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Saurashtra (Staat)

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Saurashtra
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Status ehemaliger Bundesstaat
Hauptstadt Rajkot
Gründung 15. Februar 1948
Auflösung/Fusion 1. November 1956
(States Reorganisation Act: Angliederung an Bombay)
Fläche 55.558 km²
Einwohner 3,96 Millionen (1950)<ref>The Gazette of India Extraordinary. (pdf) The Government of India, 17. April 1950, abgerufen am 6. November 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), digitales Archiv der Ausgaben der Gazette of India unter http://www.egazette.nic.in/).</ref>
Bevölkerungsdichte
Sprachen Gujarati
Gouverneur
Chief Minister Uchharangray Navalshankar Dhebar (1948–1954)
Rasiklal Umedchand Parikh (1954–1956)
Website {{{WEBSITE}}}
ISO-Code {{{ISOCODE}}}
Datei:Saurashtra in India (1951).svgLage von Saurashtra in Indien (1951)
Datei:SaurashtraKart.svg
Die größeren Staaten von Saurashtra

Saurashtra war eine Union von Fürstenstaaten im heutigen Bundesstaat Gujarat, die von 1947 bis 1956 existierte.

Entstehung

Saurashtra entstand am 15. Februar 1948 zum Ende der britischen Kolonialherrschaft in Indien durch den Zusammenschluss von 217 Fürstenstaaten auf der Halbinsel Kathiawar, von denen allerdings viele nur wenige Dörfer regierten und die sich 1948 Indien anschlossen. Der ursprünglich Name der Union von Fürstenstaaten lautete United State of Kathiawar („Vereinigter Staat Kathiawar“). Dieser wurde im November 1948 in Saurashtra geändert.<ref>Sapovadia, Vrajlal: Saurashtra: A Language, Region, Culture Community. Munich Personal RePEc Archive, 2014, abgerufen am 31. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Hauptstadt wurde Rajkot, Rajpramukh (Staatsoberhaupt) wurde der Maharaja von Nawanagar. Der muslimische Maharaja von Junagadh erklärte am 15. August 1947 den Anschluss seines Fürstentums an Pakistan, was von Indien nicht anerkannt wurde. Junagadh wurde Indien angeschlossen und der Maharaja ging ins Exil nach Pakistan. Auch die Staaten Manavadar und Mangrol hatten muslimische Herrscher. Die zu mehr als 80 % hinduistische Bevölkerung dieser drei Staaten sprach sich in einer Volksabstimmung im Februar 1948 mit großer Mehrheit für den Anschluss an Indien aus. Am 15. Februar 1948 wurde die Bildung des „Vereinigten Staates von Saurashtra (Kathiawar)“ bekanntgegeben.<ref>S. N. Sadasivan: Political and Administrative Integration of Princely States. Mittal Publications, Neu-Delhi, 2005, ISBN 81-7099-968-5. S. 26: Junagadh: Kathiawar: Formation of Saurashtra</ref> Der Name ‚Saurashtra‘ bedeutet so viel wie „guter Staat“ und war schon seit langer Zeit für die Region in Gebrauch.<ref name="history">Virbhadra Singhji: The Rajputs of Saurashtra. Bombay Popular Prakashan, 1994, ISBN 81-7154-546-7. S. 29</ref>

Die größeren Teilstaaten waren: Junagadh (Sorath), Nawanagar, Porbandar, Bhavnagar, Morvi, Dhrangadhra, Wadhwan, Limbdi, Wankaner, Rajkot, Palitana, Dhrol, Gondal, Manavadar, Jasdan und Janjira. 1951 hatte Saurashtra eine Fläche von 55.558 km² und 4 Millionen Einwohner.

Politik

Nach Inkrafttreten der Verfassung der Republik Indien im Jahr 1950 bildete Saurashtra einen ‚B-Bundesstaat‘. Formelles Oberhaupt war weiterhin ein ehemals regierender Fürst, mit dem Titel eines Rajpramukh, wobei die tatsächliche politische Exekutive beim Chief Minister und dessen Regierung, die vom gewählten Parlament bestimmt wurden, lag. Während der Zeit des Bestehens von Saurashtra erfolgte einmalig im Jahr 1951 eine Wahl zum 60 Abgeordnete umfassenden Parlament von Saurashtra. Dabei erzielte die Kongresspartei fast zwei Drittel der Stimmen und gewann mehr als 90 % der Abgeordnetenmandate.<ref>Election Results – Full Statistical Reports. Indian Election Commission (Indische Wahlkommission), abgerufen am 15. Mai 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Wahlergebnisse sämtlicher indischer Wahlen zur Lok Sabha und zu den Parlamenten der Bundesstaaten seit der Unabhängigkeit).</ref>

Wahl zum Parlament von Saurashtra 1951
Partei Stimmen Sitze
Zahl Prozent Zahl Prozent
Indischer Nationalkongress (INC) 606.934 63,8 % 55 91,7 %
Saurashtra Khedut Sangh (SKS) 139.449 14,7 % 1 1,7 %
Akhil Bharatiya Hindu Mahasabha (ABHM) 43.043 4,5 % 0
Sozialistische Partei (SP) 34.778 3,7 % 2 3,3 %
Kisan Mazdoor Praja Party (KMPP) 30.907 3,3 % 0
Alle übrigen Parteien 20.774 2,2 % 0
Unabhängige 75.624 8,0 % 2 3,3 %
Summe 951.509 100,0 % 60 100,0 %

Bei der ersten gesamtindischen Parlamentswahl 1951/52 wählte Saurashtra 6 von 489 Abgeordneten für die Lok Sabha. Alle 6 Wahlkreise wurden von Kandidaten der Kongresspartei gewonnen. In der Rajya Sabha, dem Staatenhaus des indischen Parlaments hatte Saurashtra 4 von 215 Stimmen.

Auflösung

Nachdem es schon seit etlichen Jahren Diskussionen um die territoriale Neugliederung des indischen Bundesgebietes nach ethnisch-sprachlichen Gesichtspunkten gegeben hatte, wurde dieses Konzept 1956 im States Reorganisation Act im Wesentlichen umgesetzt. Am 1. November 1956 wurde Saurashtra als Staat aufgelöst und dem Bundesstaat Bombay einverleibt. 1960 wurde auch Bombay in die zwei Nachfolgestaaten Maharashtra und Gujarat aufgeteilt und das Gebiet von Saurashtra kam am 1. Mai 1960 zu Gujarat.

Postwesen

Die letzte Briefmarke der Post von Junagadh/Soruth war ein Provisorium, bei dem eine Gerichtskostenmarke von Bhavnagar mit dem Aufdruck U.S.S. (United State of Saurashtra)/REVENUE/POSTAGE/SAURASHTRA versehen wurde.

Literatur

  • Andreas Birken: Philatelic Atlas of British India, CD-ROM, Hamburg 2004
  • Copland, Ian: The princes of India in the endgame of empire 1917–47, Cambridge 1997. ISBN 0-521-57179-0
  • Schwartzberg, Joseph E., Hrsg.: A historical atlas of South Asia, 2. A., New York/Oxford 1992, ISBN 0-19-506869-6

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

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