Burg Wildentierberg
| Burg Wildentierberg | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Wildentierberg | ||||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Albstadt-Margrethausen | |||||
| Entstehungszeit | 1200 bis 1250 | |||||
| Burgentyp | Höhenburg, Spornlage | |||||
| Erhaltungszustand | Bergfriedrest, Gräben | |||||
| Ständische Stellung | Adlige, Grafen | |||||
| Bauweise | Quader- und Buckelquadermauerwerk | |||||
| Geographische Lage | 48° 14′ N, 8° 59′ O
{{#coordinates:48,227648|8,980708|primary
|
dim=200 | globe= | name= | region=DE-BW | type=building
}} |
| Höhenlage | 953,6 m ü. NN | |||||
|
| ||||||
Die Burg Wildentierberg ist der Rest einer Höhenburg auf dem 953,6 m ü. NN hohen „Kugelbergle“, etwa 1000 Meter östlich der Klosterkirche von Margrethausen, einem Stadtteil von Albstadt im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg.
Geschichte
Die Burg wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts von den Herren von Tierberg erbaut, 1313 erwähnt und um 1400 aufgegeben. Die Burg Wildentierberg gehört zu einer Burgengruppe der Tierberger Herrschaft, die neben der der Stammburg Altentierberg aus den Burgen Hossingen, Neuentierberg und eventuell der Burg Meßstetten besteht. 1370 kam die Herrschaft Meßstetten an die Wildentierberger Linie. Die Brüder Hans Rudolf und Hans Konrad von Tierberg von der Wildentierberg beurkunden eine Übereinkunft wegen der geistlichen Lehen zu Ebingen, Lautlingen, Margrethausen und Meßstetten (Stetten).<ref>Landesarchiv Baden-Württemberg Abt.Staatsarchiv Sigmaringen (Hrsg.): Dep 38 T Nr. 1292. Meßstetten.</ref> 1373 nennt sich ein Ritter Hansen von der Wildentierberg.<ref>Bestand A 602 Nr. 8275 auf Landesarchiv-BW.de</ref> 1522 erwirbt Hans Conrad von Tierberg von Wildentierberg Grundstücke vom Kloster Wittichen in Margrethausen.<ref>Bestand Dep37 T1 Nr.39 auf Landesarchiv-BW.de</ref> Durch die Heirat einer Wildentierberger Tochter Anna von der Wildentierberg mit Conrad von Hölnstein kam die Herrschaft Meßstetten an diesen.<ref>Hermann Krauß: Orts und Kirchengeschichte von Meßstetten. 75 jähriges Bestehen der Kirche. Hrsg.: Orgelfonds-Pfarrer Peter Gall. Meßstetten 1989, S. 19.</ref> Spätere Besitzer waren auch die Grafen von Stauffenberg. 1931 wurden Grundmauern auf der Burgfläche durch den Burgenmaler Konrad Albert Koch in Zusammenarbeit mit dem Lautlinger Pfarrer Albert Pfeffer freigelegt und entsprechend festgehalten<ref>Koch, Konrad Albert Albvereinsblätter 44/1 (1932,) 16-17 „Burg Wildentierberg“ abgerufen am 11. Juni 2021 http://www.schwaben-kultur.de/online-blaetter.htm</ref>.
Beschreibung
Die ehemalige Burganlage verfügte über eine ovale Kernburg mit einem Bergfried in der Südecke der Anlage, eine Vorburg und Abschnittsgraben. Der Bergfried hatte eine Grundfläche von 8,3 mal 8,2 Meter und eine Mauerstärke von 3,10 Meter. Der Wirtschaftshof Ochsenhaus wird heute als Gaststätte betrieben.
Heutige Nutzung
In den letzten Jahren wurde versucht das Gelände aufzubereiten. Um Halbtagstouristen ein attraktives Ziel zu bieten, wurden Wanderwege eingerichtet und beworben. Ein Verein kümmert sich um den Erhalt des ehemaligen Wirtschaftshof, die Wanderwege und einen Spielplatz.<ref name="Ochsenbergverein">Beatrix Müller: Ochsenbergverein wirbt um junge Leute. In: Schwarzwälder Bote. 13. April 2011.</ref>
Literatur
- Günter Schmitt: Burgen, Schlösser und Ruinen im Zollernalbkreis. Herausgegeben vom Landratsamt Zollernalbkreis, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2007, ISBN 978-3-7995-0186-6, S. 73–76.
- Christoph Bizer: Oberflächenfunde von Burgen der Schwäbischen Alb – Ein Beitrag zur Keramik- und Burgenforschung. Herausgegeben vom Regierungspräsidium Stuttgart – Landesamt für Denkmalpflege. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-2038-7, S. 204–205.
- Günter Schmitt: Burgenführer Schwäbische Alb. Band 5: Westalb: Wandern und entdecken zwischen Reutlingen und Spaichingen. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach an der Riß 1993, ISBN 3-924489-65-3, S. 301–306.
- Christoph Bizer, Rolf Götz: Vergessene Burgen der Schwäbischen Alb. DRW-Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-87181-244-7, S. 75–76.
Weblinks
- Historische Rekonstruktionszeichnung aus Burgrekonstruktion.de
- wanderinstitut.de Wanderweg zum Wirtschaftshof Ochsenhaus der Burg
- hzl-online.de Vertaktes Angebot im Schienenverkehr an Wochenenden
- ochsenhaus.de Der Wirtschaftshof in der heutigen Nutzung
Einzelnachweise
<references />
Burg Altentierberg | Burg Aufhofen | Burg Azilun | Zollernschloss Balingen | Wasserburg Bubenhofen | Burg Dotternhausen (Schloss Dotternhausen, Cotta’sches Schloss) | Burg Ebingen | Ruine Ehestetten | Burg Endingen | Ruine Falken | Jagdschloss Friedrichstal | Frundsburg | Burg Geislingen | Burg Gräbelesberg | Burg Haigerloch | Schloss Haigerloch | Ruine Haimburg | Burg Häringstein | Ruine Hasenfratz | Burg Hausen (Burg am Heubelstein) | Burg Hausen (Burzel) | Neues Schloss (Hechingen) | Burg Heersberg | Burgstall Heidenschlössle | Burg Hinterwiesen | Burg Hirschberg | Burg Hohenburladingen | Ruine Hohenjungingen | Ruine Hohenmelchingen | Burg Hohenrangendingen | Ruine Hohenringingen | Burg Hohenzollern | Burg Hölnstein (Ruine Holstein) | Burg Hossingen | Burg Killer | Ruine Leckstein | Schloss Lindich | Burg Meßstetten | Burg Neuentierberg | Burg Nusplingen | Burg Oberdigisheim | Burg Oberhohenberg | Burg Plettenberg | Ruine Ringelstein | Burg Ror | Burg Rosenfeld | Burg Roßwangen | Ruine Salmendingen | Schalksburg (Straßberg) | Schalksburg (Württemberg) | Burg Semdach | Burg Stauffenberg | Burg Straßberg | Burg Tailfingen | Burg Tiefenberg | Burg Tieringen | Burg Untreues Ziel | Burg Vogelfels | Volksburg (Stein) | Weilerburg | Ruine Wenzelstein | Burg Wildentierberg | Burg Zell | Burg Zimmern