Zum Inhalt springen

Dromersheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 22. Januar 2026 um 23:24 Uhr durch imported>Gaviloh (Wappen: typo).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Dromersheim
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1468)&title=Dromersheim 49° 55′ N, 7° 58′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1468) 49° 55′ 28″ N, 7° 57′ 45″ O
 {{#coordinates:49,924519|7,962554|primary
dim=10000 globe= name=Dromersheim region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 147 m ü. NHN
Einwohner: 1468 (1. Feb. 2025)<ref>Strukturdaten. Abgerufen am 28. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Eingemeindung: 22. April 1972
Postleitzahl: 55411
Vorwahl: 06725
Lage von Dromersheim in Rheinland-Pfalz
Datei:Mascop Karte 2 Dromersheim.jpg
Gottfried Mascop: Karte der Gemarkung Dromersheim, 1577
Datei:Bingen-Dromersheim Katholische Kirche 20100910.jpg
Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul
Datei:Bingen-Dromersheim Hakenhof 20100910.jpg
Vierseithof aus dem 18. Jahrhundert
Datei:Dromersheim Verkehrskreisel Eiswein.jpg
Verkehrskreisel bei Dromersheim mit Eisweindenkmal

Dromersheim ist ein Stadtteil von Bingen am Rhein in Rheinland-Pfalz.

Geschichte

Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes findet sich als Truhtmaresheim in einer von Edling Eggiolt von Worms am 15. Juni 754 ausgestellten Urkunde.

Bis zum Ende des Alten Reichs gehörte Dromersheim zu Kurmainz.<ref>Andrea Kraft: Ortsverzeichnis zur Historischen Karte der Pfalz und Rheinhessens 1789. Landesarchiv Speyer 2009, S. 6.</ref>

Nach der Einnahme des linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen wurde die Region 1793 von Frankreich annektiert.

Verzögert durch die Koalitionskriege wurde die Annexion erst nach 1797 konsolidiert, Dromersheim gehörte ab 1798 zum Département Donnersberg und dem dortigen Kanton Bingen. Gerichtlich war im Bereich des Kantons für die Zivilgerichtsbarkeit das Friedensgericht Bingen zuständig, für die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit bestanden Notariate.<ref>Friedrich Lehne: Historisch-statistisches Jahrbuch des Departements vom Donnersberge für das Jahr 9 der fränkischen Republik. Pfeiffer, Mainz 1801, S. 174. (Digitalisat).</ref>

Aufgrund 1815 auf dem Wiener Kongress getroffener Vereinbarungen und eines 1816 zwischen dem Großherzogtum Hessen, Österreich und Preußen geschlossenen Staatsvertrags kam Rheinhessen, und damit auch Dromersheim, zum Großherzogtum Hessen, das dieses neu erworbene Gebiet als Provinz Rheinhessen organisierte. Nach der Auflösung der Kantone in der Provinz 1835 lag Dromersheim im neu errichteten Kreis Bingen.

Am 11. Februar 1830 wurde in den Weinbergen von Dromersheim erstmals in Deutschland Eiswein gelesen.

Das bis dahin für Dromersheim zuständige Friedensgericht Bingen wurde 1879 aufgelöst und durch das Amtsgericht Bingen ersetzt.<ref>Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze vom 14. Mai 1879. In: Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt Nr. 15 vom 30. Mai 1879, S. 197f.</ref>

Die bis dahin eigenständige Gemeinde Dromersheim wurde am 22. April 1972 mit 1.221 Einwohnern nach Bingen eingemeindet.<ref name="GV2006p171">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref>

Wappen

Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Dromersheim ist geviert. In den Feldern eins und vier je ein silbernes Mainzer Rad auf rotem Grund. Im zweiten Feld auf blauem Grund eine goldene Krone, umrahmt von sieben silberne Sternen und eine silberne Mondsichel (Hinweis auf die als „schöne Dromersheimerin“ bekannte Madonna). Im dritten Feld, ebenfalls auf blauen Grund, zwei gekreuzte goldene Schlüssel. Die Schlüssel symbolisieren Sankt Petrus, einen der Kirchenpatrone des Dorfes.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Kulturdenkmäler in Bingen am Rhein sind für Dromersheim 13 Einzeldenkmale und eine Denkmalzone aufgeführt.

Musik

  • Katholische Kirchenmusik Bingen-Dromersheim
  • Männergesangverein Bingen-Dromersheim 1872

Bauwerke

  • Dromersheimer Pfarrkirche

Sport

  • Turn- und Sportverein 1899 Bingen-Dromersheim

Weitere Vereine

  • Bauernverein Bingen-Dromersheim
  • Kath. Junge Gemeinde Dromersheim
  • Landfrauenverein Bingen-Dromersheim
  • Ortsvereinsring Bingen-Dromersheim e. V.
  • Carneval Club Ledekepp e. V.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Dromersheim liegt im Schnittpunkt der Landstraße 414 und der Bundesstraße 41, die Autobahnen 60 und 61 sind maximal 10 km entfernt.

Über Stadtbusse ist der Stadtteil im Halbstundentakt mit Bingen verbunden. Dreimal täglich gibt es eine Busverbindung nach Bad Kreuznach. Die nächsten Bahnhöfe sind an der linken Rheinstrecke in Bingen, sowie der Rheinhessenbahn und Nahetalbahn in Gensingen-Horrweiler, Ockenheim oder auch Gau-Algesheim vorhanden.

Bildung

Im Ort selbst befindet sich eine Grundschule. Die Realschule Plus ist im Stadtteil Büdesheim. Weiterführende Schulen (Stefan-George-Gymnasium und Hildegardisschule) sind in Bingen bzw. in Büdesheim die Rochus-Realschule. Eine Berufsbildende Schule (Sekundarabschluss I und Fachabitur) findet sich in Bingen. Eine Integrierte Gesamtschule mit der Abschlussmöglichkeit Mittlere Reife bzw. Abitur gibt es in Ingelheim am Rhein.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Stadtteils

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Gottfried Mascop (* vor 1550; † nach 1603), deutscher Kartograf der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, Gemarkungspläne
  • Burkard Zamels (* um 1690; † 1757), Bildhauer, Kreuzigungsgruppe, um 1750

Weblinks

Commons: Dromersheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein