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Lej da Gravatscha

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Lej da Gravatscha
Datei:Lej da Gravatscha.jpg
Beim Lej da Gravatscha
Geographische Lage Oberengadin
Daten
Koordinaten 788777 / 157942Koordinaten: 46° 32′ 46″ N, 9° 54′ 1″ O; CH1903: 788777 / 157942
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Lej da Gravatscha (Kanton Graubünden)
Lej da Gravatscha (Kanton Graubünden)
Höhe über Meeresspiegel 1698 m ü. M.
Datei:Lej da Gravatscha1.jpg
Richtung Samedan

Der Lej da Gravatscha (<phonos file="Roh-putèr-Lej da Gravatscha.ogg">[ˌleɪ̯dəgrɐˈvatʃɐ]</phonos>/?, rätoromanisch im Dialekt Puter für «See des grossen Flussgeschiebes») ist ein künstlich angelegter See im Oberengadin. Namensgeber ist der 2755 Meter hohe Munt Gravatscha südöstlich des Sees.

Lage

Der Lej da Gravatscha liegt auf 1698 Metern nördlich des Flugplatzes Samedan auf dem Gemeindegebiet von Bever und Samedan und unmittelbar neben dem am Nordufer vorbeifliessenden Inn. Gespeist wird der Gravatscha-See von den Bächen Ova Müsella (<phonos file="Roh-putèr-Ova Müsella.ogg">[ˌovamyˈzɛlɐ]</phonos>/?) und Ova da Val Champagna (<phonos file="Roh-putèr-Ova da Val Champagna.ogg">[ˌovadɐˌvaltɕɐmˈpaɲɐ]</phonos>/?). Ein wenige Meter langer Kanal verbindet am tiefsten Punkt den See mit dem Inn. Kurz unterhalb fliesst auch der Beverin in den Inn.

Der Lej da Gravatscha und seine kleineren Nebenseen sind ein Überbleibsel eines Baggersees und eines Altarms des Inns, der im Zuge der Innkorrektur vom Inn abgetrennt wurde. Dabei wurde auch der Ova da Val Champagna in den See umgeleitet. Der See ist – vor allem im oberen Teil – ein Sumpfgebiet.Welt-Icon

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Bedeutung

Der Lej da Gravatscha ist heute ein wichtiger Brut- und Rastplatz für Vögel mit grosser Artenvielfalt. Er weist die grösste Brutdichte in der Schweiz auf.<ref>Gravatscha See – Vogelparadies im Engadin. In: Famigros. Migros, 2019, abgerufen am 17. Januar 2022.</ref> Im See leben zahlreiche Amphibien und Fischarten. Im Sommer 2017 wurde am Lej da Gravatscha – erstmals seit seiner Ausrottung vor über 200 Jahren – wieder ein Biber nachgewiesen.<ref>Luana Franziscus: Tierischer Holzfäller im Oberengadin. In: Engadiner Post. 26. August 2017, abgerufen am 22. Januar 2022.</ref> Im November 2018 wurden im Gebiet des Lej da Gravatscha im anschliessenden Gebiet des revitalisierten Inns gleich drei Fischotter mittels Aufnahmen einer Fotofalle nachgewiesen.<ref>Adrian Arquint, Jagdinspektor Kanton Graubünden: Fischotter-Sensation im Engadin. In: Engadiner Post. Band 125, Nr. 138. St. Moritz 24. November 2018, S. 1.</ref>

Das Gebiet ist ein beliebtes Ausflugsziel geworden. Der Lej da Gravatscha ist zu Fuss, per Fahrrad und auch mit dem Rollstuhl erreichbar. Ober- und unterhalb des Sees befindet sich je ein öffentlicher Picknick- und Grillplatz. Andere touristische Infrastrukturen gibt es keine, so dass das Gebiet weitgehend naturbelassen ist.

Weblinks

Commons: Lej da Gravatscha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />