenbaren würde.<ref>Did Hillary Run Guns Out of Benghazi? Abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Während der westafrikanischen Ebolafieber-Epidemie machte Limbaugh 2014 Obama für die Ausbreitung der Krankheit in den Vereinigten Staaten verantwortlich und behauptete, er hätte Flugreisen nach Westafrika stoppen sollen.<ref>Alexandrea Boguhn: Conservative Media Advocate Travel Bans From Ebola-Stricken Countries, Against Experts' Advice. Abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Donald Trump
Limbaugh unterstützte die Kandidatur und die Präsidentschaft von Donald Trump konsequent. Nach der Wahl wurde er Unterstützer von Deep-State-Verschwörungstheorien und behauptete, dass die Vereinigten Staaten in einen „Kalten Krieg“ eingetreten seien, in dem die Demokratische Partei versuche, die Wahlergebnisse unrechtmäßig zu kippen, und dass es Teil eines Trends der Demokraten sei, Wahlen anzufechten und schließlich freie Wahlen in den Vereinigten Staaten ganz zu beseitigen.<ref>Evidence of the Left’s March Toward Ending Elections. Abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Limbaugh wies die Kontroversen über die Verbindungen zwischen Trump-Mitarbeitern und russischen Beamten durchgehend von der Hand. Er behauptete, dass die FBI-Ermittlungen gegen Michael Flynn und Paul Manafort sowie die anschließende Ermittlung des Sonderberaters Robert Mueller von Barack Obama und der Demokratischen Partei inszeniert wurden, um die Legitimität von Trumps Präsidentschaft zu untergraben.<ref>Barack Obama and His Deep State Operatives Are Attempting to Sabotage the Duly Elected President of the United States. Abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
COVID-19
Zur COVID-19-Pandemie behauptete Limbaugh im Februar 2020, dass das Virus nichts weiter als eine gewöhnliche Erkältung sei und instrumentalisiert werde, um Trump zu stürzen.<ref>Bill McCarthy: Fact-checking Rush Limbaugh’s misleading claim that the new coronavirus is “the common cold”. In: PolitiFact. 27. Februar 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. April 2020; abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die US-Gesundheitsbehörde widersprach und gab an, dass „das Virus, das COVID-19 verursacht, nicht dasselbe ist wie die Coronaviren, die üblicherweise unter Menschen zirkulieren und leichte Krankheiten wie die gewöhnliche Erkältung verursachen.“<ref>Frequently Asked Questions. In: CDC. 7. April 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. April 2020; abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Limbaughs Aussage wurde als „höchst unverantwortlich“ bezeichnet.<ref>Allyson Chiu: Rush Limbaugh on coronavirus: ‘The common cold’ that’s being ‘weaponized’ against Trump. In: The Washington Post. 25. Februar 2020, abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Kritik und Kontroversen
Limbaughs Äußerungen waren oft stark umstritten. So äußerte er sich z. B. zu dem Folterskandal in Abu Ghuraib dahingehend, dass die Behandlung der Iraker durch US-Soldaten auch nicht schlimmer gewesen sei als ein Initiationsritus bei der Studentenverbindung Skulls and Bones. Indem man gegen die amerikanischen Täter vorgehe, würde man Menschen bestrafen und ihr Leben ruinieren, bloß „weil sie sich amüsiert haben“.<ref>Susan Sontag: Regarding the Torture of Others. In: nytimes.com. 23. Mai 2004, abgerufen am 19. Oktober 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
2010 forderte er, man solle Julian Assange, den Gründer von Wikileaks, lynchen.<ref>Michael Seemann: Transparenz: Wikileaks ist das Napster der Regierenden. In: Zeit Online. 13. Dezember 2010, abgerufen am 23. Mai 2017.</ref> Am 14. Oktober 2011 kritisierte er, dass die US-Regierung unter Barack Obama Mittel zur Bekämpfung der terroristischen Lord’s Resistance Army (LRA) in Afrika bereitstellte. Er erklärte in seiner Radioshow: „Lord’s Resistance Army sind Christen. Sie bekämpfen die Muslime im Sudan. Und Obama schickt Truppen, um sie vom Schlachtfeld zu entfernen, was bedeutet, sie zu töten […] So, das ist ein neuer Krieg: Hunderte von Soldaten, um Christen im Sudan und Uganda auszulöschen.“<ref name="rush1">Rush Limbaugh: Obama Invades Uganda, Targets Christians. In: Rush Limbaugh Show. 14. Oktober 2011, abgerufen am 19. Oktober 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Später in der gleichen Show, nach einer Pause, ruderte Limbaugh allerdings zurück und sagte: „Stimmt das? Der LRA wird wirklich schlimmes Zeugs vorgeworfen? Kidnappen von Kindern, Folter, Mord, so ein Zeug? Nun, wir haben das erst heute rausgefunden. Wir werden natürlich sorgfältige Recherche betreiben. Nichtsdestoweniger haben wir hunderte Soldaten dorthin geschickt, um diese Jungs zu bekämpfen […] und sie sagen von sich, Christen zu sein.“<ref name="rush2">Blake Hounshell: Rush Limbaugh on Lord’s Resistance Army: Obama Invades Uganda, Targets Christians. In: Foreign Policy-Blog. 15. Oktober 2011, abgerufen am 19. Oktober 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Limbaughs Äußerungen über Schwarze standen häufig in der Kritik und werden von vielen Beobachtern als rassistisch eingeschätzt.<ref>Nassira Nicola: Black face, white voice: Rush Limbaugh and the „message“ of race. In: Journal of Language and Politics. Band 9, Nr. 2, 2010, S. 281–309. doi:10.1075/jlp.9.2.06nic.</ref><ref name="Wilson19" /><ref>David Roediger: White Looks: Hairy Apes, True Stories and Limbaugh’s Laughs. In: Minnesota Review. Band 47, Nr. 1, 1996, S. 37–47.</ref> Darüber hinaus vertrat er in seiner Radioshow die Ansicht, dass die Phantombilder einiger gesuchter Verbrecher dem Bild des schwarzen Politikers und Bürgerrechtlers Jesse Jackson ähnelten, und verglich die schwarzen Spieler der National Football League mit den Bloods und Crips, bloß ohne Waffen.<ref name="SPLCbigot" /><ref>John K. Wilson: The Most Dangerous Man in America: Rush Limbaugh’s Assault on Reason. Thomas Dunne Books, New York 2011, ISBN 978-0-312-61214-6, S. 16.</ref> Einem schwarzen Anrufer sagte Limbaugh, der Anrufer solle sich gefälligst erst den „Knochen aus der Nase“ nehmen und dann noch mal anrufen.<ref name="Wilson19">John K. Wilson: The Most Dangerous Man in America: Rush Limbaugh’s Assault on Reason. Thomas Dunne Books, New York 2011, ISBN 978-0-312-61214-6, S. 19.</ref>
Anfang 2012 kritisierte er Sandra Fluke, eine Studentin an der katholischen Georgetown University, weil sie bei einer Anhörung der demokratischen Kongressabgeordneten ausgesagt hatte. Bei dieser Anhörung, bei der es um die Erstattung von Verhütungsmitteln für Frauen durch Krankenkassen ging, hatte Fluke gefordert, Frauen aus armen Bevölkerungsschichten, die sich keine Kondome leisten könnten, staatlich zu unterstützen. Limbaugh, der als Anhänger der Lebensrechtsbewegung („pro-life“) Empfängnisverhütung grundsätzlich ablehnte, warf Fluke daraufhin vor, sie wolle demnach, dass Frauen vom Staat Geld bekommen sollten, um Sex zu haben. Unter anderem bezeichnete er sie dabei als „Prostituierte“, „Schlampe“ und „Feminazi“ und mutmaßte, sie habe so viel Sex, dass sie kaum noch laufen könne. Schließlich forderte er sie auf, Pornovideos von sich ins Internet zu stellen.<ref>Limbaugh Launched 46 Personal Attacks On Fluke; He Apologized For Two Words. In: Media Matters for America. 5. März 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juni 2012; abgerufen am 19. Oktober 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Eine Reihe von Anzeigenkunden stornierte daraufhin ihre Aufträge.<ref>Jack Mirkinson: Rush Limbaugh Advertisers Pull Commercials In Wake Of Sandra Fluke “Slut” Firestorm. In: The Huffington Post. 2. März 2012, abgerufen am 19. Oktober 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Limbaugh entschuldigte sich später für seine Wortwahl.<ref>Rush Limbaugh: A Statement from Rush. In: rushlimbaugh.com. 3. März 2012, abgerufen am 19. Oktober 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Fluke, mit der sich auch Präsident Barack Obama solidarisch erklärt hatte,<ref>Lucy Madison: Obama calls Sandra Fluke to offer support over Limbaugh comments. In: CBS News. 2. März 2012, abgerufen am 19. Oktober 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> nahm diese Entschuldigung nicht an.<ref>Matt Negrin: Sandra Fluke Says Rush Limbaugh’s Apology Doesn’t Change Anything. In: ABC News. 5. März 2012, abgerufen am 19. Oktober 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Einige Wochen vor den Präsidentschaftswahlen 2012 erklärte Limbaugh in seiner Sendung, es sei sicher, dass der Republikaner Mitt Romney einen Erdrutschsieg über Obama erringen werde: Die Umfragen, die anderes vorhersagten, seien entweder schlecht gemacht – da zu wenig traditionell republikanisch gesinnte Wähler befragt worden seien – oder schlicht von den liberalen Medien gefälscht worden.<ref>Analysis That Hasn’t Missed Since 1980 Predicts Romney Will Win Big. (Video; 14:08 Minuten) In: YouTube. 24. August 2012, abgerufen am 17. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Zum Anschlag auf den Boston-Marathon erklärte Limbaugh: „Ich glaube man sollte nicht verwerfen, dass wir in diesem Land in einem wirtschaftlichen Desaster sind. Es gibt Leute, die einfach nicht mehr weiter wissen. Sie finden keine Arbeit, keinen Job, keinerlei Hoffnung. Das führt zu allerlei Ärger und Chaos.“<ref>Arndt Peltner: Rush Limbaugh – If You’re going to San Francisco: Amerika steht Kopf. In: blog.nz-online.de. 16. April 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 22. Juni 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Gemeinnütziges Engagement
Engagement gegen Leukämie und Lymphdrüsenkrebs
Seit 1990 veranstaltete Limbaugh den jährlichen Spenden-Telethon EIB Cure-a-Thon<ref>EIB Cure-a-Thon. In: Rush Limbaugh. RushLimbaugh.com, abgerufen am 4. August 2006.</ref> zum Wohle der Leukemia & Lymphoma Society – einer gemeinnützigen Organisation, die sich der Erforschung von Leukämie und Lymphdrüsenkrebs sowie der Betreuung der Erkrankten und ihrer Angehörigen widmet.<ref>Leukemia and Lymphoma Society. In: 501(c). Leukemia and Lymphoma Society, abgerufen am 9. September 2014.</ref> Darüber hinaus spendete Limbaugh der Society weitere Summen aus seinem Privatvermögen in der Höhe von 250.000-Dollar jährlich in den Jahren 2003 bis 2006.<ref>Rush Limbaugh Show. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Transcript ( vom 13. Oktober 2007 im Internet Archive). 28. April 2005.</ref><ref>NewsMax Media. Rush Limbaugh Donates $250K for Cancer Cure 29. April 2006.</ref> Im Jahr 2007 spendete Limbaugh der Leukemia & Lymphoma Society 320 000 US-Dollar,<ref>Rush Limbaugh Donates $320,000 to Kick Off 2007 Leukemia & Lymphoma Society Cure-A-Thon. In: Rush Limbaugh. RushLimbaugh.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Juli 2011; abgerufen am 9. September 2014. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> eine Summe, die er im darauffolgenden Jahr auf 400 000 US-Dollar erhöhte.<ref>Rush Donates $400,000 to Kick Off Annual Blood Cancer Cure-A-Thon. In: Rush Limbaugh. RushLimbaugh.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Juni 2011; abgerufen am 18. April 2008. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Engagement für Kinder verstorbener US-Marines und Polizeibeamter
Limbaugh engagierte sich für die Marine Corps–Law Enforcement Foundation, die Kinder von Marines-Soldaten und Polizeibeamten unterstützt, die bei ihrem Einsatz ums Leben kamen.<ref>Marine Corps-Law Enforcement Foundation Marine Corps-Law Enforcement charity article. (Registration required) RushLimbaugh.com, abgerufen am 9. September 2014.</ref>
Presidential Medal of Freedom
Der US-Präsident Donald Trump verlieh Limbaugh während der traditionellen Rede zur Lage der Nation am 4. Februar 2020 die Presidential Medal of Freedom. Die Auszeichnung nahm Melania Trump während der Rede im Plenarsaal des US-Repräsentantenhauses vor.<ref name=":0">Sebastian Hesse: Rede zur Lage der Nation – Trump in Reinkultur. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref><ref name=":1">Cydney Henderson: SOTU: Rush Limbaugh awarded the Presidential Medal of Freedom by president, Melania Trump. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref>
Auszeichnungen
- Marconi Radio Award der National Association of Broadcasters in der Kategorie Persönlichkeit des Jahres (1992)
- Aufnahme in die National Radio Hall of Fame (1993)
- Marconi Radio Award der National Association of Broadcasters in der Kategorie Persönlichkeit des Jahres (1995)
- Aufnahme in die NAB Broadcasting Hall of Fame (1998)
- Marconi Radio Award der National Association of Broadcasters in der Kategorie Persönlichkeit des Jahres (2000)
- Marconi Radio Award der National Association of Broadcasters in der Kategorie Persönlichkeit des Jahres (2005)
- Marconi Radio Award der National Association of Broadcasters in der Kategorie Persönlichkeit des Jahres (2014)
- Children’s Choice Book Award des Children’s Book Council in der Kategorie Autor des Jahres für Rush Revere and the Brave Pilgrims: Time-Travel Adventures With Exceptional Americans (2014)<ref>Annalisa Quinn: Book News: Rush Limbaugh Wins Children's Book 'Author Of The Year' Award. In: National Public Radio. 15. Mai 2014, abgerufen am 17. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Presidential Medal of Freedom durch Präsident Donald Trump (2020)<ref name=":0" /><ref name=":1" />
Veröffentlichungen
- The Way Things Ought to Be. Pocket Books, New York 1992, ISBN 0-671-75145-X.
- See, I Told You So. Pocket Books, New York 1993, ISBN 0-671-87120-X.
- Rush Revere and the Brave Pilgrims: Time-Travel Adventures With Exceptional Americans. Threshold Editions, 2013, ISBN 978-1-4767-5586-1.
- Rush Revere and the First Patriots: Time-Travel with Exceptional Americans. Threshold Editions, 2014, ISBN 978-1-4767-5588-5.
- Rush Revere and the American Revolution: Time-Travel Adventures With Exceptional Americans. Threshold Editions, 2014, ISBN 978-1-4767-8987-3.
- Rush Revere and the Star-Spangled Banner: Time-Travel Adventures With Exceptional Americans. Threshold Editions, 2015, ISBN 978-1-4767-8988-0.
- Rush Revere and the Presidency: Time-Travel Adventures With Exceptional Americans. Threshold Editions, 2016, ISBN 978-1-5011-5689-2.
Trivia
- Rush Limbaugh spielte einen der Hauptakteure in einer Folge der TV-Serie 'Family Guy'. Er synchronisierte sich selbst. Staffel 9, Folge 3
- Das Buch Rush Limbaugh Is a Big Fat Idiot and Other Observations ISBN 0-385-31474-4 (dt.: Rush Limbaugh ist ein großer fetter Idiot und andere Beobachtungen), das 1996 von Al Franken herausgebracht wurde, war ein Bestseller in den USA.<ref>hawes.com</ref>
Weblinks
- The Rush Limbaugh Show
- Spiegel Online: Zum Tod des US-Talkers Rush Limbaugh. Der Brandstifter – Nachruf
- Limbaugh-Dossier von Fairness & Accuracy in Reporting (FAIR)
- Zev Chafets: „Late-Period Limbaugh“, New York Times / Sunday's Times Magazine, 6. Juli 2008, Reportage
- Timothy Egan: „Fears of a Clown“, New York Times, 4. März 2009
Literatur
- Kathleen Hall Jamieson und Joseph N. Cappella: Echo chamber: Rush Limbaugh and the conservative media establishment. Oxford University Press, Oxford 2008, ISBN 978-0-19-536682-2. Teilweise einsehbar bei Google Books.
- Ze'ev Chafets: Rush Limbaugh: An Army of One. Sentinel, New York 2010, ISBN 978-1-59523-063-8.
- John K. Wilson: The Most Dangerous Man in America: Rush Limbaugh's Assault on Reason. Thomas Dunne Books, New York 2011, ISBN 978-0-312-61214-6. Teilweise einsehbar bei Google Books.
Einzelnachweise
<references responsive />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Limbaugh, Rush |
| ALTERNATIVNAMEN | Limbaugh III, Rush Hudson (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Radiomoderator und Autor |
| GEBURTSDATUM | 12. Januar 1951 |
| GEBURTSORT | Cape Girardeau, Missouri |
| STERBEDATUM | 17. Februar 2021 |
| STERBEORT | Palm Beach, Florida |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Zitat
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-01
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2024-04
- Hörfunkmoderator
- Autor
- Literatur (Englisch)
- Literatur (Vereinigte Staaten)
- Kinder- und Jugendliteratur
- Essay
- Person des Konservatismus
- Person des Rassismus
- Person (Klimawandelleugnung und -skepsis)
- Träger der Presidential Medal of Freedom
- US-Amerikaner
- Geboren 1951
- Gestorben 2021
- Mann