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Arzys

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Arzys
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Wappen von Arzys
Arzys (Ukraine)
Arzys (Ukraine)
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Arzys ohne Koordinaten
Basisdaten
Staat: UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Ukraine
Oblast: Oblast Odessa
Rajon: Rajon Bolhrad
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Fläche: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1.686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) km²
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Verwaltungsgliederung: 1 Stadt, 11 Dörfer, 1 Ansiedlung
Verwaltung
Bürgermeister: Jurij Mychajlow
Adresse: вул. 28 червня 99
68400 м. Арциз
Arzys (Oblast Odessa)
Arzys (Oblast Odessa)
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Arzys ohne Koordinaten
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Arzys (ukrainisch und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) oder selten {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist eine Stadt im Süden der Ukraine und war bis Juli 2020 das administrative Zentrum des gleichnamigen Rajons Arzys in der Oblast Odessa mit etwa 14.200 Einwohnern.

Datei:Райспоживспілка (особняк ХІХст) Арциз.JPG
Herrenhaus aus dem späten 19. Jahrhundert

Arzys liegt auf einer Höhe von 15 m am Zusammenfluss des Tschaha ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) mit dem Kohylnyk, etwa 113 Kilometer südwestlich von Odessa. Durch die Stadt verläuft die Territorialstraße T–16–27.

Geschichte

Der Ort liegt in der historischen Landschaft Bessarabien. Das Gebiet von Bessarabien kam 1812 im Frieden von Bukarest vom osmanischen Vasallenstaat Fürstentum Moldau zusammen mit dem Budschak an das Russische Kaiserreich. Die Neuerwerbung wurde als Kolonisationsgebiet behandelt und zunächst dem Generalgouverneur von Neurussland zugeordnet. Kaiser Alexander I. rief in einem Manifest von 1813 deutsche Kolonisten ins Land, um die neu gewonnenen Steppengebiete in Neurussland zu kolonisieren. Hier gründeten 1816 deutsche Auswanderer Arzis als Kolonie 14 am Zusammenfluss von Kogälnik (Kohylnyk) und Tschaga. Der Ort gehört zu den 24 bessarabiendeutschen Mutterkolonien. Sie wurden von Einwanderern gegründet, während Tochterkolonien später von Bewohnern der Mutterkolonien gegründet wurden. Die Auswanderer, die sich hier 1816 niederließen, stammten aus dem Gebiet Preußisch-Polen im Königreich Polen. Die erste Gruppe von 82 Familien kam aus dem Stadtbezirk Kulm, die zweite Gruppe aus der Provinz Kalisch. Der Ortsname Arzis wurde von der russischen Ansiedlungsbehörde vorgegeben und erinnert an die Schlacht von Arcis-sur-Aube zwischen den Verbündeten und Napoleon beim französischen Ort Arcis-sur-Aube.

In den ersten Jahren erlitt die Ansiedlung Arzis, auch durch Missernten, erhebliche Rückschläge. 1824 teilte sich der Ort Neu-Arzis als Tochterkolonie ab, da die Felder bis zu 10 km vorm Dorf lagen. Einer Pest-Epidemie fielen 1829 180 und der Cholera 280 zum Opfer. Im 20. Jahrhundert entstand Einzelhandel und eine kleine Industrie im Ort mit Tuchfabriken, Färbereien und Fabriken für landwirtschaftliche Maschinen.

Die sich schnell entwickelnde Siedlung gehörte bis 1918 zum Russischen Reich, kam dann zum Königreich Rumänien. Nach der sowjetischen Besetzung Bessarabiens im Sommer 1940, gedeckt vom Hitler-Stalin-Pakt, schlossen sich die bessarabiendeutschen Ortsbewohner im Herbst 1940 der Umsiedlung ins Deutsche Reich unter dem Motto Heim ins Reich an. 1941 bis 1944 war Arzys von Rumänien besetzt, danach war der Ort ein Teil der Ukrainischen SSR. Seit 1963 hat Arzys das Stadtrecht. Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 wurde die Stadt Teil der unabhängigen Ukraine. Beim russischen Überfall auf die Ukraine gab es am 5. Dezember 2022 einen russischen Raketeneinschlag im Ort, bei dem zwei Häuser zerstört und zwei Menschen verletzt wurden. An dem Tag hatte die russische Armee mit sieben Raketen ein Umspannwerk im über 100 km entfernten Odessa angegriffen.<ref>Raketenangriff auf Arzis beim Bessarabiendeutschen Verein</ref>

Verwaltungsgliederung

Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Arzys (Арцизька міська громада/Arzyska miska hromada), zu dieser zählen auch noch die 11 in der untenstehenden Tabelle angeführten Dörfer sowie die Ansiedlung Nowocholmske,<ref>Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 720-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Одеської області"</ref> bis dahin bildete sie die gleichnamige Stadtratsgemeinde Arzys (Арцизька міська рада/Arzyska miska rada) im Zentrum des Rajons Arzys.

Seit dem 17. Juli 2020 ist sie ein Teil des Rajons Bolhrad.<ref>Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"</ref>

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Arzys Teil der Gemeinde:

Name
ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch rumänisch
Alijaha (bis 2025 Nowocholmske)<ref>Верховна Рада України; Постанова від 05.06.2025 № 4484-IX Про перейменування окремих населених пунктів</ref> Аліяга (Новохолмське) Алияга (Alijaga)/Новохолмское (Nowocholmskoje) -
Delen Делень Делены (Deleny) Deleni
Hlawani Главані Главаны (Glawany) Glăvani
Kamjanske Кам'янське Каменское (Kamenskoje) Taşlâc
Nadija Надія Надия Hoffnungsfeld
Nowa Iwaniwka Нова Іванівка Новая Ивановка (Nowaja Iwanowka) Ivăneștii-Noui
Nowoseliwka Новоселівка Новоселовка (Nowoselowka) Ferşampenuazul-Mic (Neu-Elft)
Plozk Плоцьк Плоцк Plosca, Ploţc
Prjamobalka Прямобалка Прямобалка Denevitz
Sadunajiwka Задунаївка Задунаевка (Sadunajewka) Dunareanca
Seliohlo (bis 2025 Cholmske)<ref>Верховна Рада України; Постанова від 05.06.2025 № 4484-IX Про перейменування окремих населених пунктів</ref> Селіогло (Холмське) Селиогло (Selioglo)/Холмское (Cholmskoje) Selioglu
Wynohradiwka Виноградівка Виноградовка (Winogradowka) Burgugi

Söhne der Stadt

Siehe auch

Literatur

  • Albert Kern (Hrsg.): Heimatbuch der Bessarabiendeutschen. Hilfskomitee der Evangelisch-Lutherischen Kirche aus Bessarabien, Hannover, 1964, S. 172–181 (Online, pdf)

Weblinks

Commons: Arzys – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Oblast Odessa