Conopholis
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Conopholis | ||||||||||||
| Wallr. |
Conopholis ist eine Pflanzengattung in der Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Die zwei oder drei Arten kommen in Nord- und Zentralamerika vor. Sie leben parasitisch auf den Wurzeln von Eichen (Quercus).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Conopholis-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen.<ref name="FoPanama" /> Sie leben parasitisch auf den Wurzeln von Eichen (Quercus spec.). Die oberirdischen Teile bestehen aus einem oder mehreren kurzen, aufrecht und meist unverzweigt wachsenden Stängeln, die aus einer beständigen, gallenartigen Verdickung wachsen.
Die Blätter sind auf Schuppen reduziert, die sich an der Stängelbasis dachziegelartig überlappen und weiter oben wechselständig stehen. Sie sind aufsitzend, besitzen eine breite Basis und sind zunächst gelblich weiß und werden später bräunlich.
Blütenstände und Blüten
Die Blüten stehen einzeln oder in Gruppen in ährenartige traubigen Blütenständen auf einer dicken Blütenstandsachse. Sie werden von Hochblättern begleitet, die ähnlich wie die Laubblattschuppen geformt und länger als die Kelchblätter sind. An der Basis des Kelches stehen zudem ein oder zwei Vorblätter. Die Blütenstiele sind kurz bis verlängert.<ref name="FoPanama" />
Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist röhren- oder spatelförmig, einseitig gespalten und unregelmäßig zwei-, vier- oder fünflappig oder gezähnt, die Segmente sind zugespitzt oder gerundet. Die Krone ist röhrenförmig und zweilippig und gelblich bis weiß gefärbt. Die Oberlippe ist gebogen oder gerade, die Unterlippe ist mit meist drei, selten ein bis zwei ungleich geformten, abstehenden Lappen besetzt. Die vier Staubfäden ragen über die Krone hinaus, die Staubbeutel sind gespornt, die Theka stehen leicht auseinander und sind unbehaart oder nur spärlich behaart. Der Fruchtknoten ist einkammerig und besitzt vier seitlich angeordnete Plazenten. Die Narbe ist scheibenförmig.
Früchte und Samen
Die zweikammerigen, unregelmäßig aufspringenden Kapselfrüchte werden meist von der beständigen Blütenhülle umgeben. Die Samen sind oval bis gewinkelt und haben eine netzförmige Samenoberfläche.
Systematik und Verbreitung
Die Gattung Conopholis wurde 1825 durch Friedrich Wilhelm Wallroth in Orobanches Generis Diaskene, Seiten 78–79 aufgestellt. Typusart ist Conopholis americana <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Wallr.<ref name="Tropicos" /><ref name="IndexOrobanchaceae" />
Die Conopholis-Arten sind von Nord- bis Zentralamerika verbreitet.
In der Gattung Conopholis <templatestyles src="Person/styles.css" />Wallr. gibt es drei Arten:<ref name="IndexOrobanchaceae" />
- Conopholis alpina <templatestyles src="Person/styles.css" />Liebm. (Syn.: Conopholis sylvatica <templatestyles src="Person/styles.css" />Liebm.): Es gibt zwei Varietäten:<ref name="IndexOrobanchaceae" />
- Conopholis alpina <templatestyles src="Person/styles.css" />Liebm. var. alpina<ref name="IndexOrobanchaceae" />: Sie kommt von Texas über Mexiko, Guatemala, Honduras, Nicaragua bis Panama verbreitet.<ref name="GRIN" />
- Conopholis alpina var. mexicana <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Gray ex S.Watson) R.R.Haynes (Syn.: Conopholis mexicana <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Gray ex S.Watson, Conopholis alpina <templatestyles src="Person/styles.css" />Liebm., Conopholis americana sensu <templatestyles src="Person/styles.css" />Endl. non <templatestyles src="Person/styles.css" />Wallr.):<ref name="IndexOrobanchaceae" /> Sie kommt in Texas, Mexiko, Guatemala, Honduras und Costa Rica vor.<ref name="GRIN" /> Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.<ref name="IPCN" />
- Conopholis americana <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Wallr. (Syn.: Orobanche americana <templatestyles src="Person/styles.css" />L.)<ref name="IndexOrobanchaceae" />: Sie kommt im östlichen Kanada und in den östlichen und zentralen Vereinigten Staaten vor.<ref name="GRIN" />
- Conopholis panamensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Woodson<ref name="IndexOrobanchaceae" />: Sie wurde aus Panama erstbeschrieben.
Literatur
- Luis D. Goméz, William Burger: Orobanchaceae. In: William Burger (Hrsg.): Flora Costaricensis, Fieldiana: Botany, New Series, Nummer 41, April 2000.
- R. R. Haynes: A monograph of the genus Conopholis (Orobanchaceae). In: Sida, Volume 4, 1971, S. 246–264.
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Conopholis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoPanama"> Conopholis mexicana bei Tropicos.org. In: Flora of Panama (WFO). Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Conopholis bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IndexOrobanchaceae"> Óscar Sánchez Pedraja, Gonzalo Moreno Moral, Luis Carlón, Renata Piwowarczyk, Manuel Laínz, Gerald M. Schneeweiss: Index of Orobanchaceae. ISSN 2386-9666. (September 2005 "onwards, last updated" 22. Januar 2018 - PDF 2,6 MB) online. </ref> </references>
Weblinks
- Conopholis mexicana bei Tropicos.org. In: Flora Mesoamericana. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
- Conopholis mexicana bei Tropicos.org. In: Flora de Nicaragua. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum