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Microsoft Bob

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Microsoft Bob

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Basisdaten

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Entwickler Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
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Betriebssystem Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Programmier­sprache Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Lizenz Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
deutschsprachig ja
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Microsoft Bob (kurz MS Bob) ist ein im März 1995 von Microsoft veröffentlichtes Softwarepaket für Windows-Systeme. Das Paket enthält einen Ersatz für die grafische Benutzeroberfläche des Betriebssystems – damals aktuell war Windows 3.1 – und diverse Einzelprogramme für private Anwender.<ref name="Chip" /> Zielgruppe waren PC-unerfahrene Benutzer, denen der Zugang zum Computer erleichtert werden sollte. Die Benutzeroberfläche verbirgt dazu technische Details und arbeitet mit Analogien aus der häuslichen Umgebung.

Die Einzelprogramme (Finanzberater, Haushaltsmanager, E-Mail-Clienten, GeoSafari Quiz, Schreibprogramm, Kalender, Adressbuch usw.) finden sich als Objekte in den Zimmern eines virtuellen Hauses wieder. Benutzereingaben werden über animierte Figuren (Assistenten) abgewickelt, die auch andere Benutzeraktionen begleiten.

Einige der Microsoft-Agent-Figuren, bekannt geworden als Assistenten in Microsoft Office und Windows XP, gehen auf MS Bob zurück, so z. B. Fredo (Such-Assistent in Windows XP), Hüpfer (Assistent in Office 97 und 2000) oder Peedy (JavaScript Extra im IE – ab Version 5.1). Auch die Schriftart Comic Sans MS sollte ursprünglich auf Microsoft Bob eingesetzt werden.

MS Bob entwickelte sich zu einem Flop. In den ersten sechs Monaten wurden nur etwa 30.000 Exemplare verkauft. Zum Vergleich: Die Verkaufszahlen des wenige Monate später veröffentlichten Windows-3.1-Nachfolgers Windows 95 beliefen sich während der ersten drei Monate auf etwa 45 Millionen.<ref name="WinHistory" /> Über den gesamten Vertriebszeitraum wurden rund 58.000 Exemplare verkauft.<ref name="Chip" /><ref name="PCWorld" />

MS Bob wurde unter Fachleuten kritisiert, da es den Lernprozess von Computeranfängern erschwert; durch die einfache Oberfläche würden die Anwender nie die Benutzung der normalen Windows-Oberfläche lernen.<ref name="Chip" />

Keinen Schutz vor unerwünschten Zugriffen bietet die Kennwortabfrage beim Loginvorgang von MS Bob: Hat ein Anwender sein Kennwort mehrfach falsch eingegeben, kann er ohne Sicherheitsabfragen ein neues Kennwort vergeben.<ref name="Rose 2008" />

Die Software ist auch noch unter den 32-Bit-Versionen von Windows Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 8.1 und Windows 10 lauffähig.<ref name="Chip" />

Projektmanagerin bei der Entwicklung war Melinda Gates, damals Ehefrau von Bill Gates.

Trivia

Für den Kopierschutz von Windows XP wurde auf rund 500 Millionen Installationsdatenträgern des Betriebssystems eine komprimierte und verschlüsselte Version der Software Microsoft Bob als Ballast im freien Speicherplatz abgelegt.<ref name="Chip" /><ref name="TechNet" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references>

<ref name="Rose 2008"> Dan Rose: Microsoft Bob's Sign In. Signing In To Microsoft Bob With A Password-"Protected" Account. In: d2ca.org. August 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. November 2008; abgerufen am 1. August 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „But instead of requiring you to perform some kind of authentication first -- answer a question ("What is your mother's maiden name?"), etc., you can enter any new password and it will replace the original one! Anyone can do this to any password "protected" Microsoft Bob account. There is absolutely no prior authentication required whatsoever.

This means User1 could change their own password just by mistyping their password three times and entering a different password the fourth time -- and not have to bother with Microsoft Bob's Change password option.

It also means that User1 could change the passwords of User2, User3, User4, etc. in exactly the same way. Consequently, any user could change any other user's password simply by mistyping it three times then entering a new password when prompted -- and then enter their account.“ </ref>

<ref name="Chip"> Marvin Daab, Patrick Hannemann: Millionen PCs wurden mit diesem Microsoft-Flop ausgestattet. In: Chip. 13. Juli 2025, abgerufen am 23. Juli 2025. </ref>

<ref name="PCWorld"> Harry McCracken: The Bob Chronicles. In: pcworld.com. 31. März 2010, S. 2, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Mai 2017; abgerufen am 23. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref>

<ref name="WinHistory"> MS-BOB. In: winhistory.de. Abgerufen am 30. Juli 2004. </ref>

<ref name="TechNet"> Raymond Chen: Windows Confidential: History Taking Up Space. In: Microsoft TechNet. Juli 2008, abgerufen am 23. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref>

</references>

Vorlage:Hinweisbaustein