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Tecophilaeaceae

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Tecophilaeaceae
Datei:Conanthera bifolia (8467098538).jpg

Blütenstand von Conanthera bifolia

Systematik
Abteilung: Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Tecophilaeaceae
Wissenschaftlicher Name
Tecophilaeaceae
Leyb.

Die Tecophilaeaceae sind eine Familie in der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Die etwa 27 Arten sind in gemäßigten bis tropischen Gebieten verbreitet.

Beschreibung

Datei:Kabuyea hostifolia - uprooted plants (8375553339).jpg
Habitus von Kabuyea hostifolia mit den Knollen

Es sind meist kahle, ausdauernde krautige Pflanzen. Meist sind es Geophyten, die rhizomartige Knollen als Überdauerungsorgane bilden. Die wechselständigen Laubblätter sind spiralig oder zweizeilig an den Stängeln angeordnet oder stehen bei einigen Arten in grundständigen Blattrosette zusammen. Die ungestielten oder manchmal gestielten Blätter sind einfach. Die parallelnervige Blattspreite ist linealisch bis lanzettlich, eiförmig bis rundlich. Der Blattrand ist glatt.

Datei:Tecophilaea cyanocrocus Leyb. var. leichtlinii Leichtl. (Tecophilaeaceae) flower.jpg
Blüte im Detail von Tecophilaea cyanocrocus

Die Blüten stehen einzeln oder in endständigen, einfachen oder zusammengesetzten oft traubigen Blütenstände zusammen, mit Hochblättern. Die zwittrigen, dreizähligen Blüten sind radiärsymmetrisch bis auf Grund der unterschiedlich großen Staubblätter schwach zygomorph. Die sechs gleichgestalteten Blütenhüllblätter (Tepalen) sind mehr oder weniger stark verwachsen oder frei. Die Farbe der Blütenhüllblätter ist gelb oder weiß über violett bis blau. Es sind sechs verwachsene oder freie, oft ungleichgestaltige Staubblätter vorhanden; sie können entweder alle fertil sein oder ein bis drei, selten bis fünf sind zu Staminodien umgewandelt. Die drei Fruchtblätter sind zu einem meist halbunterständigen, bei Walleria oberständigen Fruchtknoten verwachsen mit vier bis fünfzig Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. Der aufrechte, gerade bis schwach gebogene Griffel endet in einer kopfigen bis mehr oder weniger dreilappigen Narbe.

Die Kapselfrüchte enthalten meist viele kleine, oft schwarze Samen. Die Keimblätter (Kotyledonen) sind nicht photosynthetisch aktiv.

Datei:Conanthera campanulata (8467139250).jpg
Blütenstand mit Blüten im Detail von Conanthera campanulata
Datei:Kabuyea hostifolia - raceme (8375553251).jpg
Blütenstand von Kabuyea hostifolia
Datei:Odontostomum hartwegii.jpg
Blütenstand von Odontostomum hartwegii

Systematik und Verbreitung

Synonyme für Tecophilaeaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Leyb. sind: Androsynaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Salisb., Conantheraceae <templatestyles src="Person/styles.css" />(D.Don) Hook. f., Cyanastraceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Engl., Cyanellaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Salisb. nom. cons., Walleriaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />(R.Dahlgren) Takht. nom. cons.<ref name="GRIN" /> Die Familie der Tecophilaeaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Leyb. steht der Familie Ixioliriaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Nakai nahe. Lanaria wurde früher in die Familie der Tecophilaeaceae eingeordnet stellt aber heute eine eigene Familie Lanariaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />H.Huber ex R.Dahlgren & A.E.vanWijk dar.

Die Familie besitzt ein disjunktes Areal: ihre Gattungen kommen in Afrika, im südwestlichen Südamerika und in Kalifornien (Odontostomum) vor. Sie gedeihen in gemäßigten bis tropischen Klimazonen.

Die Familie Tecophilaeaceae umfasst etwa neun Gattungen<ref name="GRIN" /> mit etwa 27 Arten:<ref name="WCSP" />

  • Conanthera <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruiz & Pav. (Syn.: Cumingia <templatestyles src="Person/styles.css" />Kunth): Die etwa fünf Arten sind in Chile verbreitet.<ref name="WCSP" />
  • Cyanastrum <templatestyles src="Person/styles.css" />Oliv. (Syn.: Schoenlandia <templatestyles src="Person/styles.css" />Cornu): Die etwa drei Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.<ref name="WCSP" />
  • Cyanella <templatestyles src="Person/styles.css" />Royen ex L. (Syn.: Pharetrella <templatestyles src="Person/styles.css" />Salisb., Trigella <templatestyles src="Person/styles.css" />Salisb.): Die etwa neun Arten sind im Südlichen Afrika verbreitet.<ref name="WCSP" />
  • Eremiolirion <templatestyles src="Person/styles.css" />J.C.Manning & F.Forest: Sie enthält nur eine Art:
    • Eremiolirion amboense <templatestyles src="Person/styles.css" />(Schinz) J.C.Manning & Mannh.: Sie ist vom südwestlichen Angola to nordwestlichen und zentralen-westlichen Namibia verbreitet.<ref name="WCSP" />
  • Kabuyea <templatestyles src="Person/styles.css" />Brummitt: Sie enthält nur eine Art:
  • Odontostomum <templatestyles src="Person/styles.css" />Torr.: Sie enthält nur eine Art:
  • Tecophilaea <templatestyles src="Person/styles.css" />Bertero ex Colla (Syn.: Phyganthus <templatestyles src="Person/styles.css" />Poepp. & Endl., Poeppigia <templatestyles src="Person/styles.css" />Kunze ex Rchb., Distrepta <templatestyles src="Person/styles.css" />Miers): Die etwa zwei Arten kommen in Chile und Peru vor:<ref name="WCSP" />
    • Tecophilaea cyanocrocus <templatestyles src="Person/styles.css" />Leyb.: Sie ist in Chile (Santiago) beheimatet.<ref name="WCSP" />
    • Tecophilaea violiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />Bertero ex Colla: Sie kommt in Peru (Lima) und in Chile von Coquimbo bis Santiago vor.<ref name="WCSP" />
  • Walleria <templatestyles src="Person/styles.css" />J.Kirk (Syn.: Androsyne <templatestyles src="Person/styles.css" />Salisb.): Die etwa drei Arten sind vom tropischen bis ins südliche Afrika (Tansania bis Südafrika) verbreitet.<ref name="WCSP" />
  • Zephyra <templatestyles src="Person/styles.css" />D.Don (Syn.: Dicolus <templatestyles src="Person/styles.css" />Phil.): Die nur zwei Arten sind in Chile verbreitet:<ref name="WCSP" />
    • Zephyra compacta <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Ehrh.: Sie wurde 2001 erstbeschrieben und kommt in den Regionen III Atacama sowie IV Coquimbo vor.
    • Zephyra elegans <templatestyles src="Person/styles.css" />D.Don: Sie kommt vom nördlichen Chile bis in die Region IV Coquimbo vor.

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>

Weblinks

Commons: Tecophilaeaceae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weiterführende Literatur

  • John Charles Manning & Peter Goldblatt: A revision of Tecophilaeaceae subfam. Tecophilaeoideae in Africa. In: Bothalia, Volume 42, 2012. S. 21–41. (PDF)

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