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Kap Morris Jesup

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Kap Morris Jesup
Datei:Greenland.A2004208.1810.250m.jpg
MODIS-Satellitenbild von Pearyland
Geographische Lage
Koordinaten 83° 38′ 59″ N, 33° 24′ 27″ WKoordinaten: 83° 38′ 59″ N, 33° 24′ 27″ W
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Gewässer Arktischer Ozean
Lincolnsee (Westen)
Wandelsee (Osten)
Datei:Cape Morris Jesup 1900.jpg
Robert Peary am Kap Morris Jesup (1900)

Das Kap Morris Jesup ist ein Kap in Grönland. Es ist die nördlichste Landspitze des grönländischen Festlands.

Lage

Datei:Extreme-points-of-greenland.svg
Kap Morris Jesup als einer der vier Extrempunkte Grönlands

Kap Morris Jesup ist das Nordkap von Peary Land, der nördlichsten Region Grönlands. Es liegt etwa 709 km südlich des Nordpols. Vor dem Kap liegt der Arktische Ozean, dessen Meere Lincolnsee im Westen und Wandelsee im Osten es trennt. Damit ist Kap Morris Jesup einer der vier Extrempunkte Grönlands neben Nordostrundingen im Osten, Kap Farvel im Süden und Kap Alexander im Westen.<ref>Nunat Aqqi. Karte über die vom Grönländischen Ortsnamenausschuss offiziell anerkannten Ortsnamen. Oqaasileriffik.</ref><ref>Willy Lehmann Weng, Rasmus Ole Rasmussen: Kap Morris Jesup. Danmarks Nationalleksikon.</ref>

Geschichte

Das Kap wurde am 13. Mai 1900 vom Polarforscher Robert Peary besucht. Er stellte einen Inussuk auf und kehrte später noch zweimal dorthin zurück. Robert Peary benannte das Kap nach Morris Ketchum Jesup, der als Präsident von The Peary Arctic Club seine Expedition finanziert hatte.

Bis 1969 ging man davon aus, dass Kap Morris Jesup die nördlichste Landfläche der Erde wäre, bis noch weiter nördlich die Kaffeklubben Ø (Inuit Qeqertaat) entdeckt wurde. Diese gilt trotz der Entdeckung einiger unbeständiger Sandbänke wie Oodaap Qeqertaa heute als nördlichste Insel der Erde.<ref>Jan Løve: Østgrønlandske Stednavne (Version 12. Mai 2020). Arktisk Institut. Dokument 19, S. 6.</ref>

Wetterstation

Kap Morris Jesup ist Standort einer automatischen Wetterstation des dänischen meteorologischen Instituts (DMI), die nördlichste von 33 Wetterstationen in Grönland. Diese wird jährlich von DMI-Technikern kontrolliert. Die Energieversorgung erfolgt durch Solarmodule in Verbindung mit Akkumulatoren, die Energie für die Polarnacht speichern. Die Wetterstation misst alle drei Stunden Windrichtung und -geschwindigkeit, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Die Daten werden über Satellit weitergeleitet.<ref>John Cappelen (Hrsg.): Technical Report 14-08. Weather observations from Greenland 1958-2013 – Observation data with description. Danmarks Meteorologiske Institut, 25. Juni 2014, ISSN 1399-1388 (Online [PDF]).</ref>

Einzelnachweise

<references/>