Leidhecken
Leidhecken Stadt Florstadt
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(672)&title=Leidhecken 50° 21′ N, 8° 54′ O
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dim=10000 | globe= | name=Leidhecken | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 125 (122–138) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 4,73 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 672 (2022)<ref name="EW2022">Wetteraukreis: Bevölkerung: Einwohner/-innen nach Ortschaften. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2023; abgerufen am 11. September 2023.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 142 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Februar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 61197 | |||||
| Vorwahl: | 06035 | |||||
Leidhecken ist ein Stadtteil von Florstadt im hessischen Wetteraukreis.
Geografische Lage
Durch das Straßendorf führt die Landesstraße 3188.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes stammt aus der Zeit zwischen 1100 und 1160 und findet sich im Codex Eberhardi als Leitheken.<ref>Heinrich Meyer zu Ermgassen, Codex Eberhardi. Band 1, S. 332 f. = Ernst Friedrich Johann Dronke, Traditiones et Antiquitates Fuldensis (TAF). Fulda 1844, S. 60 Capitulum 25.</ref>
Mitte des 13. Jahrhunderts wurde eine Kirche erbaut. Gegen 1450 kam das Dorf von den Äbten von Fulda in den Besitz der Landgrafen von Hessen. Hier gehörte es zum Amt Bingenheim. Die Ämter-Struktur wurde im Großherzogtum Hessen 1821 aufgelöst. Die bisher von den Ämtern wahrgenommenen Aufgaben wurden Landräten (zuständig für die Verwaltung) und Landgerichten (zuständig für die Rechtsprechung) übertragen.<ref name="bsb01" /> Leidhecken kam so zum Landratsbezirk Nidda und zum Landgericht Nidda. Die gerichtliche Zuständigkeit wechselte 1879 zum Amtsgericht Nidda.
Zum 1. Februar 1972 wurde Leidhecken im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Florstadt eingemeindet.<ref></ref> Für Leidhecken wurde ein Ortsbezirk errichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 82 kB) § 6. In: Webauftritt. Stadt Florstadt, abgerufen im April 2024.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Staden angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>
- vor 1423: Heiliges Römisches Reich, Kloster Fulda, Fuldische Mark
- ab 1423: Heiliges Römisches Reich, Nassau-Saarbrücken (durch Kauf), Fuldische Mark
- ab 1570: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Marburg (durch Kauf), Fuldische Mark
- ab 1604: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (Erbfall), Amt Bingenheim
- ab 1806: Großherzogtum Hessen,<ref group="Anm.">Infolge der Rheinbundakte.</ref> Fürstentum Oberhessen, Amt Bingenheim
- ab 1815: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Bingenheim
- ab 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Nidda<ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Landgericht Nidda) und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
- ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
- ab 1867: Norddeutscher Bund,<ref group="Anm.">Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs. Infolge des Deutschen Krieges wurde die Provinz Oberhessen dort zwangsweise Mitglied.</ref> Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
- ab 1871: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
- ab 1874: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
- ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
- ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Landkreis Büdingen<ref name="RB1937" /><ref group="Anm.">Im Zuge der Gebietsreform 1938 wurde die Provinz Oberhessen aufgelöst.</ref>
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Büdingen
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Büdingen
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Büdingen
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis, Gemeinde Florstadt<ref group="Anm.">Am 1. Februar 1972 als Ortsteil zur Gemeinde Florstadt.</ref>
- ab 2007; Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis, Stadt Florstadt
Bevölkerung
- Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Leidhecken 642 Einwohner. Darunter waren 21 (3,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 102 Einwohner unter 18 Jahren, 267 zwischen 18 und 49, 153 zwischen 50 und 64 und 120 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 267 Haushalten. Davon waren 63 Singlehaushalte, 99 Paare ohne Kinder und 78 Paare mit Kindern, sowie 21 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 54 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 186 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
- Einwohnerentwicklung
| Leidhecken: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2022 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 419 | |||
| 1840 | 428 | |||
| 1846 | 446 | |||
| 1852 | 444 | |||
| 1858 | 418 | |||
| 1864 | 416 | |||
| 1871 | 412 | |||
| 1875 | 401 | |||
| 1885 | 367 | |||
| 1895 | 376 | |||
| 1905 | 373 | |||
| 1910 | 389 | |||
| 1925 | 387 | |||
| 1939 | 378 | |||
| 1946 | 529 | |||
| 1950 | 550 | |||
| 1956 | 469 | |||
| 1961 | 481 | |||
| 1967 | 494 | |||
| 1970 | 498 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 642 | |||
| 2015 | 640 | |||
| 2022 | 672 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Florstadt<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />; 2022<ref name="EW2022" /> | ||||
- Historische Religionszugehörigkeit
| • 1961: | 411 evangelische (= 85,45 %), 69 katholische (= 14,35 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Für Leidhecken besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Leidhecken) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung 50,80 %. Dabei wurden gewählt: vier Mitglieder der SPD und ein Mitglied der CDU.<ref>Ortsbeiratswahl Staden. In: Votemanager. Stadt Florstadt, abgerufen im Mai 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Holger Zeuner (SPD) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Leidhecken. In: Ratsinformationssystem. Stadt Florstadt, abgerufen im April 2024.</ref>
Kulturdenkmäler
Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Leidhecken
Literatur
Weblinks
- Chronik der Stadtteile: Leidhecken im Internetauftritt der Stadt Florstadt
- Leidhecken, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Leidhecken, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 14. März 2022). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="bsb01"> Die Eintheilung des Landes in Landraths- und Landgerichtsbezirke betreffend vom 14. Juli 1821. In: Großherzoglich Hessisches Ministerium des Inneren und der Justiz. (Hrsg.): Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt. 1821 Nr. 33, S. 403 ff. (411–412) (Online bei der Bayerischen Staatsbibliothek). </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 50 und 104, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021. </ref> <ref name="DF"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohner Statistik. ( vom 11. August 2016 im Internet Archive) In: Webauftritt der Stadt Florstadt, abgerufen im August 2016.</ref> </references>