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Klara Schabbel

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Datei:Gedenktafel Conrad-Blenkle-Str 63 (Prenz) Klara Schabbel.jpg
Gedenktafel für Klara Schabbel in der Conrad-Blenkle-Straße 63 in Berlin

Clara Elisabeth Schabbel<ref name=":0">Geburtsregister StA Berlin VIII Nr. 1652/1894.</ref> (* 9. August 1894 in Berlin; † 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee) war eine deutsche Kommunistin und Widerstandskämpferin (Rote Kapelle).

Datei:Hennigsdorf Stolpersteine Clara-Schabbel-Strasse 11 - Clara Schabbel (2).jpg
Stolperstein

Leben

Klara Schabbel war die Tochter des Seilers Ludwig Schabbel und dessen Ehefrau Emilie Pauline geb. Borchert. Ihr Geburtshaus stand in der damaligen Landsberger Straße 14 (heute in etwa Platz der Vereinten Nationen 26).<ref name=":0" /> Ihre Familie war sozialdemokratisch eingestellt. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete sie zuerst als Verkäuferin, später qualifizierte sie sich als Stenotypistin.

Klara Schabbel organisierte sich bereits in jungen Jahren in der sozialistischen Arbeiterjugend und schloss sich während des Ersten Weltkriegs dem Spartakusbund an, durch dessen Vereinigung mit den Internationalen Kommunisten Deutschlands wurde sie zum Gründungsmitglied der KPD und des KJVD, für dessen Verlag sie in den 1920er Jahren ebenso arbeitete, wie für den der Kommunistischen Jugendinternationale (KJI). Dadurch lernte sie den Polleiter des KJVD im Ruhrgebiet Henry Robinson (1897–1944) kennen, der ihr Lebensgefährte wurde. 1923 beteiligte sie sich an den Kämpfen gegen die Besetzung des Rheinlands und des Ruhrgebiets durch französische Truppen.

In der Zeit des Nationalsozialismus arbeitete sie im Stahl- und Walzwerk Hennigsdorf der AEG. Sie gehörte zu dem bereits vor 1933 auf die Illegalität vorbereiteten Untergrundapparat der Komintern in Berlin und hatte dadurch vielfältige Verbindungen auch zu Widerstandsorganisationen in anderen Ländern. Während des Zweiten Weltkriegs unterstützte sie ausländische Zwangsarbeiter und informierte sie über die Lage an den Fronten.

Nach der Besetzung Belgiens und Frankreichs hatte sie Verbindung zu Johann Wenzel.<ref>Trepper, Seite 132</ref>

Der bulgarischen Partisanin Tanka Janewa, die 1942 in Berlin als Funkerin die Verbindungen des deutschen Widerstands zur Sowjetunion wiederherstellen sollte, vermittelte Klara Schabbel auch Kontakte nach Hamburg zu dem von Saefkow, Jacob und Bästlein aufgebauten Widerstandsnetz.

Nachdem Klara Schabbel im Juni 1942 auch selbst zwei deutschen Kommunisten, die als Fallschirmspringer aus der UdSSR gekommen waren, Unterkunft gewährte, geriet sie in die Fahndung der Gestapo und wurde im Oktober 1942 verhaftet. Am 30. Januar 1943 wurde sie vom Reichskriegsgericht zum Tod verurteilt und am 5. August in Plötzensee hingerichtet.

Ehrungen

Datei:Hennigsdorf Waldfriedhof Gedenkstaette fuer deutsche Widerstandskaempfer Detail 1.jpg
Gedenkstätte für Widerstandskämpfer gegen den Faschismus auf dem Hennigsdorfer Waldfriedhof
Datei:Hennigsdorf Strassenschild - Clara-Schabbel-Strasse alt.jpg
Gedenktafel mit Straßenschild in Hennigsdorf

Literatur

  • Luise Kraushaar et al.: Deutsche Widerstandskämpfer 1933–1945. Biografien und Briefe. Band 2. Dietz, Berlin (DDR) 1970, S. 135ff.
  • Karl Heinz Biernat, Luise Kraushaar: Die Schulze-Boysen/Harnack-Organisation im antifaschistischen Kampf. Dietz, Berlin (DDR) 1970, S. 135–137.
  • Gert Rosiejka: Die Rote Kapelle. „Landesverrat“ als antifaschistischer Widerstand. Mit einer Einführung von Heinrich Scheel. Ergebnisse, Hamburg 1986, ISBN 3-925622-16-0.
  • Gilles Perrault: L’Orchestre Rouge. Mehrere Auflagen und Ausgaben.
  • Leopold Trepper: Die Wahrheit. Autobiographie. Mehrere Auflagen und Ausgaben.

Weblinks

Commons: Klara Schabbel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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