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Westerbork

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Lage von Westerbork in den Niederlanden]]
Westerbork
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Flagge
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Wappen
Staat NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande

Provinz Datei:Flag of Drenthe.svg Drenthe
Gemeinde Flagge der Gemeinde Midden-Drenthe Midden-Drenthe
Fläche
 – Land
 – Wasser
16,26 km²
16,2 km²
0,06 km²
Einwohner 4.725 (1. Jan. 2025<ref name="cbs">Kerncijfers wijken en buurten 2025. In: StatLine. CBS, 3. Oktober 2025, abgerufen am 25. Oktober 2025.</ref>)
Koordinaten 52° 51′ N, 6° 37′ OKoordinaten: 52° 51′ N, 6° 37′ O
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Bedeutender Verkehrsweg N374 N381 N856
Vorwahl 0593
Postleitzahlen 9411, 9431–9432, 9434, 9441
Datei:Westerbork, kerk foto1 2011-04-02 15.56.jpg
Westerbork, Kirche

Westerbork ist ein Dorf in der niederländischen Gemeinde Midden-Drenthe, Provinz Drenthe.

Durchgangslager Westerbork

Datei:Westerbork-monument2.jpg
Durchgangslager Westerbork

Etwa sieben Kilometer nördlich der Gemeinde befand sich in der Zeit des Nationalsozialismus das Durchgangslager Westerbork, von dem aus über 100.000 Juden und „Zigeuner“ in die Konzentrationslager deportiert wurden. Das Lager wurde bereits in der Zeit vor der deutschen Besatzung eingerichtet, zunächst als ein Auffanglager für jüdische Flüchtlinge, um sie weit von der Küste entfernt unterzubringen. Den Nationalsozialisten kam dies später sehr gelegen, da sie das Lager samt Gefangenen praktisch übernehmen und seinem neuen Zweck, den Deportationen Richtung Osten, zuführen konnten.

Westerbork Synthese Radio Telescoop

Datei:Westerbork Synthese Radio Telescoop.JPG
Westerbork Synthese-Radioteleskop

Auf einem Teil des Lagers Westerbork sowie in der näheren Umgebung befinden sich seit 1969 die Radioteleskope des Westerbork Synthese Radio Telescoop, ein aus vierzehn 25 Meter großen verschiebbaren Parabolantennen bestehendes Radiointerferometer für astronomische Beobachtungen im Wellenlängenbereich von 3,6 bis 110 cm. Von diesen Radioteleskopen sind zehn Antennen festmontiert, während zwei am östlichen Ende des Arrays auf Schienen bewegt werden können. 1,4 Kilometer östlich davon befindet sich ein zweites Paar beweglicher Schüsseln.

Politik

Westerbork war bis 1998 eine eigenständige Gemeinde und wurde dann Teil von Middenveld, das im Jahr 2000 in Midden-Drenthe umbenannt wurde.<ref>Repertorium Nederlandse Gemeenten</ref> Bis zur Auflösung der Gemeinde ergab sich seit 1982 folgende Sitzverteilung im Gemeinderat:

Partei Sitze<ref>Sitzverteilung im Gemeinderat, abgerufen am 15. September 2018 (niederländisch)</ref>
1982 1986 1990 1994
PvdA 6 6 6 4
Gemeentebelangen Westerbork 1 4
CDA 3 3 3 3
VVD 4 4 3 2
Gesamt 13 13 13 13

Literatur

  • Eva M. Moraal: Westerbork. Methodische Überlegungen zu einer Geschichte seiner Bedeutung. In: Janine Doerry, Alexandra Klei u. a. (Hrsg.): NS-Zwangslager in Westdeutschland, Frankreich und den Niederlanden. Geschichte und Erinnerung. Paderborn 2007, S. 119–132.
  • Andreas Pflock: Auf vergessenen Spuren. Ein Wegweiser zu Gedenkstätten in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg. Herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2006.
  • Pim Griffioen: Westerbork. In: Dan Diner (Hrsg.): Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur (EJGK). Band 6: Ta–Z. Metzler, Stuttgart/Weimar 2015, ISBN 978-3-476-02506-7, S. 379–383.
  • Die Entstehung der astronomischen Anlage sowie der Bestand des Lagers spielen in Harry Mulischs Erfolgsroman Die Entdeckung des Himmels eine wichtige Rolle.

Weblinks

Commons: Westerbork – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />


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