Zum Inhalt springen

Jonakirche (Mannheim)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. April 2026 um 21:16 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Mannheim-Blumenau-Jonakirche.jpg
Jonakirche

Die Jonakirche, auch Blumenaukapelle, ist eine evangelische Kirche in der zum Mannheimer Stadtbezirk Sandhofen gehörenden Siedlung Blumenau. Sie wurde 1961 nach den Plänen von Helmut Striffler erbaut. Sie ist der früheste Kirchenbau des Brutalismus<ref>Melanie Mertens: Die ganz schweren Jungs! Brutalismus im Kirchenbau Baden-Württembergs. In: Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (Hrsg.): Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege. Nr. 1, 2020, S. 29–30, doi:10.11588/nbdpfbw.2020.1.71975.</ref> in Baden-Württemberg.

Geschichte

Die Blumenauer Siedlung entstand in den 1930er Jahren. Kirchlich gehörten die evangelischen Einwohner zur Sandhöfer Gemeinde, die mit dem Bau eines Gemeindehauses 1938 in Schönau ein auch für die Blumenauer zuständiges Pfarrvikariat einrichtete. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es 1951 zur selbständigen Pfarrei erhoben und zwei Jahre später konnte die Emmauskirche in Schönau eingeweiht werden. Auch die 1952 errichtete Garnisonskirche in den benachbarten Coleman Barracks wurde für Gottesdienste genutzt. Aufgrund des großen Bevölkerungszuwachses wurde die Emmausgemeinde 1959 geteilt. Die Nordpfarrei, der die Blumenauer zugeordnet wurden, benannte man nach Stephanus.

1960 schließlich genehmigte der Mannheimer Kirchengemeinderat den Bau einer Kirche in Blumenau. Bereits im Jahr darauf erfolgte am 4. März die Grundsteinlegung und am 10. Dezember weihte Landesbischof Julius Bender die Kirche ein. 1997 wurde sie nach dem Propheten aus dem Alten Testament Jona benannt. 2009 wurde sie in die Liste der Kulturdenkmäler in Baden-Württemberg aufgenommen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.morgenweb.deMannheimer Morgen 6. Mai 2009 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Aufgrund der Konsolidierung der evangelischen Kirche in Mannheim fusionierten im März 2010 die Jonagemeinde und die beiden Sandhofer Gemeinden Dreifaltigkeit und Jakobus zur Dreieinigkeitsgemeinde.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.morgenweb.deMannheimer Morgen 24. Februar 2010 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>

Datei:Mannheim-Blumenau-Jonakirche-02.jpg
Ansicht von Westen

Beschreibung

Die Jonakirche erhebt sich über einem unregelmäßigen, rhombischen Grundriss. Mit dem ovalen Kirchturm erinnert der Grundriss an einen Fisch. Der ursprüngliche Sichtbeton des Gebäudes wurde bei einer Renovierung mit einem Anstrich zum Korrosionsschutz überdeckt. Das tiefgezogene Dach ist mit Kupferblech gedeckt. Drei schmale übereinander angeordnete Fenster an der Altarwand symbolisieren die Dreieinigkeit.

Das Altarkruzifix schuf Fritz Wiedemann. Das Wandrelief, ein Fisch als Christus-Symbol, stammt von Gerhard Dreher.

Das Geläut besteht aus drei Glocken, die 1961 von der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe gegossen wurden.

Datei:Mannheim-Jonakirche-Glocken.ogg
Geläut zum Sonntagsgottesdienst
Glocke Name Gewicht Schlagton
1 Heimat 390 kg
2 Friede 275 kg cis²
3 Freiheit 165 kg

Orgel

Die Orgel wurde 2001 von Freiburger Orgelbau H. Späth als opus 208 mit mechanischen Trakturen gebaut. Sie verfügt über fünf klingende Register auf zwei Manualen und Pedal. Ihre Windladen sind als Schleifladen ausgeführt. Die Disposition lautet:<ref>Eintrag zur Freiburger Orgelbau H. Späth-Orgel. In: Orgeldatenbank orgbase.nl. Abgerufen am 17. Februar 2026.</ref>

I. Manual
1. Rohrflöte 8′
2. Prinzipal 4′
3. Sesquialter II 223
4. Mixtur III 2′
II. Manual
5. Gedeckt 8′
Gedeckt (Extension) 4′
Pedal
Subbaß (Kombiniert mit Gedeckt) 16′

Literatur

  • Alfred Heierling: Mannheim-Blumenau: „Von der Gärtnersiedlung zum Stadtteil“. Mannheim 2005.
  • Andreas Schenk: Architekturführer Mannheim. Berlin 1999, ISBN 3-496-01201-3.

Weblinks

Commons: Jonakirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 49° 33′ 38,7″ N, 8° 28′ 41,7″ O

 {{#coordinates:49,56075|8,478239|primary
   |dim=250
   |globe=
   |name=
   |region=DE-BW
   |type=building
  }}