Dachklopfen
Der Ausdruck Dachklopfen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="Ynet/Heb">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, Ynet. Abgerufen am 18. Januar 2009 (עברית).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>) ist ein Begriff der israelischen Streitkräfte für die Methode, die Bewohner eines für die Bombardierung vorgesehenen palästinensischen Gebäudes vorzuwarnen.<ref name="haretz">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, Haaretz, 4. Januar 2009. Abgerufen am 9. Januar 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name="abc">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameSimon McGregor-Wood and Miguel Marquez: Vorlage:Cite book/URL, ABC News, 2. Januar 2009. Abgerufen am 4. Januar 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name="hp">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, The Huffington Post, 2. April 2009. Abgerufen am 16. Mai 2015 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Das Ziel dieser Vorgehensweise ist, den Menschen die Zeit zu geben, vor dem Angriff zu fliehen.<ref name="ap-haretz">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, The Associated Press and Haaretz Service, 3. Januar 2009. Abgerufen am 9. Januar 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>IDF fires warning shot on Hamas target. In: IDF Spokesperson. Twitter Inc., 9. Juli 2014, abgerufen am 10. Juli 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Um der Hamas-Taktik zu begegnen, nach der sich die palästinensischen Bürger auf die Hausdächer stellen, um die israelischen Piloten von Angriffen abzuhalten, wurde eine neuartige israelische Waffe – Scheinmunition (kleineres Raketengeschoss<ref name="haaretz2">Gili Cohen: Israeli army says the killing of 8 Gazan family members was in error. In: Haaretz. Haaretz-Gruppe, 10. Juli 2014, abgerufen am 10. Juli 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> bzw. kleine Mörsergranate<ref name="haaretz3">Israel’s ‘roof knocking’ in Gaza captured on videos. In: Haaretz. Haaretz-Gruppe, 11. Juli 2014, abgerufen am 11. Juli 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ohne Sprengkopf<ref name="haaretz2" />) – entwickelt. Die Israelis feuern diese nicht explodierende Munition auf einen nicht besetzten Teil des Daches ab.<ref name="haaretz3" /> Ziel ist es, die Bewohner mittels psychischen Druckes zum Verlassen des Gebäudes zu bewegen. Diese Taktik nennt man „a knock on the roof“<ref name="NYTimesJan10">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig A Gaza War Full of Traps and Trickery.] In: The New York Times. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 19. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> (dt. ein Klopfen ans Dach) oder „roof knocking“<ref name="aus" /> (dt. Dachklopfen). Die israelischen Streitkräfte nutzen diese Warntechnik seit 2006.<ref name="guard">Conal Urquhart:Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: The Guardian, 28. Juni 2006. Abgerufen am 10. Januar 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Anwendung
Die Methode wurde während der Operation Gegossenes Blei im Gaza-Konflikt 2008/2009 angewandt. In den sechs Monaten vor Beginn des Konfliktes sammelte Israel die Daten von Hamas-Mitgliedern, die sie nutzten, um die Warnungen zu verbreiten.<ref name="hp" />
In der Regel nahmen Mitarbeiter des israelischen Geheimdienstes zu Bewohnern des Gebäudes Kontakt auf, von dem sie vermuteten, es enthalte militärisches Material. Sie kündigten an, es gebe einen zehnminütigen Zeitraum, um das Gebäude zu verlassen.<ref name="haretz" /><ref name="aus">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, The Australian, 3. Januar 2009. Abgerufen am 9. Januar 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name="jpost">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, The Jerusalem Post, 4. Januar 2009. Abgerufen am 6. Juni 2021 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Dies erfolgte per Telefon, Sprachnachricht oder SMS.<ref name="india">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, Indea eNews, 3. Januar 2009. Abgerufen am 9. Januar 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Ulrike Schleicher: »Operation Protective Edge«. In: Jüdische Allgemeine. Zentralrat der Juden in Deutschland, 8. Juli 2014, abgerufen am 9. Juli 2014.</ref><ref name="haaretz3" /> So wurde zum Beispiel Nizar Rayan angerufen und gewarnt, bevor sein Haus zerbombt wurde.<ref name="haretz" /><ref name="hp" />
In einigen Fällen verhinderten die Bewohner nach solchen Vorwarnungen das Bombardement, indem sie auf das Hausdach kletterten, um zu zeigen, dass sie nicht willens waren, ihr Haus zu verlassen. Dieses Vorgehen wird von Israel scharf kritisiert, da diese Menschen nach Ansicht der israelischen Armee von der Hamas als menschliche Schutzschilde missbraucht würden.<ref name="haretz" />
Mit dieser Situation konfrontiert, brach die IAF entweder das Bombardement ab<ref name="haretz" /> oder feuerte eine Rakete mit geringer Sprengkraft und deswegen verhältnismäßig ungefährlich an den Dachrand mit der geringsten Menschendichte ab, um so Todesfälle zu minimieren und die Menge auseinanderzutreiben.<ref name="ap-haretz" /><ref name="NYTimesJan10" />
Wenn Bewohner jedoch, wie in einem Fall vom 9. Juli 2014, das Anklopfen für einen Blindgänger halten und ins Haus zurückkehren, kommt es ebenfalls zu ungewollten zivilen Opfern.<ref>Gili Cohen: Israeli army says the killing of 8 Gazan family members was in error. In: Haaretz, 10. Juli 2014, abgerufen am 25. Juni 2025.</ref>
Sieben Stunden nach dem Angriff der Hamas auf Israel 2023 erklärte das israelische Oberkommando das Anklopfen für optional. In der Praxis wurde sie laut Offizieren nur selten angewendet.<ref>Patrick Kingsley, Natan Odenheimer, Bilal Shbair, Ronen Bergman, John Ismay, Sheera Frenkel, Adam Sella: Israel Loosened Its Rules to Bomb Hamas Fighters, Killing Many More Civilians. In: The New York Times. 26. Dezember 2024, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 16. Juli 2025]).</ref>
Rechtliche Einordnung
Nach Beratungen der israelischen Streitkräfte während des Gaza-Konflikts 2008/2009 erklärte die israelische Armee, Luftangriffe gegen als Waffenlager dienende Gebäude entsprächen dann dem Völkerrecht, wenn eine ausreichende Vorwarnzeit eingehalten wurde.<ref name="Ynet">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, Ynet, 9. Januar 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte sagte im Zusammenhang mit dem Angriff auf Gaza im Jahr 2014, Wohnhäuser seien keine militärischen Ziele und Israel verstoße mit den Luftangriffen auf Wohnhäuser womöglich gegen internationales Recht. Daher sei es fraglich, ob die Luftangriffe im Einklang mit dem Kriegsrecht und den Menschenrechten stehen.<ref>UNO rügt Bombardierung von Wohnhäusern, ORFonline am 12. Juli 2014.</ref> Selbst wenn Israel versucht haben sollte, Zivilisten zu warnen, ihre Häuser zu verlassen, entlasse dies Israel nicht aus seiner Verantwortung gemäß dem Völkerrecht. Eine Reihe von Vorkommnissen sowie die hohe Zahl der getöteten Zivilisten sprechen gegen die israelische Behauptung, dass alle notwendigen Maßnahmen getroffen werden, um Zivilisten zu schützen. Das „Dachklopfen“ selbst koste Leben, wobei ein Geschoss – offenbar von einer Drohne abgefeuert – ein zwanzig Zentimeter dickes Betondach durchschlug und drei Kinder tötete.<ref>Navi Pillay: Statement by Navi Pillay, UN High Commissioner for Human Rights at the Human Rights Council 21st Special Session: Human Rights Situation in the Occupied Palestinian Territory, including East Jerusalem, Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights, 23. Juli 2014.</ref>
Siehe auch
- Schuss vor den Bug (Warnschuss)
Literatur
- Ilene Prusher: UN report finds: Israel’s ‘roof-knock’ warning no way to prevent civilian casualties. In: Haaretz, 22. Juni 2015.
Einzelnachweise
<references />