Zum Inhalt springen

Walther Davisson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. Februar 2025 um 15:47 Uhr durch imported>Georg Hügler.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Walther Davisson.png
Walther Davisson (ca. 1910)

Walther Davisson (* 15. Dezember 1885 in Frankfurt am Main; † 18. Juli 1973 in Bad Homburg vor der Höhe) war ein deutscher Geiger und Dirigent.

Leben

Davisson besuchte das Wöhler-Realgymnasium in Frankfurt am Main. Nach dem Abitur studierte er von 1900 bis 1906 Violine bei Adolf Rebner an Dr. Hoch’s Konservatorium. Von 1906 bis 1913 war er Sekundarius in dessen Quartett.

Von 1908 bis 1918 unterrichtete er Violine am Hoch’schen Konservatorium. Danach leitete er eine Violinklasse am Leipziger Konservatorium und wurde dort 1922 stellvertretender Direktor. Von 1932 bis 1942 war er deren Rektor. Zum 1. Mai 1933 war er der NSDAP beigetreten (Mitgliedsnummer 2.989.646).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/5861413</ref> In den Jahren 1947 bis 1948 lehrte er an der Staatlichen Hochschule für Theater und Musik Halle. Von 1950 bis 1954 war Davisson Künstlerischer Leiter der Frankfurter Musikhochschule und des Konservatoriums. Zu seinen Schülern gehörten u. a. Gerhard Bosse, Saschko Gawriloff, Georg Hanstedt, Fritz Kirmse, Arnold Matz und Klaus Tennstedt.

Walther Davisson war zudem Herausgeber von Violinliteratur. Er edierte unter anderem Bachs Sonaten und Partiten für Violine solo.

Für das US-amerikanische Label VOX machte Davisson als Dirigent in den 1950er-Jahren einige Schallplattenaufnahmen, bei denen er Solisten wie etwa Joseph Schuster, Bronisław Gimpel und Friedrich Wührer begleitete.<ref>Als Beispiel: Beethoven - Triple Concerto, Brahms Double Concerto. bei Discogs</ref> Diese Aufnahmen wurden in Deutschland von Europäischer Phonoklub (Verlags-GmbH in Stuttgart) vertrieben.<ref>Als Beispiel: Brahms - Konzert Für Violine Und Cello a-Moll Op. 102. bei Discogs</ref>

Seine Tochter Liselotte Ronte war Romanistin und Übersetzerin.

Auszeichnungen

Literatur

  • Davisson, Walther. In: Brockhaus-Riemann Musiklexikon. CD-Rom, Directmedia Publishing, Berlin 2004, ISBN 3-89853-438-3, S. 2482.
  • Sabine Hock: Davisson, Walther im Frankfurter Personenlexikon (Stand des Artikels: 1. Oktober 1987), auch in:
  • Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 1072f. online
  • Otto Renkhoff: Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten. 2. Auflage. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1992. ISBN 3-922244-90-4, S. 123, Nr. 685.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Felix Mendelssohn Bartholdy (1843–1847) | Heinrich Conrad Schleinitz (1847–1881) | Otto Günther (1881–1897) | Carl Reinecke (1897–1902) | Arthur Nikisch (1902–1907) | Stephan Krehl (1907–1924) | Max von Pauer (1924–1932) | Walther Davisson (1932–1942) | Johann Nepomuk David (1942–1945) | Heinrich Schachtebeck (1945–1948) | Rudolf Fischer (1948–1973) | Gustav Schmahl (1973–1984) | Peter Herrmann (1984–1987) | Werner Felix (1987–1990) | Siegfried Thiele (1990–1997) | Christoph Krummacher (1997–2003) | Konrad Körner (2003–2006) | Robert Ehrlich (2006–2015) | Martin Kürschner (2015–2020) | Gerald Fauth (seit 2020) 

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein