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ProPotsdam

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ProPotsdam GmbH
Rechtsform GmbH
Sitz Potsdam, Deutschland
Leitung
  • Jörn-Michael Westphal
  • Bert Nicke
  • Brigitte Meier (Aufsichtsratsvorsitzende)
Mitarbeiterzahl 394, Auszubildende/Duale Studenten: 38<ref name="Bundesanzeiger" />
Umsatz 136,2 Mio. €<ref name="Bundesanzeiger" />
Branche Wohnungswirtschaft, Kommunale Entwicklungsgesellschaft
Website www.propotsdam.de
Stand: 31. Dezember 2021
Datei:(20241012) Potsdam 04 - ProPotsdam headquarters.jpg
Hauptsitz in der Pappellee

ProPotsdam ist ein stadteigener Unternehmensverbund der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam.<ref>ProPotsdam GmbH. 20. November 2008, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> Als Unternehmensverbund erbringt ProPotsdam Dienstleistungen in den Bereichen Städtebau, Stadtentwicklung und Stadtsanierung sowie Stadttourismus und Spenden-Sponsoring-Engagement.<ref>ProPotsdam GmbH. 20. November 2008, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref name="BBSR">Ricarda Pätzold, Arnt von Bodelschwingh, Thomas Franke, Lena Abstiens, Sonja Spital: BBSR-Online-Publikation 19/2021 Ausweitung des kommunalen Wohnungsbestandes. Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bundesamt füBauwesen und Raumordnung, S. 64, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref>

Neben der Verwaltung und Bewirtschaftung des überwiegend aus Mietwohnungen bestehenden<ref name="bundesanzeiger_abschluss_2020">Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020. In: Bundesanzeiger. 23. November 2021, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> Immobilienbestandes durch die Gewoba Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potdam mbH<ref>560 | Sitze in Aufsichtsräten neu geregelt. 4. September 2019, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> besorgt die ProPotsdam die Geschäfte des Entwicklungsträgers Bornstedter Feld<ref name=":1">Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH. 20. November 2008, abgerufen am 12. Oktober 2020.</ref> und des Sanierungsträgers Potsdam<ref name=":2">Sanierungsträger Potsdam GmbH. 21. November 2008, abgerufen am 12. Oktober 2020.</ref>, betreibt im Auftrag des Landeshauptstadt den Volkspark Potsdam<ref name=":3">Volkspark Potsdam - Startseite. Abgerufen am 12. Oktober 2020.</ref>, den Neuen Lustgarten<ref>Neuer Lustgarten als Veranstaltungsort. 13. August 2019, abgerufen am 12. Oktober 2020.</ref> und die Biosphäre Potsdam<ref name=":4">Biosphäre Potsdam GmbH. 20. November 2008, abgerufen am 12. Oktober 2020.</ref>, befasst sich im Auftrag der Landeshauptstadt mit der Entwicklung des Areals auf dem ehemaligen Kasernengelände Krampnitz<ref>Entwicklungsträger Potsdam GmbH. 15. September 2014, abgerufen am 12. Oktober 2020.</ref><ref name=":5" /> sowie der Entwicklung des Luftschiffhafens mit seinem Sportpark und dem Olympiastützpunkt<ref>Luftschiffhafen Potsdam GmbH. potsdam.de, 11. Oktober 2010, abgerufen am 12. Oktober 2020.</ref> und nimmt Dienstleistungsaufgaben für das Tourismus- und Kulturmarketing der Landeshauptstadt wahr<ref name=":6">Potsdam Marketing und Service GmbH. 20. November 2008, abgerufen am 12. Oktober 2020.</ref>. Aufgaben der Quartiersarbeit und des Quartiersmanagement realisiert die ProPotsdam über die 2019 neu gründete Soziale Stadt ProPotsdam gGmbH.<ref name=":7">Sponsoringbericht der ProPotsdam 2020. S. 18, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref>Pressemitteilung der ProPotsdam 001/2022 (Jahresauftakt 2022). Abgerufen am 14. Juli 2022.</ref>

Geschäftsführer sind Jörn-Michael Westphal<ref>797 | Personelle Änderungen bei kommunalen Unternehmen. 12. Dezember 2019, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref name=":8">ProPotsdam-Geschäftsführer Jörn-Michael Westphal feiert 20-jähriges Dienstjubiläum. 2. September 2020, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> und Bert Nicke.<ref name=":9">Konvent der Baukultur 2022 Programmheft. S. 68, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> Seit dem 4. September 2019 ist die Beigeordnete der Landeshauptstadt Potsdam für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit, Brigitte Meier, die Aufsichtsratsvorsitzende.<ref name=":10">560 | Sitze in Aufsichtsräten neu geregelt. 4. September 2019, abgerufen am 24. Juni 2020.</ref>

Auftrag

Als kommunales Wohnungsunternehmen hat die ProPotsdam den Auftrag, breite Schichten der Bevölkerung mit Wohnraum zu versorgen.<ref name="BBSR"/> ProPotsdam hat einen lokalen Marktanteil von rund 20 %.<ref name=":11">Wohnungspolitisches Konzept für die Landeshauptstadt Potsdam 2015. S. 54, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref name=":12">780 | Informationen über die soziale Wohnraumversorgung 2012 vorgestellt. 28. November 2013, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> Zielvereinbarungen zwischen der Landeshaupt und der ProPotsdam werden über ein Balanced-Scorecard-Verfahren getroffen, über das sich der Unternehmensverbund zum Neubau von Wohnungen, zur energetischen und demografiegerechten Sanierung der Bestände und zur Bereitstellung von jährlich 600 Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindungen verpflichtet hat.<ref name="BBSR"/><ref>146 | Oberbürgermeister und ProPotsdam: 2.000 neue Wohnungen bis 2027. 29. Februar 2016, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref>

Vor dem Hintergrund der Rückläufigkeit der Wohnbauförderung und des Auslaufens vieler Belegungsbindungen hatte die ProPotsdam bereits 2012 und 2013 Vereinbarungen mit der Landeshauptstadt und dem Land Brandenburg zum Erhalt von preiswertem Wohnraum für Haushalte mit niedrigem Einkommen getroffen.<ref name="kipdf_S17">Evaluierung Stadtentwicklungskonzept (STEK) Wohnen, Anlage zur Mitteilungsvorlage bezüglich DS Nr.: 13/SVV/0039 Dezember 2013. S. 17, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref name=":13">Grzimek, Stefan u. a. 2013: Potsdam22. Kommunale Wohnungspolitik und die soziale Dimension steigender Wohnkosten. Abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> Ermöglicht werden sollte die Sicherung von Sozialwohnungen unter anderem über das von der Landeshauptstadt Potsdam und der ProPotsdam entwickelte sogenannte „Potsdamer Modell“, das eine flexible Festlegung von Belegungsbindungen im Gesamtbestand des Wohnungsunternehmens vorsieht.<ref>Evaluierung Stadtentwicklungskonzept (STEK) Wohnen, Anlage zur Mitteilungsvorlage bezüglich DS Nr.: 13/SVV/0039 Dezember 2013. S. 20, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref name=":14">Hanhörster, Heike u. a. 2020: Abschlussbericht Wohnraumversorgung und sozialräumliche Integration von Migrantinnen und Migranten. Belegungspolitiken institutioneller Wohnungsanbietender, vhw Schriftenreihe 16. S. 85, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref>

Zu den Maßnahmen einer sozialen Wohnungspolitik zählen zudem eine 2012 von der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung beschlossene „Mietpreisbremse“, die für die kommunalen Wohnungen eine reduzierte Modernisierungsumlage und eine zusätzliche Begrenzung der gesetzlich möglichen Mietsteigerungen vorsieht,<ref name=":15">Grzimek, Stefan u. a. 2013: Potsdam22. Kommunale Wohnungspolitik und die soziale Dimension steigender Wohnkosten. S. 26, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref name="kipdf_S17" /> sowie mehrere von der ProPotsdam eingeführte Bonusprogramme zur Unterstützung der Bezahlbarkeit von Wohnungen, wie etwa der „Kinder- und Familienbonus“ oder der „Wohnflächenbonus“, der sich an ältere Menschen richtet, die ihre große gegen eine kleinere Wohnung eintauschen wollen.<ref name=":16">EINSVIER Magazin der ProPotsdam, Ausgabe 3/2021. S. 13, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref name=":17">DW 08/2014. S. 59, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref name=":18">Heilmann, Gregor: Vom Plattenbau zur Gartenstadt, vhw FWS 6 (Nov.-Dez., 2020). S. 307, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> 2022 wurde auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung mit dem „ProPotsdam-Bonus“ zudem ein neues Wohnungsvergabesystem eingeführt, das bestimmte Personengruppen – etwa von Verdrängung bedrohte Potsdamerinnen und Potsdamer, Studierende und Auszubildende oder Menschen mit einer Behinderung oder einem Pflegebedarf – begünstigen soll.<ref name=":19">663 | Stadtverordnete beschließen „Potsdam Bonus“. 1. Dezember 2021, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref>27 | Neues Bonusprogramm für die Vermietung von Wohnungen gestartet. 18. Januar 2022, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref>

ProPotsdam ist Mitglied im Arbeitskreis StadtSpuren, ein Zusammenschluss der sozialen Wohnungswirtschaft in Potsdam, in dem neben der ProPotsdam sieben Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaften und das Studentenwerk Potsdam mitwirken.<ref name=":20">Der Arbeitskreis – Stadtspuren. Abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref name=":21">Ein Potsdamer Projekt: Stadtspuren. 25. November 2004, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> Die im Arbeitskreis kooperierenden Wohnungsunternehmen verfügen zusammengenommen über etwa 40 Prozent aller Mietwohnungen in Potsdam und haben eigenen Angaben zufolge aufgrund ihrer sozial orientierten Mietenkalkulation einen mietpreisdämpfenden Einfluss auf den Potsdamer Wohnungsmarkt.<ref name=":22">Gemeinsam für die Vielfalt in der Stadt – Stadtspuren. Abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref>478 | Neuer qualifizierter Mietspiegel für Potsdam vorgestellt. 13. August 2020, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref name=":23">"Stadtspuren"-Unternehmen dämpfen Mieten. Abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> Zu den größeren Neubauprojekten der ProPotsdam im sozialen Wohnungsbau zählen die Entwicklung des ehemaligen Tramdepots in der Teltower Vorstadt<ref name=":24">ProPotsdam baut 341 soziale und nachhaltige Wohnungen an der Heinrich-Mann-Allee. 18. Mai 2021, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> und das neu entstehende Quartier an der Roten Kaserne West im Bornstedter Feld.<ref name=":25">Oelschläger, Volker: Zahl der Sozialwohnungen steigt - aber langsam. Märkische Allgemeine Zeitung, 28. April 2021, S. 15.</ref>

Neben der Sicherung bezahlbaren Wohnens gehören auch die Umsetzung des „Masterplan 100% Klimaschutz 2050“ der Landeshauptstadt Potsdam und eine damit verbundene Dekarbonisierungsstrategie zu den Zielen der ProPotsdam.<ref>Masterplan 100% Klimaschutz 2050: Die großen Herausforderungen stehen uns noch bevor – Stadtspuren. Abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref>100 Prozent Klimaschutz: Strategie für Potsdam vorgestellt. 11. Dezember 2019, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> Mit ihren „ProKlima“-Maßnahmen der energetischen Sanierung und der Umstellung auf Ökostrom und erneuerbare Energien verfolgt die ProPotsdam das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands vor 2050.<ref>Jähnig, Carolin: Im Interview: Jörn-Michael Westphal von der ProPotsdam. 11. Februar 2022, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref>EINSVIER Magazin der ProPotsdam, Ausgabe 01/2021. S. 13, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> Ein mehrfach ausgezeichnetes<ref>Deutscher Städtebaupreis 2014 – Deutscher Städtebaupreis 2023. Abgerufen am 14. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>337 | Impulsgeber für die Stadt der Zukunft. 29. Juni 2022, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> Pilotprojekt ist dabei die von der ProPotsdam angestoßene und in Kooperation mit der Landeshauptstadt Potsdam und den Stadtwerken realisierte Umgestaltung der DDR-Plattenbausiedlung Drewitz zu einer emissionsarmen Gartenstadt.<ref>Xenia von Polier: Potsdam-Drewitz - die emissionsarme Gartenstadt. Abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref>292 | Gartenstadt Drewitz auf dem Weg zur Null-Emissionen-Stadt. 10. Mai 2012, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref>Gartenstadt Drewitz. 20. Februar 2014, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref>070 | Auf dem Weg zum emissionsfreien Stadtteil. 28. Januar 2014, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref>

ProPotsdam ist Gründungsmitglied der Initiative „Wohnen.2050“, ein bundesweiter Zusammenschluss von Wohnungsunternehmen, deren gemeinsames Ziel es ist, bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen.<ref>ovanadmin: Über uns. In: Initiative Wohnen.2050. Abgerufen am 14. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>ProPotsdam ist Gründungsmitglied der Initiative Wohnen.2050. Abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> Als Mitglied der Wirtschaftsinitiative „EntrepreneursForFuture“ setzt sich das Unternehmen für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen ein und unterstützt die FridaysForFuture-Bewegung.<ref>Entrepreneure haben unterzeichnet für mehr Klimaschutz. In: Entrepreneurs4Future. Abgerufen am 14. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zu den Unternehmensaufgaben der ProPotsdam gehört auch die Förderung des ehrenamtlichen Engagements und die soziale Quartiersentwicklung in Form einer finanziellen Förderung von Einrichtungen, Sportvereinen, Projekten und Veranstaltungen, die in jährlichen Sponsoringberichten dokumentiert ist.<ref name="bundesanzeiger_abschluss_2020" /><ref>Engagement und Förderung. Abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> Als Mitglied des Potsdamer Aktionsbündnis „Potsdam! bekennt Farbe“ setzt sich die ProPotsdam für ein tolerantes und weltoffenes Potsdam ein<ref>Die Mitglieder. 25. Juni 2020, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> und unterstützt die Unterbringung und Integration von Geflüchteten in ihren Wohnquartieren.<ref>Potsdamer Bürgerstiftung (2020): Angekommen in Potsdam. Erzählungen und Berichte über Integrationsansätze in einer toleranten Stadt. S. 89, abgerufen am 14. Juli 2022.</ref>

Unternehmensstruktur

Der Unternehmensverbund umfasst die ProPotsdam GmbH als vermögenshaltende Dachgesellschaft mit folgenden Tochtergesellschaften:<ref>Pro Potsdam Unternehmensverbund. Abgerufen am 27. Februar 2019.</ref>

  • ProPotsdam Wohnen GmbH
  • Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH (ETBF)
  • Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH (BBF)
  • Sanierungsträger Potsdam GmbH (STP)
  • Entwicklungsträger Potsdam GmbH (ETP)
  • ProPotsdam Naturerlebnis GmbH
  • Potsdam Marketing und Service GmbH (PMSG)
  • Luftschiffhafen Potsdam GmbH (LSH)
  • Soziale Stadt ProPotsdam gGmbH

ProPotsdam Wohnen GmbH

Die Gemeinnützige Wohn- und Baugesellschaft Potsdam mbH (GEWOBA WVP) wurde am 6. September 1990 gegründet.<ref>523 | 25 Jahre GEWOBA – eine Erfolgsstory. 4. September 2015, abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref> Das Unternehmen ging aus dem VEB Gebäudewirtschaft Potsdam hervor<ref>Vgl. EINSVIER 02/2020, S. 8. Abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref> und gehörte seit 2006 als 100-prozentige Tochtergesellschaft zum kommunalen Unternehmensverbund ProPotsdam GmbH.<ref name="potsdam">GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH. 20. November 2008, abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref> Am 21. November 2024 wurde die GEWOBA WVP offiziell umbenannt und firmiert fortan als ProPotsdam Wohnen GmbH. Das Tochterunternehmen führt die bisherigen Aufgaben der GEWOBA WVP fort. Die Geschäftsführung besteht aus Jörn-Michael Westphal, Gregor Heilmann und Bianca Künkel.<ref>ProPotsdam Wohnen GmbH. Abgerufen am 9. Dezember 2024.</ref><ref>ProPotsdam modernisiert: Gewoba wird zu ProPotsdam Wohnen. Abgerufen am 9. Dezember 2024.</ref> Zuständig ist die ProPotsdam Wohnen für die Bewirtschaftung und Verwaltung des Wohnungsbestandes der ProPotsdam GmbH.<ref name="potsdam" /> Mit einem Bestand von rund 18.000 Wohnungen ist die ProPotsdam Wohnen der größte Wohnungsanbieter der Landeshauptstadt Potsdam.<ref>Wohnungsbaugenossenschaften Potsdam. baugenossenschaft.info, abgerufen am 6. Februar 2024.</ref><ref>Wohnungsbaugenossenschaften Potsdam. In: Baugenossenschaft.info. Abgerufen am 20. Oktober 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Auf einen Blick. Abgerufen am 16. Januar 2024.</ref> Den größten Anteil am Wohnungsbestand haben Plattenbauten, die zwischen 1970 und 1990 errichtet worden sind.<ref>Vgl. Corporate Social Responsibility Bericht 2016/17, Seite 12. Abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref>

Neben der Bewirtschaftung und Verwaltung des Wohnungsbestandes der ProPotsdam GmbH engagiert sich die ProPotsdam Wohnen auch in den Wohngebieten. Zu ihren Aufgaben zählen die die Förderung nachbarschaftlicher Projekte und die Entwicklung von bedarfsgerechten Angeboten.<ref>GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH. Abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref><ref>523 | 25 Jahre GEWOBA – eine Erfolgsstory. 4. September 2015, abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref>

Zu den erfolgreich realisierten Wohnprojekten zählen etwa das in Kooperation mit der Fachhochschule Potsdam entwickelte Gemeinschaftswohnprojekt „Freude an der Gemeinschaft“ in der Gartenstadt Drewitz<ref>In der „Platte“ gibt es wieder Gemeinschaftsräume. Abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref> sowie das generationsübergreifende Mietwohnprojekt Konvoi.Potsdam im Bornstedter Feld.<ref>KONVOI.Potsdam e.V. | gemeinschaftliches generationsübergreifendes Miet-Wohnen in Potsdam. Abgerufen am 20. Oktober 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Für das Wohnprojekt „Freude an der Gemeinschaft“ hat das Unternehmen insgesamt 43 Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen in der sogenannten „Rolle“ (Konrad-Wolf-Allee 39–45) zur Verfügung gestellt sowie einen Mehrzweckraum und eine Gemeinschaftswohnung. Im Rahmen des Mietwohnprojektes Konvoi errichtete der Unternehmensverbund 2013 in der Bartholomäus-Neumann-Straße 24 barrierearme Wohnungen, die mit unterschiedlichen Wohnungsgrößen (Eineinhalb- bis Vier-Zimmer-Wohnungen) Platz für verschiedene Haushaltsformen bieten.<ref>Wohnkonzepte. Abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref> Im März 2014 erhielt das Konvoi-Projekt vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) den BBU-Preis unter dem Motto „Demografiefest gestalten“. Die Gründerin des Konvoi.Potsdam e. V., Friderun Schreiber, wurde im selben Jahr mit dem Potsdamer Ehrenamtspreis ausgezeichnet.<ref>Wohnkonzepte. Abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref> Der Ehrenamtspreis wird seit 2007 von der Stadt Potsdam gemeinsam mit der ProPotsdam GmbH und dem Verein Soziale Stadt Potsdam e. V. vergeben.<ref>Potsdamer Ehrenamtspreis 2019 – www.ehrenamt-potsdam.de. Abgerufen am 20. Oktober 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH

Die Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH (ETBF) wurde 1993 gegründet und ist eine 90,1-prozentige Tochtergesellschaft der ProPotsdam GmbH. Die übrigen 9,9 Prozent hält die Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam. Zuständig ist der ETBF für die Vorbereitung und Durchführung städtebaulicher Entwicklungsmaßnahmen im Entwicklungsbereich Bornstedter Feld.<ref>Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH. 20. November 2008, abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref>

Die Entwicklung der rund 300 Hektar großen ehemaligen Militärfläche für „zivile Zwecke, insbesondere für die Schaffung von Wohnungen und Arbeitsstätten“ wurde von der Landeshauptstadt Potsdam 1991 im „Satzungsbeschluss Entwicklungsbereich Bornstedter Feld“ festgelegt.<ref>Entwicklungssatzung "Bornstedter Feld". 3. Dezember 2008, abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref> Seit 1993 entsteht im Bornstedter Feld ein neuer Stadtteil für bis zu 15.500 Bewohner mit Gewerbeflächen für etwa 5.000 Arbeitsplätze.<ref>Bornstedter Feld. 20. Februar 2014, abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref><ref>Die letzten Baufelder gehen an den Markt. Abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref><ref>Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH. Abgerufen am 22. Februar 2024.</ref> 2002 wurde die Entwicklung des Bornstedter Feldes mit dem Deutschen Städtebaupreis ausgezeichnet.<ref>BauNetz: Konvertiert - Deutscher Städtebaupreis 2002 vergeben. 10. September 2002, abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref>

2022 hat der Entwicklungsträger Bornstedter Feld die Ergebnisse einer umfangreichen, repräsentativen Haushaltsbefragung veröffentlicht.<ref>ProPotsdam - Bornstedter Feld - Ein starkes Stück Potsdam. Abgerufen am 4. Juli 2023.</ref> Mehr als ein Fünftel der Bewohner hat an der Befragung teilgenommen. Die Lebensqualität im Stadtteil wird als sehr hoch eingeschätzt: So gaben beispielsweise 93 % der Befragten an, dass sie ihren Wohnort weiterempfehlen würden.<ref>Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH, Treuhänder der Landeshauptstadt Potsdam, ein Unternehmen des Unternehmensverbundes ProPotsdam GmbH (Hrsg.): Bornstedter Feld. Ein starkes Stück Potsdam. November 2022, S. 4.</ref>

Entwicklungsträger Potsdam GmbH

Die Entwicklungsträger Potsdam GmbH wurde 2013 als hundertprozentige Tochtergesellschaft der ProPotsdam gegründet und von der Stadt Potsdam damit beauftragt, als treuhänderischer Entwicklungsträger eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme im festgelegten Entwicklungsbereich „Krampnitz“ durchzuführen.<ref>Entwicklungssatzung "Krampnitz" | Landeshauptstadt Potsdam. Abgerufen am 22. Dezember 2023.</ref><ref>Entwicklungsträger Potsdam GmbH | Landeshauptstadt Potsdam. Abgerufen am 22. Dezember 2023.</ref> Dem ging am 5. Juni 2013 ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung voraus, das Areal der ehemaligen Kaserne Krampnitz zu einem Stadtquartier zu entwickeln.<ref>Bericht aus der Stadtverordnetenversammlung am 5. Juni 2013 | Landeshauptstadt Potsdam. Abgerufen am 22. Dezember 2023.</ref>

Entwicklungsbereich Krampnitz

Bis Ende der 2030er Jahre soll auf dem 140 Hektar großen Gelände in Krampnitz ein Stadtquartier für bis zu 10.000 Einwohner und Platz für 3.000 Arbeitsplätze entstehen.<ref name=":5">Potsdams neuer Norden. krampnitz.de, abgerufen am 12. Oktober 2020.</ref> 2018 führte der Entwicklungsträger im Auftrag der Stadt Potsdam einen offenen, zweiphasigen städtebaulichen Realisierungswettbewerb „Wohnen in Potsdam Krampnitz“ durch. Ziel des Wettbewerbs war es, ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltige Konzepte für die Entwicklung des Stadtquartiers zu finden.<ref>178 | Preisgericht kürt Entwürfe für Krampnitz | Landeshauptstadt Potsdam. 20. März 2018, abgerufen am 22. Dezember 2023.</ref> Als Sieger des Wettbewerbs wurde 2018 das Berliner Stadtplanungsbüro Machleidt gemeinsam mit den Büros SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten, SHP Ingenieure, Winkelmüller Architekten und Performative Architektur mit der Erarbeitung eines Masterplans für dieses Stadtquartier beauftragt.<ref>Krampnitz – Stadtspuren. Abgerufen am 22. Dezember 2023.</ref>

Der Masterplan wurde im April 2019 von den Stadtverordneten beschlossen und dient als Grundlage für die planerische Entwicklung des Areals in den Bereichen Städtebau, Freianlagen, Mobilität, soziale Infrastruktur und Flächennutzung (Nutzungsmix Wohnen und Gewerbe).<ref>Entwicklungsträger Potsdam GmbH (Hrsg.): STADTQUARTIER POTSDAM-KRAMPNITZ städtebaulich-landschaftsplanerische Masterplanung - Ergebnisbericht. 2019.</ref>

Das Bergviertel, eine Siedlung aus den 1930er Jahren mit denkmalgeschützten und stark sanierungsbedürftigen Häusern, die damals zur Unterbringung von Unteroffizieren und des zivilen Personals dienten<ref>Vgl. Bergviertel - Potsdam Krampnitz. Eingeladener, kooperativer städtebaulicher Realisierungswettbewerb, hg. von der Entwicklungsträger Potsdam GmbH, 2019, S. 5</ref>, war von Beginn an Teil der städtebaulichen Entwicklung des „Stadtquartiers Potsdam-Krampnitz“.<ref>ALLRIS - Auszug. Abgerufen am 22. Dezember 2023.</ref> Hierfür wurde im Mai 2019 ein Wettbewerbsverfahren mit vier eingeladenen Büros gestartet, die in einem kooperativen Prozess Ideen für einen städtebaulichen Masterplan des Bergviertels entwickeln sollten. Den Siegerentwurf hat das Büro Cityförster Architecture + Urbanism aus Hannover erarbeitet.<ref>Vgl. Bergviertel Potsdam Krampnitz. Wettbewerbsdokumentation, hg. von der Entwicklungsträger Potsdam GmbH, 2020, S. 5</ref>

Ein Mix aus Geschosswohnungsbauten und Reihenhäuser sowohl im denkmalgeschützten Bestand als auch in Neubauten soll Wohnraum für unterschiedliche Bevölkerungsschichten bieten. Hierbei sind verschiedene Wohnangebote wie Eigentumswohnungen und geförderter Mietwohnungsbau, Mehrgenerationenwohnen und Wohngemeinschaften vorgesehen.<ref>Wohnen. Abgerufen am 22. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von den ca. 4.900 geplanten Wohneinheiten sollen 25 Prozent als sozialer Wohnungsbau realisiert werden.<ref>375 | Entwicklungsstufen und günstiger Wohnraum für Krampnitz – Landeshauptstadt stellt 2. Statusbericht zur Stadtteilentwicklung vor | Landeshauptstadt Potsdam. 17. Juni 2020, abgerufen am 22. Dezember 2023.</ref> Im benachbarten Bergviertel sollen bis zu 600 Wohnungen genossenschaftlich errichtet werden.<ref>Neuer Potsdamer Stadtteil: Genossenschaften sollen ganzes Bergviertel für 53 Millionen Euro kaufen. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 22. Dezember 2023]).</ref> Im Bereich der sozialen Infrastruktur sind sieben Kindertagesstätten, zwei Grundschulen mit Hort<ref>Vier Millionen Euro Fördermittel für erste Schule in Krampnitz. Abgerufen am 22. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe sowie ergänzende Angebote in Form von Sportanlagen, einem Jugendclub und einem Stadtteilzentrum vorgesehen.<ref>Ehemalige Kaserne Krampnitz wird lebendiger Stadtteil | Landeshauptstadt Potsdam. Abgerufen am 22. Dezember 2023.</ref> Der Entwicklungsträger Potsdam ist Bauherr der ersten Grundschule, die in zwei Bestandsgebäuden und einem ergänzenden Neubau errichtet wird.<ref>Vier Millionen Euro Fördermittel für erste Schule in Krampnitz. Abgerufen am 22. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Rund ein Fünftel der Geschossflächen im Quartier soll für gewerbliche Nutzungen geeignet sein und ein Potenzial von bis zu 3.000 Arbeitsplätzen bieten. Die gewerblichen Nutzungen sollen sich in den Erdgeschossbereichen der Hauptstraßen des Quartiers sowie an den beiden Stadtplätzen im Osten und Westen konzentrieren, wo auch Nahversorgungseinrichtungen geplant sind.<ref>Arbeiten | Krampnitz. Abgerufen am 22. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 96 von Potsdam-Bornstedt nach Krampnitz soll das Quartier ab 2029 an das Potsdamer Straßenbahnnetz anschließen.<ref name="krampnitz_mob">Mobilität | Wohnen in Krampnitz. Abgerufen am 22. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Für den öffentlichen Raum sind breite Gehwege, ein Radwegenetz sowie Grünflächen vorgesehen.<ref>Öffentlicher Raum | Wohnquartier in Krampnitz. Abgerufen am 22. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Krampnitz soll ein CO2-neutraler Stadtteil werden.<ref>Potsdamer Stadtentwicklung: Energiezentrale für 7000 Menschen. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 22. Dezember 2023]).</ref> Gemeinsam mit der Energie und Wasser Potsdam (EWP) hat der Entwicklungsträger Potsdam für das neue Stadtquartier ein eigenes Energiekonzept entwickelt.<ref>431 | Krampnitz: Landeshauptstadt und städtische Unternehmen unterzeichnen Rahmenvertrag | Landeshauptstadt Potsdam. 29. Juli 2015, abgerufen am 22. Dezember 2023.</ref>

Im Juni 2021 sind die Planungen für das neue Stadtquartier in Krampnitz von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem Nachhaltigkeitszertifikat für Quartiere ausgezeichnet worden.<ref name="krampitz_nachhalt">Nachhaltigkeitszertifikat für Krampnitz. Abgerufen am 22. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sanierungsträger Potsdam GmbH

Der Sanierungsträger Potsdam wurde 1992 als „Sanierungsträger Potsdam Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH“ gegründet.<ref>Landeshauptstadt Potsdam (Hrsg.): 23. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam. 2017, S. 50.</ref> 2006 wurde die Gesellschaft in den Unternehmensverbund der ProPotsdam eingegliedert. Seit 2008 firmiert die Gesellschaft unter „Sanierungsträger Potsdam GmbH“.<ref>Landeshauptstadt Potsdam (Hrsg.): 23. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam. 2017, S. 50.</ref> Die Gesellschaft hat im Laufe der Jahre unterschiedliche Gesellschafterkonstellationen bzw. Beteiligungs- und Kapitalverhältnisse durchlaufen.<ref>Vgl. der Landeshauptstadt Potsdam der Jahre 2004–2017</ref> Zurzeit sind die ProPotsdam GmbH mit 90 Prozent und die Mittelbrandenburgische Sparkasse mit 10 Prozent an der Gesellschaft beteiligt.<ref>Sanierungsträger Potsdam GmbH (Hrsg.): Die Sanierung der Zweiten Barocken Stadterweiterung in den Jahren 1990 bis 2017. Bericht zur Teilaufhebung. 2020, S. 49.</ref><ref>Sanierungssatzung "2. Barocke Stadterweiterung". 11. Mai 2005, abgerufen am 23. März 2023.</ref>

Die Geschäftsführung der Sanierungsträger Potsdam GmbH wird gebildet durch Bert Nicke und Sigrun Rabbe.<ref>Sanierungsträger Potsdam GmbH. Abgerufen am 23. März 2023.</ref>

Anlass zur Gründung des Unternehmens war der zu Wendezeiten erfolgte politische Beschluss der Potsdamer Stadtverordneten zur Sanierung des Holländischen Viertels und der sogenannten „Zweiten Barocken Stadterweiterung“, zwei im 18. Jahrhundert bebaute innerstädtische Wohn- und Gewerbeviertel, die aufgrund der zu DDR-Zeiten üblichen mangelnden Investition in Instandsetzung und Modernisierung der Gebäude stark vom Verfall betroffen waren. Gemäß des im Baugesetzbuch (BauGB) verankerten „Besonderen Städtebaurechts“ (§§ 157-191, BauGB) hatte die Stadt Potsdam sich entschieden, die Aufgabe der Vorbereitung und Durchführung der städtebaulichen Maßnahmen einem treuhänderischen Sanierungsträger zu übertragen.<ref>Sanierungsträger Potsdam GmbH (Hrsg.): Die Sanierung des Holländischen Viertels 1991 bis 2014. Bericht zur Teilaufhebung des Sanierungsgebietes. 2014, S. 52 ff.</ref>

Luftschiffhafen Potsdam GmbH

Die Betreibergesellschaft Luftschiffhafen Potsdam GmbH wurde am 28. Mai 2008 als 100%ige Tochter der ProPotsdam GmbH gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Bewirtschaftung und Entwicklung des Sportparks Luftschiffhafen im Auftrag der Landeshauptstadt Potsdam.<ref>Luftschiffhafen Potsdam GmbH | Landeshauptstadt Potsdam. Abgerufen am 4. Juli 2023.</ref> Die ProPotsdam ist Eigentümerin eines Großteils der Flächen, die zu dem historisch als Werksgelände für den Bau von Luftschiffen angelegten Areal gehören.<ref>Landeshauptstadt Potsdam (Hrsg.): Sportförderbericht 2018. Potsdam Februar 2019, S. 6.</ref>

Der Sportpark ist Zentrum des Leistungssports in Potsdam und Standort des Olympiastützpunkt Brandenburg.<ref>Olympiastützpunkt Brandenburg - Ein Team für Brandenburg. 26. Juni 2023, abgerufen am 4. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die bauliche Neuordnung des Sportareals erfolgte auf Beschluss der Potsdamer Stadtverordneten ab dem Jahr 2009.<ref>Landeshauptstadt Potsdam (Hrsg.): 17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam. 2011, S. 20.</ref> Als Leitfaden für die Entwicklung des im Südwesten zwischen Zeppelinstraße und Havel gelegenen und 230 Quadratmeter umfassenden Areals diente der „Masterplan Luftschiffhafen“, der von Architekturprofessor Ludger Brands im Auftrag der ProPotsdam erarbeitet wurde.<ref>Von Jan Brunzlow: Masterplan für Luftschiffhafen. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 4. Juli 2023]).</ref>

Zu den zentralen Bau- und Sanierungsmaßnahmen gehörten der Bau der 2012 eröffneten MBS-Arena<ref>Landeshauptstadt: MBS-Arena am Luftschiffhafen eröffnet. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 4. Juli 2023]).</ref> und das 2012 fertiggestellte „Haus der Vereine“<ref>Landeshauptstadt: Bauarbeiten an der Kanuscheune werden beendet. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 4. Juli 2023]).</ref>, die Sanierung und bauliche Ergänzung der Mensa<ref>Sportpark Luftschiffhafen. Abgerufen am 4. Juli 2023.</ref>, der Sportschule Potsdam „Friedrich Ludwig Jahn“ sowie der Bau eines barrierefreien Wohnheims, das mit dem bereits zu DDR-Zeiten als Wohnheim dienenden „Haus der Athleten“ verbunden ist und durch besonders ausgestattete Zimmer auch Sportschülern mit Behinderung eine Unterkunft zur Verfügung stellt.<ref>Landeshauptstadt: Vom Atrium in die Athleten-WG. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 4. Juli 2023]).</ref><ref>570 | Neues Wohnheim für Sportler im Luftschiffhafen eröffnet | Landeshauptstadt Potsdam. Abgerufen am 4. Juli 2023.</ref> Bauherr war jeweils die ProPotsdam.

Der Sportpark wurde zu einem Standort auch für Freizeitsport ausgebaut.<ref>Ein Sportpark für alle | Landeshauptstadt Potsdam. Abgerufen am 4. Juli 2023.</ref> Neben Leistungs- und Spitzensportlern nutzen auch viele Potsdamer Sportvereine wie der SC Potsdam, der OSC Potsdam, der 1. VfL Potsdam oder der 1. FFC Turbine Potsdam die Sportanlagen.<ref>Spitzensport | Landeshauptstadt Potsdam. Abgerufen am 4. Juli 2023.</ref> Geschäftsführer der Luftschiffhafen Potsdam GmbH von 2009 bis 2020 war Andreas Klemund, ab 2013 zusammen mit Petra Runge.<ref>Märkische Allgemeine Zeitung: Andreas Klemund verlässt die Pro Potsdam. 11. März 2020, abgerufen am 4. Juli 2023.</ref> In diesen elf Jahren wurden 50 Millionen Euro in das Gelände investiert.<ref>Märkische Allgemeine Zeitung: Andreas Klemund verlässt die Pro Potsdam. 11. März 2020, abgerufen am 4. Juli 2023.</ref> Am 1. Juli 2020 wurde in Nachfolge von Andreas Klemund Dirk Wolfgramm als neuer Geschäftsführer bestellt.<ref>Neuer Geschäftsführer für den Luftschiffhafen. Abgerufen am 4. Juli 2023.</ref> Seit dem 1. Januar 2024 führt Dirk Wolfgramm die Geschäfte der Luftschiffhafen Potsdam GmbH gemeinsam mit Sandra Jacob.<ref>Neue Geschäftsführerin für den Luftschiffhafen. Abgerufen am 16. Januar 2024.</ref>

Im Rahmen der Weiterentwicklung des Sportparks hat im Oktober 2020 die Sanierung des 1927 erbauten Stadions Luftschiffhafen begonnen.<ref>Stadion kostet knapp fünf Millionen mehr: Sanierung am Potsdamer Luftschiffhafen ausgeweitet. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 4. Juli 2023]).</ref> Im Dezember 2022 hat die ProPotsdam den Grundstein für den Bau einer Dreifeld-Sporthalle am Luftschiffhafen gelegt.<ref>Neue Sporthalle in Potsdam-West im Bau: 1204 Quadratmeter für Sportschule und Vereine. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 4. Juli 2023]).</ref>

ProPotsdam Naturerlebnis GmbH

Im Jahr 2023 wurde die ProPotsdam Naturerlebnis GmbH gegründet. Das Tochterunternehmen der ProPotsdam ist aus der Biosphäre Potsdam hervorgegangen. Unter dem Dach der ProPotsdam Naturerlebnis werden der Volkspark Potsdam sowie die Biosphäre Potsdam betrieben. Geschäftsführer der ProPotsdam Naturerlebnis sind Nico Franzen und Volker Theobald.<ref>Verteiler. Abgerufen am 10. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="propotsdam_naturerleb">ProPotsdam Naturerlebnis GmbH. Abgerufen am 10. Dezember 2023.</ref><ref>Nico Franzen neuer Geschäftsführer der ProPotsdam Naturerlebnis GmbH. Abgerufen am 18. Dezember 2024.</ref>

Volkspark Potsdam

Der Volkspark Potsdam wurde anlässlich der Bundesgartenschau, die 2001 in Potsdam stattfand, errichtet. In Ergänzung zu Potsdams historischen Parkanlagen war es Ziel, im Zuge Konversion der ehemaligen russischen Militärflächen eine neue Parkanlage zu schaffen. Im Zentrum des neuen Stadtteils Bornstedter Feld sollte der Park eng mit den neuen Wohnquartieren verzahnt sein und Impulse für eine zügige städtebauliche Entwicklung des Bornstedter Feldes auslösen. Nach einer Bauzeit von knapp drei Jahren öffnete die Parkanlage zur Eröffnung der Bundesgartenschau am 20. April 2001.<ref>Märkische Allgemeine Zeitung: Buga 2001: Ja zu langen Unterhosen. 17. Juni 2018, abgerufen am 10. Dezember 2023.</ref> Nach Abschluss der Bundesgartenschau beschloss die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung eine Bewirtschaftung der Grünanlage.

Biosphäre Potsdam

Die Biosphäre Potsdam, eine Tropenwelt mit Restaurant, Café sowie einer Veranstaltungsfläche von 720 m2 am Volkspark Potsdam auf dem Bornstedter Feld,<ref>Die Tropenwelt der Biosphäre Potsdam. 20. August 2017, abgerufen am 10. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> wird seit 2023 von der ProPotsdam Naturerlebnis betrieben.<ref name="propotsdam_naturerleb" /> Die Halle, die über 20.000 Tropenpflanzen und rund 140 Tierarten beherbergt,<ref>Biosphäre Potsdam - ein Ausflug in die Tropenwelt. 10. Dezember 2023, abgerufen am 10. Dezember 2023.</ref> wurde im Rahmen der Bundesgartenschau 2001 errichtet und zunächst als Blumenhalle genutzt. 2002 erfolgten ein Umbau und die Wiedereröffnung als Biosphäre Potsdam.<ref>Erlebnisarchitektur in Potsdam: Biosphären-Umbau für 17 Millionen Euro. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 10. Dezember 2023]).</ref> Im Auftrag der Stadt übernahm die ProPotsdam 2007 die Gesellschafteranteile.<ref>240 | Biosphäre: Vorschlag zur Weiterführung als Tropenhalle | Landeshauptstadt Potsdam. 19. April 2017, abgerufen am 10. Dezember 2023.</ref>

Soziale Stadt ProPotsdam gGmbH

Die Soziale Stadt ProPotsdam gGmbH ist als gemeinnützige Gesellschaft im Jahr 2019 als Teil des Unternehmensverbunds ProPotsdam gegründet worden.<ref name=":0">Pressemitteilung der ProPotsdam 001/2022 (Jahresauftakt 2022). Abgerufen am 14. Juli 2022.</ref><ref name=":1" /> Über die gemeinnützige Gesellschaft hat die ProPotsdam ihre Tätigkeiten im Handlungsfeld Quartiersmanagement weiter ausgebaut.<ref name=":2" /> Hervorgegangen ist die Soziale Stadt ProPotsdam gGmbH aus dem Soziale Stadt Potsdam e. V., dessen Stadtteil- und Quartiersarbeit mit der Gründung der Gesellschaft in die Unternehmensstruktur der ProPotsdam überführt wurde.<ref name=":3" /> Der 2006 auf Initiative von Mitarbeitern und Führungskräften der ProPotsdam gegründete Soziale Stadt Potsdam e. V. war bereits zuvor ein von der ProPotsdam geförderter wichtiger Kooperationspartner des kommunalen Wohnungsunternehmens bei der Entwicklung der Wohnquartiere.<ref name=":4" /> Mit Wirkung vom 1. Januar 2019 ist der Geschäftsbetrieb des Vereins einschließlich seiner Mitarbeiter auf die Gesellschaft übergegangen. Der Verein Soziale Stadt Potsdam e. V. ist erloschen.<ref name=":5" />

Folgende, vom Verein Soziale Stadt Potsdam übernommene Einrichtungen befinden sich in der Trägerschaft der Sozialen Stadt ProPotsdam gGmbH<ref name=":6" />:

  • das Friedrich-Reinsch-Haus im Stadtteil Am Schlaatz
  • das Begegnungszentrum oskar. in Drewitz

Hauptaufgabe des Friedrich-Reinsch-Hauses<ref name=":7" /> ist die sozialraumorientierte Gemeinwesenarbeit. Durch Bereitstellung von Räumen und Ressourcen für nachbarschaftliche Projekte soll die Eigeninitiative der Menschen im Stadtteil Am Schlaatz gestärkt werden. Das Nachbarschafts- und Begegnungshaus soll als Anlaufpunkt für kulturelle und integrative Angebote, Bildung und Beratung allen Menschen im Stadtteil offenstehen.<ref name=":8" /> Das ehemalige „Haus der Generationen und Kulturen“ wurde 2012 zu Ehren seines früheren und 2011 verstorbenen Leiters in „Friedrich-Reinsch-Haus“ umbenannt.<ref name=":9" />

Das Begegnungszentrum oskar.<ref name=":10" /> ist 2013 als Bestandteil der Stadtteilschule Drewitz eröffnet worden.<ref name=":11" /><ref name=":12" /> Für das Drewitzer Projekt „Essbare Innenhöfe“, ein Kooperationsprojekt mit der Gewoba, wurde die Wendeschleife 2021 mit dem Potsdamer Klimapreis ausgezeichnet.<ref name=":17" />

In Fortführung der Vereinsaktivitäten ist die Soziale Stadt gGmbH Auslober des Potsdamer Ehrenamtspreises, der seit 2007 in gemeinsamer Auslobung mit der ProPotsdam und der Landeshauptstadt Potsdam verliehen wird.<ref name=":25" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="Bundesanzeiger"> ProPotsdam GmbH, Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 im elektronischen Bundesanzeiger (Veröffentlicht am 14. November 2019): (Webseite) </ref> </references>