Franz Xaver Zattler
Franz Xaver Zattler (* 25. Dezember 1833 in Wurmannsquick, Niederbayern; † 16. Dezember 1907) war ein deutscher Kirchenmaler.
Franz Xaver Zattlers Eltern waren Joseph Zattler (* 1798 in Neumarkt), Bäckermeister in Tißling und Anna Maria Gantenhammer * 1803 in Riebeseck bei Egglkofen.
Zattler war ein vielbeschäftigter Kirchenmaler, in dessen Werkstätte in Wurmannsquick zeitweilig bis zu 25 Gesellen und Lehrlinge tätig waren. Sein Wirkungsbereich erstreckte sich von Oberitalien bis Böhmen, und vom (heutigen) Österreich bis nach Württemberg und in die Schweiz; dokumentiert sind Werke in 81 Kirchen.
Zattler starb am 16. Dezember 1907 auf dem Heimweg von Altötting an einem Schlaganfall.
Zattler behandelte fast ausschließlich religiöse Themen; seine Ölbilder sind im Stil der Nazarener, sodass Zattler oft als der „niederbayrische Nazarener“ bezeichnet wird.
Werke (Auswahl)
- In der Kirche St. Martin (Markt Wurmannsquick) malte Zattler 1871 das Altarblatt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Barock und Rokoko im Landkreis Rottal-Inn - Glanz & Gloria einer Epoche - Kirchen im Landkreis; darin: Martinskirchen (Markt Wurmannsquick) - Kirche St. Martin ( vom 24. Februar 2008 im Internet Archive)</ref>
- Ganz im neugotischen Stil schuf der Bildhauer Sebastian Höfele aus Pfarrkirchen den heutigen Hochaltar in der Pfarrkirche St. Ägidius, Gemeinde Malching. Aufgestellt wurde der Altar am 20. Juli 1900. Gefasst hat ihn Zattler 1903.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pfarrkirche St. Ägidius, Gemeinde Malching ( des Vorlage:IconExternal vom 28. Juli 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Um 1865 schuf Zattler die Altargemälde in der Nebenkirche St. Sebastian in Eggenfelden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />St. Sebastian Nebenkirche und Friedhof der Pfarrei Gern ( vom 28. Februar 2014 im Internet Archive)</ref>
- In der Kirche St. Veit in Berg malte Zattler die vier Evangelisten auf der Stehkanzel, einem Werk des 19. Jahrhunderts.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />St. Veit in Berg ( vom 31. März 2008 im Internet Archive)</ref>
- Ein Gemälde aus dem Jahr 1847 hat die Schlacht von Neumarkt im Jahr 1809 zum Thema, zu der es im napoleonischen Feldzug durch Bayern kam. Das Gemälde wurde viele Jahrzehnte am Georgitag vor dem Altartisch aufgestellt, als man der Gefallenen dieser Schlacht gedachte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Neumarkt St. Veit - Kanone wieder am Fundort ( vom 1. März 2014 im Internet Archive) </ref>
Literatur
- Vom Bäcker zum Kirchenmaler, in: Altbayerische Heimatpost, Heft 1, 1994.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zattler, Franz Xaver |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kirchenmaler |
| GEBURTSDATUM | 25. Dezember 1833 |
| GEBURTSORT | Wurmannsquick, Niederbayern |
| STERBEDATUM | 16. Dezember 1907 |