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Dave Grossman (Autor)

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Dave Grossman, 2024

Dave Grossman (* 23. August 1956 in Frankfurt am Main, Westdeutschland) ist ein amerikanischer Autor, der über psychologische Aspekte bei der Tötung von Menschen schreibt und zu diesem Thema Vorträge vor Polizeibeamten und Soldaten hält.

Leben

Grossman war bis 1998 Dozent für Militärpsychologie und Offizier an der US-Militärakademie West Point.<ref>Bio Dave Grossman. In: killology.com. Abgerufen am 29. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Als Autor wurde Grossman 1995 bekannt durch sein Buch On Killing. The Psychological Cost of Learning to Kill in War and Society. (Deutsch: Über das Töten: Der psychologische Preis für das Erlernen des Tötens im Krieg und in der Gesellschaft). Es ist laut Grossmans Aussage Pflichtlektüre in der FBI-Ausbildung und an zahlreichen Polizeischulen.<ref name="Zeit" /> Er beschäftigt sich in dem Buch mit verschiedenen Experimenten des US-Militärs, bei denen unter anderem versucht wurde, mittels Konditionierung die Hemmschwelle zu Tötungshandlungen bei Soldaten herunterzusetzen. Er überträgt dabei verschiedene Beobachtungen auf Phänomene in den modernen Massenmedien und hält deren Auswirkung auf Kinder für verheerend. So kritisiert er beispielsweise Horrorfilme und behauptet, dass Kinder sich die darin agierenden Serienmörder wie Freddy Krueger zum Vorbild nähmen.<ref>On Killing. The Psychological Cost of Learning to Kill in War and Society. 1. Auflage. Little, Brown and Company, Boston 1995, ISBN 0-316-33000-0, S. 303, vgl. auch S. 308 ff</ref> Im Bereich der Computerspiele hält er vor allem die in Spielhallen verbreiteten Lightgun-Schießspiele für gewaltfördernd ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), da sie mit Schusstechniken beim Militär und bei der Polizei vergleichbar seien.<ref>On Killing. The Psychological Cost of Learning to Kill in War and Society. 1. Auflage. Little, Brown and Company, Boston 1995, ISBN 0-316-33000-0, S. 315</ref> Später weitet er seine Kritik auch auf das Genre der Ego-Shooter aus.

Grossman schuf für seine Arbeit den Begriff der „Killology“. Mit diesem bezeichnet er die wissenschaftliche Untersuchung der Reaktionen psychisch gesunder Menschen auf die Anwendung tödlicher Gewalt sowie die Untersuchung der Faktoren, welche die Anwendung solcher Gewalt hemmen oder fördern.<ref>Dave Grossman: Killology Research Group. In: killology.com. Abgerufen am 16. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nach seinem Ausscheiden aus dem Militärdienst gründete Grossman die {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)<ref>Killology Research Group. In: killology.com. Abgerufen am 29. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, in der die These, dass gewalthaltige Computerspiele (in der deutschen Debatte auch als „Killerspiele“ bezeichnet) zu gewalttätigem Verhalten führen können, untersucht werden soll. Die {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ist Teil der Warrior Science Group<ref>Offizielle Website der Warrior Science Group. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. August 2013; abgerufen am 20. April 2022.</ref>, eines privaten Unternehmens zur Ausbildung und Beratung von Sicherheitskräften. Sein zusammen mit der Erziehungsberaterin Gloria DeGaetano geschriebenes Buch Wer hat unseren Kindern das Töten beigebracht? fand im deutschsprachigen Raum im Zusammenhang mit der Kontroverse um Zusammenhänge zwischen Gewaltspielen und Tötungsbereitschaft breite Rezeption in den Medien.<ref>Interview mit Lt. Colonel Dave Grossman für ”DIE ZEIT” Maria Biel: Gewalt ist lernbar. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 20. April 2022.</ref><ref>Petra Hollweg, Michael Klonovsky, Christian Sturm: Amokläufer: Blutrausch im Idyll, Focus 45/1999</ref><ref>Wiener Zeitung: @1@2Vorlage:Toter Link/www.wienerzeitung.atWie aus Kindern Killer werden (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2019. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Jörg Diehl, Bernd Schwedhelm, Uwe Wojtuschak: Tessin: Blut-Amok ohne Motiv, bild.de, 20. Januar 2007</ref> Kritiker halten Grossmann vor, dass seine Thesen wissenschaftlich nicht belegt sind<ref>Arne Birkenstock: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Machen Computerspiele aggressiv? (Memento vom 28. Juni 2007 im Internet Archive), Servicezeit Familie vom 13. Dezember 2000 auf sansiwi.san.hrz.uni-siegen.de</ref> und dass er die Sachverhalte undifferenziert und unzulässig verallgemeinernd darstellt.<ref>Thomas Hausmanninger: Review: Wer hat unseren Kindern das Töten beigebracht? Ein Aufruf gegen Gewalt in Fernsehen, Film und Computerspielen. (PDF; 39 kB)</ref><ref>Rezension von Andrea Rothe: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gute Absicht, schlechte Ausführung (Memento vom 1. Januar 2004 im Internet Archive), Querelle-Net Nummer 11/November 2003, Aggression und Gewalt</ref>

Grossman reist durch die Vereinigten Staaten, tritt vor Soldaten, vor Zivilisten und auch vor Polizisten auf. Insgesamt durchliefen vermutlich bis zu mehrere zehntausend Polizeibeamte in den USA seine Ausbildungsveranstaltungen.<ref name="Zeit" />

Äußerung zum Tod von George Floyd

Am 25. Mai 2020 starb George Floyd, ein unbewaffneter 46-jähriger Afroamerikaner aus Minneapolis bei einem Polizeieinsatz nach 8 Minuten und 46 Sekunden mit den Worten „Ich kann nicht atmen“. Dave Grossman wandte sich danach an die amerikanische Polizei. „An unsere Schäferhunde, in dieser dunklen Stunde“ beginnt sein Posting bei Facebook.

Dazu stellte er das Gemälde eines amerikanischen Unabhängigkeitskämpfers in Heldenpose, das Hemd offen, die Flagge weht im Wind, das Gewehr erhoben. Darüber steht: „Gott liebt uns, und er will unbedingt etwas tun, um auf diese schlimmen Zeiten zu reagieren. Er hat dich geschickt.“<ref name="Zeit">Lenz Jacobsen: Dave Grossman: Er macht Polizisten zu Kriegern, zeit.de, 5. Juni 2020</ref>

Publikationen

  • On Killing. The Psychological Cost of Learning to Kill in War and Society. 1. Auflage. Little, Brown and Company, Boston 1995, ISBN 0-316-33000-0.
    • On Killing. The Psychological Cost of Learning to Kill in War and Society. Überarbeitete Auflage. Little, Brown and Company, New York 2009, ISBN 978-0-316-04093-8 eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.
  • Dave Grossman, Loren W. Christensen: On Combat: The Psychology and Physiology of Deadly Conflict in War and Peace. Warrior Science Publications, 2008, ISBN 978-0-9649205-4-5
  • Gloria DeGaetano, Dave Grossman: Wer hat unseren Kindern das Töten beigebracht? Freies Geistesleben Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 978-3-7725-2225-3

Einzelnachweise

<references />

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