Zum Inhalt springen

Ketohexokinase

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. März 2026 um 13:38 Uhr durch imported>Ulanwp (Fehlenden Sprachparameter eingefügt; 2 Datumsparameter konvertiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Ketohexokinase
Ketohexokinase
Bänder-/Oberflächenmodell des KHK-Dimers mit Inhibitor als Stäbchen, nach PDB 3NBW
Ketohexokinase

Vorhandene Strukturdaten: 2hlz, 2hqq, 2hw1

Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 298 Aminosäuren
Sekundär- bis Quartärstruktur A+A, A+C, C+C
Isoformen A, C
Bezeichner
Gen-Name
Externe IDs
Enzymklassifikation
EC, Kategorie
Reaktionsart Phosphorylierung
Substrat ATP + β-D-Fructose
Produkte ADP + D-Fructose-1-phosphat
Vorkommen
Homologie-Familie Ketohexokinase
Übergeordnetes Taxon Euteleostomi

Ketohexokinase (KHK) (auch: Hepatische Fructokinase oder einfach Fructokinase, älter auch Fruktokinase) ist der Name des Enzyms, das Fructose phosphoryliert. Dies ist der erste Schritt in der Verwertung von Fructose durch Wirbeltiere. Im Menschen ist KHK überdurchschnittlich in Leber, Nieren, Darm, Milz und Pankreas lokalisiert. Mutationen im KHK-Gen können zur (seltenen) Fructosurie führen, der erblichen Unfähigkeit, Fructose zu verdauen – sie wird in diesem Fall über den Urin ausgeschieden.<ref name="u">UniProt P50053</ref>

Es existieren zwei Isoformen der KHK, genannt A und C, die durch alternatives Spleißen entstehen. Isoform C ist hauptsächlich in der Leber lokalisiert. Aktive KHK ist ein Dimer, das sich aus einer oder beiden Isoformen zusammensetzt. Vermutlich liegt bei der Fructosurie nur ein Mangel an Isoform C vor.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Katalysierte Reaktion

Fru + ATP  <math>\longrightarrow</math>  F1P + ADP

β-D-Fructose wird zu Fructose-1-phosphat phosphoryliert. Als weitere Substrate sind D-Sorbose, D-Agatose oder 5-Dehydrofructose möglich. Die Reaktion wird durch Anwesenheit von Kalium stimuliert und durch ADP gebremst.<ref name="u" /><ref>EC 2.7.1.3</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />