Zum Inhalt springen

Paul Spruth

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 22. Januar 2026 um 00:27 Uhr durch imported>Lubitsch2.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Paul Spruth (* 15. November 1902 in Siegen; † 9. Juli 1971 in Unna) war ein westfälischer Heimatschriftsteller.

Leben

Paul Spruth kam aus einer Siegener Kaufmannsfamilie (Eisen- und Hüttenprodukte). Noch in den Weimarer Jahren fand er eine Anstellung als Lehrer und heiratete 1932. In der Folge erweiterte sich die Familie um drei Kinder: zwei Söhne und eine Tochter. Er trat 1934 dem NS-Lehrerbund bei.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Regionales Personenlexikon, Artikel Paul Spruth (Memento des Vorlage:IconExternal vom 6. April 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/akteureundtaeterimnsinsiegenundwittgenstein.blogsport.de.</ref> Am 13. Oktober 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.248.493).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/42231072</ref> 1938/39 wurde er Soldat der Wehrmacht. An verschiedenen Orten der Westfront eingesetzt, kam er noch Anfang März 1945 an die inzwischen im Deutschen Reich gelegene Ostfront, wo er von US-Truppen gefangen genommen wurde.<ref name=rettung>Soweit nicht anders angegeben: Dieter Spruth, Einführung, in: Paul Spruth, Die Rettung. Tagebuch einer Flucht, Unna 2002, unpag.</ref>

Nach seiner Freilassung zog die Familie 1947/48 von ihrem bisherigen Wohnort Soest nach Unna. Dort unterrichtete Spruth nun als Studienrat am Mädchengymnasium, der Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule, die Fächer Deutsch, Geschichte und evangelische Religion.<ref name=rettung /> In Unna gründete er die literarische Gesellschaft Vereinigung der Freunde Wilhelm Raabes.<ref>Paul Spruth im Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren</ref> Ab Beginn der 1950er Jahre publizierte Spruth eigene belletristische Texte.

Schriften

  • Eilike von Unna. Bild eines jungen Mädchens aus unserer Zeit. Novelle. Unna: Rubens, 1950 [Illustr.]
  • Zur Ernte hin. Gedichte und Sprüche. Siegen: Schneider, 1956
  • Die Judenbuche. Eine Betrachtung für den Deutschunterricht. Lübeck: Matthiesen, 1966
  • Herzog Maelo. Ein tapferer Germane aus unserer Heimat. Münster: Aschendorff, 1961
  • Begegnungen mit Blumen. Gedichte. Wien: Europ. Verlag, 1971.
  • Mitteilungen der Raabe-Gesellsch. 42, 1955: Zur Psychologie des Apothekers Philipp Kristeller und dem Obersten Don Agostin Agonista in Raabes Novelle „Zum wilden Mann
  • Mitteilungen der Raabe-Gesellsch. 43, 1956: Zu Raabes Auffassung von Beruf und Leben
  • Mitteilungen der Raabe-Gesellsch. 45, 1958: Stopfkuchen. Raabes bestes Buch?
  • Dortmunder Vorträge, H. 95 [um 1960:] Die beiden Nobelpreisträger für Literatur M.A. Asturias und Y. Kawabata in ihrer Bildsprache
  • Jb. der Raabe-Gesellsch. 1971: Eilike. Eine Mädchengestalt bei Wilhelm Raabe
  • Die Rettung. Tagebuch einer Flucht. Verlag Heiligenwalde, Unna 2002; hrsg. Geschw. Spruth

Literatur

  • W. Schulte: Der westf. Heimatbund und seine Vorläufer, Bd. 1, Münster 1973, S. 335.
  • B. Beutner: „... daß ich mir über meine Liebe zu Unna klar geworden bin“. Der Lehrer und Dichter Paul Spruth. In: Jahrbuch Kreis Unna 22, 2001, S. 70–75.
  • Paul Spruth: Aus der Chronik des Geschlechtes Spruth (Lippe-Siegerland). In: Vorträge des Rolands. Dortmund 1965.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein