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Kantabrische Winde

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Kantabrische Winde
Datei:Convolvulus cantabrica 1.jpg

Kantabrische Winde (Convolvulus cantabrica)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Nachtschattenartige (Solanales)
Familie: Windengewächse (Convolvulaceae)
Gattung: Winden (Convolvulus)
Art: Kantabrische Winde
Wissenschaftlicher Name
Convolvulus cantabrica
L.

Die Kantabrische Winde (Convolvulus cantabrica) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Winden (Convolvulus) innerhalb der Familie der Windengewächse (Convolvulaceae).

Beschreibung

Datei:Convolvulus cantabrica (Kantabrien-Winde) IMG 9714.jpg
Teilblütenstand mit Blüte von de Seite
Datei:Convolvulus cantabrica (Kantabrien-Winde) IMG 9703.jpg
Blüten im Detail

Vegetative Merkmale

Die Kantabrische Winde ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 50 Zentimetern erreicht.

Die grundständigen Laubblätter sind in langen Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Ihre Blattspreiten sind spatelig oder verkehrt-eiförmig-länglich, stumpf und ganzrandig. Von unten nach oben gehen die Laubblätter allmählich in die oberen, ungestielten, linealisch-lanzettlichen spitzen Blätter über. Alle Laubblätter sind graugrün und zottig behaart.<ref name="HegiV31" />

Generative Merkmale

Die Blüten stehen einzeln oder zu zweit endständig oder achselständig oder bis zu fünft in scheindoldigen Blütenständen. Der Blütenstand wird 10 bis 50 Zentimeter hoch und ist deutlich verzweigt. Die seitlichen Blütenstände sind 4,5 bis 10, selten bis zu 15 Zentimeter lang und lang gestielt.<ref name="HegiV31" />

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Die zottig behaarten Kelchzipfel sind länglich bis lineal-lanzettlich mit zugespitztem oberen Ende. Die rosafarbenen Krone ist bei einer Länge von etwa 2 Zentimetern sowie einem Durchmesser von 3 bis 4 Zentimetern trichterförmig und ist an den Falten seidig behaart. Der Griffel ist zottig behaart.<ref name="HegiV31" />

Die Kapselfrucht ist bei einer Länge von 6 bis 8 Millimetern rundlich-eiförmig und durch den bleibenden Griffel am oberen Ende spitzig. Die Samen sind bei einer Länge von 3 bis 4 Millimetern eiförmig.<ref name="HegiV31" />

Die Blütezeit reicht von Juli bis August.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 30.<ref name="Stace" />

Datei:Convolvulus cantabrica (Kantabrien-Winde) IMG 9692.jpg
Habitus und Blüten
Datei:Convolvulus cantabrica sl13.jpg
Habitus

Vorkommen

Die Kantabrische Winde ist in Südeuropa, im südlichen Mitteleuropa, in Anatolien, im Kaukasusraum und im Iran und Afghanistan verbreitet.<ref name="WCSP" /> Sie kommt an Wegrändern und auf Felshängen in Höhenlagen bis 1700 Metern vor. Sie gedeiht hauptsächlich in kalkliebenden Therophyten-Gesellschaften des Verbandes Thero-Brachypodion.<ref name="Aeschimann" />

Systematik

Die Kantabrische Winde wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum erstveröffentlicht.<ref name="SpPl" /> Das Artepitheton cantabrica wurde von Linné als Substantiv eingeführt, weil der im Protolog zitierte Charles de l’Écluse die Pflanze als Cantabrica quorundam bezeichnet hatte. Es kann deshalb nicht in „cantabricus“ geändert werden.<ref name="ICBN"/>

Nutzung

Die Kantabrische Winde wird selten als Zierpflanze für Steingärten genutzt.

Belege

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="HegiV31"></ref> <ref name="ICBN">Internationaler Code für Botanische Nomenklatur (ICBN) Art. 23.5 und Ex. 6</ref> <ref name="SpPl">Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Impensis Laurentii Salvii, Holmiae 1753, S. 158, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fopenurl%3Fpid%3Dtitle%3A669%26volume%3D1%26issue%3D%26spage%3D158%26date%3D1753~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D</ref> <ref name="Stace">C. A. Stace: Convolvulus L. In: Thomas Gaskell Tutin u. a.: Flora Europaea. Band 3, Seite 79–82. Cambridge University Press 1972. ISBN 0-521-08489-X</ref> <ref name="Aeschimann">David Aeschimann, Konrad Lauber, Daniel Martin Moser, Jean-Paul Theurillat: Flora alpina. Band 2, Seite 54. Bern, Stuttgart, Wien Haupt-Verlag, 2004. ISBN 3-258-06600-0</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>

Weblinks