Leutascher Ache
| Leutascher Ache Gaistalbach (Oberlauf), Leutasch (Bayern) | ||||||||||||
|
Leutascher Ache mit Wettersteinkamm | ||||||||||||
| Daten | ||||||||||||
| Gewässerkennzahl | AT: 2-6-22, DE: 1612 | |||||||||||
| Lage | Tirol, Bayern | |||||||||||
| Flusssystem | Isar | |||||||||||
| Abfluss über | Isar → Donau → Schwarzes Meer | |||||||||||
| Quelle | im Mieminger Gebirge 47° 21′ 58″ N, 10° 58′ 46″ O {{#coordinates:47,366234|10,979485|
|
dim= | globe= | name=Quelle Leutascher Ache | region=AT-7 | type=waterbody
}} | ||||||
| Quellhöhe | ca. 1829 m ü. A.<ref name="tiris" /> | |||||||||||
| Mündung | bei Mittenwald in die IsarKoordinaten: 47° 25′ 52″ N, 11° 15′ 30″ O
{{#coordinates:47,431248|11,258362|primary
|
dim= | globe= | name=Mündung Leutascher Ache | region=DE-BY | type=waterbody
}} |
dim= | globe= | name=Mündung Leutascher Ache | region=DE-BY | type=waterbody
}} | |
| Mündungshöhe | ca. 920 m ü. NN | |||||||||||
| Höhenunterschied | ca. 909 m | |||||||||||
| Sohlgefälle | ca. 30 ‰ | |||||||||||
| Länge | 29,9 km<ref name="tiris">TIRIS – Tiroler Raumordnungs‐ und Informationssystem</ref> | |||||||||||
| Einzugsgebiet | 110,85 km²<ref name="DE-BY_GV162">Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Isar, Seite 2 des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Stand 2016 (PDF; 2,5 MB)</ref> | |||||||||||
| Abfluss am Pegel Mittenwald<ref name="DE-BY_GKJB-D06185">Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Donaugebiet 2006 Bayerisches Landesamt für Umwelt, S. 185, abgerufen am 4. Oktober 2017, Auf: bestellen.bayern.de (PDF, deutsch, 24,2 MB).</ref> AEo: 112 km² Lage: 700 m oberhalb der Mündung |
NNQ (17.02.1991) MNQ 1928–2006 MQ 1928–2006 Mq 1928–2006 MHQ 1928–2006 HHQ (23.08.2005) |
818 l/s 1,34 m³/s 3,58 m³/s 32 l/(s km²) 21,8 m³/s 89,6 m³/s | ||||||||||
| Linke Nebenflüsse | Rossbrandbach, Puitbach, Klammbach, Leitenbach | |||||||||||
Die Leutascher Ache im Leutaschtal | ||||||||||||
Die Leutascher Ache, im Oberlauf Gaistalbach, im bayrischen Abschnitt Leutasch genannt, ist ein linker Nebenfluss der Isar, der in Tirol und zu einem kleinen Teil in Bayern verläuft.
Verlauf
Die Leutascher Ache entspringt nördlich von Igelskopf und Breitenkopf im Mieminger Gebirge im Gemeindegebiet von Ehrwald und verläuft anfangs Richtung Norden. Nach rund einem Kilometer nimmt sie das Wasser aus dem Igelsee auf und fließt nach Osten durch das Gaistal, zwischen Wettersteingebirge und Mieminger Gebirge hindurch (auf Mieminger und Wildermieminger Gemeindegebiet). Bei Leutasch wendet sie sich nach Nordosten, durchfließt das Leutaschtal, ein Hochtal, und mündet nach der Leutaschklamm (Geisterklamm) bei Mittenwald (Bayern) in die Isar.
Einzugsgebiet und Wasserführung
Die Leutascher Ache entwässert ein Einzugsgebiet von 110,85 km², der höchste Punkt darin ist der Hochplattig mit 2768 m ü. A.
Der mittlere Abfluss am Pegel Klamm, 16,4 km oberhalb der Mündung, beträgt 1,40 m³/s, was einer Abflussspende von 31,1 l/s·km² entspricht (Reihe 1984–2009). Die Leutascher Ache weist ein ausgeprägtes gemäßigt-nivales Abflussregime auf,<ref>Helmut Mader, Theo Steidl, Reinhard Wimmer: Abflussregime österreichischer Fließgewässer. Beiträge zu einer bundesweiten Fließgewässertypologie. Umweltbundesamt, Monographien Band 82, Wien 1996, S. 95 (PDF; 14,7 MB)</ref> wie es für einen Gebirgsbach ohne Gletschereinfluss typisch ist. Der mittlere Abfluss ist im wasserreichsten Monat Mai (3,02 m³/s) mehr als sieben Mal höher als im wasserärmsten Monat Februar (0,41 m³/s).<ref name="hydr_jb">Vorlage:HydrographischesJahrbuchOesterreich</ref>
Ökologie
Der Lauf der Leutascher Ache ist relativ naturnah, ihr ökologischer Zustand wird außer in den unmittelbaren Siedlungsgebieten als sehr gut bis gut bewertet. Die Sohle ist außerhalb der Siedlungsbereiche unverbaut, die Ufer sind punktuell, im Siedlungsbereich durchgehend verbaut.<ref name="tiris" /> Die Leutascher Ache zählt zu den saubersten Fließgewässern Tirols, sie weist im gesamten Verlauf Gewässergüteklasse I auf.<ref>Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Saprobiologische Gewässergüte der Fließgewässer Österreichs. Stand 2005. (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PDF; 1 MB ( vom 22. Dezember 2015 im Internet Archive))</ref>
Geschichte
Die Leutascher Ache ist urkundlich früh belegt. 1177 wird sie in einer Traditionsnotiz zugunsten des früheren Augustinerchorherrstifts Polling als „aqua que dicitur Livtaske“ genannt.<ref>Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 267, Nr. 737.</ref>
Das am Oberlauf errichtete Elektrizitätswerk Leutasch liegt mit Stand 2025 still. In der Geisterklamm wurde ein Steg aus Metall und Glas zum Durchwandernern errichtet. 2025 wird ein Kraftwerksprojekt betrieben, das Wasser aus dem Oberlauf ausleiten, in einem grob 5 km langen Stollen bis nach Deutschland leiten und dort 95 Höhenmeter Gefälle abarbeiten soll.
Weblinks
- Eintrag zu Leutascher Ache im Austria-Forum (im AEIOU-Österreich-Lexikon)
- Wasserstand und Durchfluss der Leutascher Ache am Pegel Klamm (Hydrographischer Dienst Tirol)
- Flussführer online bei kajaktour.de
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Flusssystem Isar
- Wikipedia:Qualitätssicherung Geographie:Nachweise fehlen
- Fluss in Europa
- Fluss in Tirol
- Fluss in Bayern
- Fluss im Wettersteingebirge
- Geographie (Ehrwald)
- Geographie (Mieming)
- Wildermieming
- Geographie (Leutasch)
- Geographie (Mittenwald)
- Fließgewässer im Landkreis Garmisch-Partenkirchen
- Gewässer im Bezirk Reutte
- Ersterwähnung 1177
- Gewässer im Bezirk Imst
- Gewässer im Bezirk Innsbruck-Land