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Egbert Kossak

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Egbert Kossak (* 24. August 1936 in Hamburg; † 10. August 2016<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Früherer Baudirektor Kossak gestorben, hamburg.de vom 20. August 2016 (Memento vom 20. August 2016 im Internet Archive)</ref>) war ein deutscher Architekt und Stadtplaner.

Leben

Kossak studierte Architektur und Städtebau an der Technischen Universität Berlin. Zusammen mit seinen Studienkollegen Thomas Sieverts und Herbert Zimmermann gründete er 1965/66 die Freie Planungsgruppe Berlin als Genossenschaft nach sozialistischen Grundsätzen.<ref>Thomas Sieverts: Ein goldenes Zeitalter der Raumplanung. Das lange Jahrzehnt 1960–1975. In: Karin Wilhelm, Kerstin Gust (Hg.): Neue Städte für einen neuen Staat, transcript Verlag Bielefeld 2013, S. 198. ISBN 978-3-8376-2204-1.</ref> Die Planungsgruppe entwickelte das Konzept für eine Trabantenstadt mit 80.000 Einwohnern am Rande Hamburgs in Billwerder-Allermöhe, ein Plan, der 1976 gestoppt und auf 9.000 Einwohner reduziert wurde.<ref>Gert Kähler: Von der Speicherstadt zur Elbphilharmonie. Hundert Jahre Stadtgeschichte Hamburg Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2009, S. 166</ref> Von 1972 bis 1981 war Kossak Professor an der Universität Stuttgart.

Von 1981 bis 1999 war Kossak Oberbaudirektor in Hamburg. Nach eigener Aussage entwickelte er dabei zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Klaus von Dohnanyi und Bausenator Eugen Wagner das Konzept der Hamburger HafenCity.<ref>Wer hatte die Idee für die Hafencity?, Welt am Sonntag</ref> Seit 1999 arbeitete er freiberuflich. Zusammen mit dem Architekturbüro Renner Hainke Wirth erstellte er den Masterplan für den zweiten Teil des Kop van Zuid in Rotterdam.<ref>Hamburger erweitern Hafencity von Rotterdam, Hamburger Abendblatt</ref> 2003 wurde Kossak wegen Bestechlichkeit im Zusammenhang mit einem Architektenwettbewerb zu einer Geldstrafe verurteilt.<ref>Urteil rechtskräftig, Hamburger Abendblatt (der Link funktioniert nicht mehr)</ref>

Nach Kossaks Tod würdigte ihn der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz „als bedeutenden Stadtentwickler, der in beinahe zwei Jahrzehnten seines Wirkens als Oberbaudirektor das moderne Hamburg tief geprägt habe“.<ref>Oliver Schirk: Hamburger Ex-Baudirektor Egbert Kossak gestorben, abendblatt.de, 20. August 2016, abgerufen am 20. August 2016</ref> Egbert Kossak fand seine letzte Ruhestätte auf dem Ohlsdorfer Friedhof.<ref>Abbildung Grabstein bei genealogy.net</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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