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Leyla Erbil

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Datei:Leyla Erbil.JPG
Leyla Erbil im März 2008

Leyla Erbil (* 1931 in Istanbul; † 19. Juli 2013 ebenda) war eine türkische Schriftstellerin.

Leben

Erbil besuchte das Gymnasium und studierte englische Philologie an der Universität von Istanbul und war als Sekretärin und Dolmetscherin tätig. Ihre ersten Gedichte wurden bereits 1945 veröffentlicht, ab 1960 tritt sie als Erzählerin von Kurzgeschichten in Erscheinung, mit denen sie bekannt wird. Außerdem engagiert sie sich Anfang der 1960er Jahre für die türkische Arbeiterpartei im Bereich Kunst und Kultur. 1967 ist sie am türkischen Konsulat in Zürich tätig. Ihr erster Roman Tuhaf Bir Kadin („Eine seltsame Frau“) erscheint 1971, mit dem sie wegen der Themen Frau, Sexualität und Selbstbestimmung, großes Aufsehen erregt. Später folgen weitere Novellen und Romane. Themen ihrer Bücher, die teilweise in mehrere Sprachen übersetzt wurden, sind häufig marginalisierte Frauen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Contemporary Turkish Literature (Memento vom 5. Mai 2006 im Internet Archive) (englisch)</ref>

Ihr Schreibstil gilt als unverwechselbar. Sie vermischte alte osmanische Begriffe, ungebräuchliche sowie moderne türkische Wortschöpfungen mit Fremdwörtern aus europäischen Sprachen und Dialekten, aber vielfach auch umgangssprachliche Begriffe miteinander. Dabei setzte sie sich bewusst über grammatikalische Regeln der türkischen Schriftsprache hinweg.<ref>Erika Glassen: Nachwort zu „Eine seltsame Frau“</ref> Für ihren einzigartigen Schreibstil und ihren Beitrag zur türkischen Literatur wurde sie vom P.E.N. für den Nobelpreis für Literatur nominiert.<ref>Deutschlandradio: „Bohéme in Istanbul.“ 19. September 2005</ref>

Leyla Erbil war seit 1955 verheiratet und wurde Mutter einer Tochter.

Werk

Literatur

  • Mediha Göbenli: Zeitgenössische türkische Frauenliteratur. Eine vergleichende Literaturanalyse ausgewählter Werke von Leylâ Erbil, Füruzan, Pınar Kür und Aysel Özakın. Schwarz, Berlin 2003, ISBN 3-87997-307-5 (Digitalisat).
  • Karin Schweißgut: Individuum und Gesellschaft in der Türkei: Leylâ Erbils Roman Tuhaf Bir Kadın (Eine sonderbare Frau). Klaus Schwarz Verlag, Berlin 1999 (Islamkundliche Untersuchungen, Band 222), ISBN 978-3-87997-274-6 (Digitalisat).
  • Seza Yilancioglu: Une relation triangulaire: “Mère/fille et femme” chez Leyla Erbil et Annie Ernaux, in Horizons maghrébins: Le droit à la mémoire, 60, 2009, S. 56–65.

Weblinks

Commons: Leyla Erbil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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