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Nonnenkopf

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Datei:Barfüsser Arkade4.jpg
Maßwerk mit drei Nonnenköpfen eines Spitzbogenfensters im Kreuzgang des früheren Barfüßerklosters in Zürich
Datei:Ingolstadt Kreuztor 844.jpg
Nonnenköpfe in einem Fries

Der Nonnenkopf ist eine bestimmte Form bzw. Gestaltung des Maßwerkes von Bauteilen aus Naturstein der Gotik innerhalb eines Spitzbogenfensters bzw. eines Frieses.

Beschreibung

Die Bezeichnung „Nonnenkopf“ leitet sich vermutlich von der schleier- oder haubenartigen äußeren Form ab, die einen Raum in Gestalt einer Nonne zu umschließen scheint.<ref>Lene Savchenko: Was ist eigentlich ein Nonnenkopf? in: Monumente 2025, H. 4, S. 19.</ref>

Der obere Abschluss eines einbahnigen Spitzbogenfensters hat einen Nonnenkopf und bei einem zweibahnigen Spitzbogenfenster drei Nonnenköpfe und wird als Nonnenschluss bezeichnet.

Der Nonnenkopf ist als geometrischer Teilbereich vom Dreipass überschneidend liegend gestürzt erkennbar.

Er lässt sich als ein nach unten geöffnetes liegendes Dreiblatt beschreiben, der in einen Spitzbogen eingeschrieben ist.<ref>Wolfgang Zeuge: Kreissätze. In: Nützliche und schöne Geometrie: Eine etwas andere Einführung in die Euklidische Geometrie. Springer, Berlin, Heidelberg 2021, ISBN 978-3-662-63831-6, S. 135–152, doi:10.1007/978-3-662-63831-6_8.</ref>

Der „Nonnenkopf“ ist kein Begriff, der in jeder kunst- und architekturhistorischen Schule etabliert ist. So sprechen etwa Hans Koepf und Günther Binding von den eine Spitze bildenden Stößen der Maßwerkpässe, welche in verdickten, meist dreiblättrigen Nasen, auslaufen können.<ref>Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. In: Kröners Taschenausgabe. 5. Auflage. Band 194. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-520-19406-0, S. 327–329.</ref>

Weblinks

Commons: Nonnenkopf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />