Zum Inhalt springen

Askuiner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 3. September 2024 um 12:54 Uhr durch 178.24.237.59 (Diskussion) (Geschichte).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Die Askuiner (auch: Hemma-Askuin-Sippe) waren ein hochfreies Adelsgeschlecht, das ab dem 11. Jahrhundert bis in die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts vor allem im Kärntner Raum als Erbvögte von Gurk in Erscheinung trat.

Geschichte

Gräfin Hemma von Gurk, eine Blutsverwandte der Askuiner, hatte große Teile ihrer riesigen Ländereien in der späteren Untersteiermark und der Windischen Mark ihrem Stift Gurk gewidmet, aus dem nach ihrem Tod das Bistum Gurk entstand.<ref>https://www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter/wilhelminer_juengere/jaksch_august_geschichte_kaerntens.html </ref> Die Askuiner mussten sich mit dem Rest des Erbes begnügen, das trotzdem noch von ansehnlicher Größe war.

Im Investiturstreit verloren sie im Kampf gegen die auf päpstlicher Seite stehenden Spanheimer 1105/06 Einfluss, Würden und Besitz.<ref>Herwig Ebner: Untersteiermark. In: Werden der Steiermark. Graz 1980.</ref> Ein Zweig dieses Geschlechtes, die Herren bzw. Grafen von Weichselburg, siedelte in Krain und erlosch 1209 im Mannesstamm.

Das Gebiet um Windischgraz gelangte 1105/06 von den Askuinern an die Spanheimer; vom Gebiet um Mahrenberg (Radlje ob Dravi) übergab Graf Werigand Güter ad Radelach sita (30 Mansen) an Erzbischof Konrad I. von Abenberg, um Untaten gegen dessen Vorgänger, Thiemo von Salzburg, zu sühnen. Diese Güter schenkte Konrad 1139 an Admont weiter, das sie wiederum Bernhard von Trixen und seiner Frau Kunigunde zur lebenslangen Nutzung überließ.

Burg und Herrschaft Löwenberg/Lemberg bei Neuhaus/Dobrna wurden von den Askuinern an Graf Hartwig von Bogen vererbt; dieser verkaufte sie 1147 an Gurk weiter.

Genealogie

NN

NN

Literatur

  • Dušan Kos: In Burg und Stadt: Spätmittelalterlicher Adel in Krain und Untersteiermark (= Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Band 45). Böhlau, Wien 2006, ISBN 978-3-205-77874-5.
  • Karlmann Tangl: Ueber den angeblichen Markgrafen Poppo-Starchand von Soune. In: Mittheilungen des historischen Vereines für Steiermark. Graz 1850, S. 91–158 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />