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Ixiolirion

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Ixiolirion
Datei:Ixiolirion tataricum 1.JPG

Ixiolirion tataricum

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Ixioliriaceae
Gattung: Ixiolirion
Wissenschaftlicher Name der Familie
Ixioliriaceae
Nakai
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Ixiolirion
Fisch. ex Herb.

Ixiolirion, manchmal auch Steppenblumen, Berglilien oder Blaulilien genannt, ist die einzige Gattung der monogenerischen Familie der Ixioliriaceae in der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen. Es gibt etwa vier Arten in der Gattung und damit Familie. Die Arten haben Areale von Ägypten bis nach Zentralasien und ins südwestliche Asien. Blaulilien werden selten als Zierpflanzen genutzt.

Beschreibung

Datei:Ixiolirion montanum1PAXTON.jpg
Illustration von Ixiolirion tataricum aus Paxton’s Flower Garden, 1880
Datei:IMG 5975-Ixiolirion tataricum.jpg
Blütenstand mit Blüten im Detail von Ixiolirion tataricum

Habitus und Laubblätter

Ixiolirion-Arten wachsen als aufrechte, ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von bis 50 cm erreichen. Sie bilden (zwiebelförmige) Knollen als Überdauerungsorgane, die von einer häutigen Hülle (Tunika) umgeben sind.

Die mehr oder weniger ausgeprägt in grundständigen Blattrosetten zusammenstehenden, wechselständig und spiralig angeordneten Laubblätter sind ungestielt und einfach. Die flache Blattspreite ist linealisch oder lanzettlich und parallelnervig. Der Blattrand ist glatt.

Blütenstände und Blüten

In endständigen, aus doldigen, rispigen oder traubigen Teilblütenständen zusammengesetzten Gesamtblütenständen stehen oft nur wenige Blüten zusammen. Hochblätter können vorhanden sein oder fehlen.

Die gestielten, großen, trichterförmigen, radiärsymmetrischen Blüten sind zwittrig und dreizählig. Die sechs Blütenhüllblätter (Tepalen) sind in zwei Kreisen angeordnet und nicht oder höchstens kurz an ihrer Basis verwachsen. Die Blütenhüllblätter des äußeren Kreises sind meist schmaler als die des inneren. Die Farben der Blütenhüllblätter reichen von fast weiß über violett bis blau. Es sind zwei Kreise mit je drei fertilen Staubblättern vorhanden; sie sind untereinander frei aber mit der Basis der Blütenhüllblätter verwachsen. Die zweizelligen Pollenkörner besitzen eine Apertur und sind sulcat. Die drei Fruchtblätter sind zu einem überwiegend unterständigen Fruchtknoten verwachsen mit 15 bis 50 Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. Der Griffel, der viel länger ist als der Fruchtknoten, endet in einer dreilappigen Narbe. Es sind Nektarien vorhanden.

Früchte, Samen und Keimlinge

Die dreikammerigen Kapselfrüchte enthalten viele Samen. Die kleinen, kantigen Samen sind durch Phytomelane schwarz. Der gut ausgebildete Embryo ist fast so lang wie das Endosperm. Das Keimblatt bleibt weiß auch unter Lichteinfluss.

Inhaltsstoffe und Chromosomenzahlen

Im Gegensatz zu den Amaryllidaceae sind keine Alkaloide, auch nicht in den blauen Blüten, vorhanden. Es sind Schleimzellen vorhanden. Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 12.

Systematik und Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet reicht von Ägypten und der Türkei bis Zentralasien und ins südwestliche Asien. Sie gedeihen in gemäßigten Gebieten und im westlichen Himalaja.

Die Erstveröffentlichung der Gattung Ixiolirion erfolgte 1821 durch Friedrich Ernst Ludwig von Fischer in William Herbert: Bot. Reg., An Appendix Bot. Reg., 37. Ein Synonym für Ixiolirion <templatestyles src="Person/styles.css" />Herb. ist Kolpakowskia <templatestyles src="Person/styles.css" />Regel. Die Familie Ixioliriaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pax) Nakai wurde am 20. Juli 1943 von Nakai Takenoshin in Chosakuronbun Mokuroku, 234 veröffentlicht.<ref name="Tropicos" />

Die Gattung Ixiolirion wurde früher in die Familie der Amaryllidaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />J.St.-Hil. eingeordnet. Die Familie der Ixioliriaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pax) Nakai steht den Alliaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Batsch ex Borkh. und besonders den Tecophilaeaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Leybold nahe.

In der Gattung Ixiolirion gibt es etwa (ein bis) vier Arten:

  • Ixiolirion ferganicum <templatestyles src="Person/styles.css" />Kovalevsk. & Vved.: Die Heimat ist Kirgisistan.<ref name="WCSP" />
  • Ixiolirion karateginum <templatestyles src="Person/styles.css" />Lipsky: Die Heimat ist Zentralasien und das nordöstliche Pakistan.<ref name="WCSP" />
  • Ixiolirion songaricum <templatestyles src="Person/styles.css" />P.Yan: Sie wurde 1996 erstbeschrieben. Sie gedeiht auf trockenen Hängen und Feldern in Höhenlagen von 400 bis 1600 Metern vor. Es ist ein Endemit des nordöstlichen China und kommt nur in Xinjiang im Tianshan-Gebirge vor.<ref name="WCSP" />
  • Berg-Blaulilie oder Berg-Amaryllis (Ixiolirion tataricum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pall.) Herb., Syn.: Amaryllis tatarica <templatestyles src="Person/styles.css" />Pall., Amaryllis montana <templatestyles src="Person/styles.css" />Labill., Ixiolirion montanum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Labill.) Herb., Ixiolirion pallasii <templatestyles src="Person/styles.css" />Fisch. & C.A.Mey. ex Ledeb.): Es gibt seit 1984 zwei Varietäten:<ref name="WCSP" />
    • Ixiolirion tataricum var. ixiolirioides <templatestyles src="Person/styles.css" />(Regel) X.H.Qian: Sie kommt von Zentralasien bis ins nördliche Xinjiang vor.<ref name="WCSP" />
    • Ixiolirion tataricum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pall.) Herb. var. tataricum: Sie kommt von der östlichen Türkei bis Kaschmir vor.<ref name="WCSP" />

Galerie

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="Tropicos"> Ixioliriaceae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> </references>

Weblinks

Commons: Ixioliriaceae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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