Christian-Liebig-Stiftung
Die Christian-Liebig-Stiftung e.V., benannt nach dem getöteten FOCUS-Redakteur Christian Liebig, baut und renoviert Schulen in Afrika, vor allem in Malawi, fördert dort Bildungsprojekte und unterstützt bedürftige junge Menschen, insbesondere Frauen.<ref>Erinnerung an getöteten Focus-Reporter. In: Süddeutsche Zeitung. 10. Mai 2010, abgerufen am 6. Dezember 2015.</ref><ref>Vermächtnis eines getöteten Reporters: Christian-Liebig-Stiftung für Afrika. In: Stern. 11. Februar 2004, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Dezember 2015; abgerufen am 6. Dezember 2015.</ref>
Hintergrund
Am 7. April 2003 starb Christian Liebig bei einem Raketenangriff vor Bagdad.<ref>Todestag von Focus-Reporter erinnert an Gefahren für Journalisten im Irak. In: Reporter ohne Grenzen. 4. April 2013, abgerufen am 6. Dezember 2015.</ref><ref>Gudrun Dometeit: Krieg im Irak – Reporter – Sie hatten keine Chance. In: Focus. 14. April 2003, abgerufen am 18. Februar 2020.</ref> Der Redakteur gehörte zu den mehr als 600 Journalisten, die in Begleitung der US-Armee aus diesem Krieg berichteten. Liebig war damals der einzige deutsche Journalist, der die Erfüllung seiner beruflichen Aufgabe im Irak mit dem Leben bezahlte. Freunde und Verwandte gründeten den Verein am 21. August 2003, um in seinem Namen in Afrika Gutes zu tun.<ref>Patrick Wehner: Zehn Jahre nach dem Albtraum. In: Münchner Merkur. 17. Oktober 2013, abgerufen am 6. Dezember 2015.</ref>
Ziele
In Afrika wird der Bau von Häusern für hilfsbedürftige Kinder ermöglicht und gefördert. Es werden insbesondere Grundschulen neu gebaut, renoviert oder erweitert. Der Verein arbeitet mit anderen Organisationen zusammen, die meisten Projekte werden in Eigenregie mit lokalen Unternehmen umgesetzt.<ref>Projekt 6, Christian Liebig-Stiftung, Schulbücher Malawi. Monika und Horst Schumacher Stiftung, abgerufen am 6. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Jahresbericht 2012 von „Brot gegen Not“ - Die Heiner Kamps Stiftung. Brot gegen Not, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Dezember 2015; abgerufen am 6. Dezember 2015.</ref><ref>Charity Work – Investing in good causes. Hubert Burda Media, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. Dezember 2015; abgerufen am 6. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BURDA STYLE - Eine runde Sache ( vom 20. Dezember 2015 im Internet Archive) (hubert-burda-media.de vom 18. Juni 2010, abgerufen am 6. Dezember 2015)</ref>
Projekte
Das erste Projekt war der Bau der Christian-Liebig-Secondary-School<ref> Christian-Liebig-Secondary-School - Erstes Hilfsprojekt fertig gestellt (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ) (hubert-burda-media.de vom 23. November 2004, abgerufen am 6. Dezember 2015)</ref> in Malawi mit der Hilfsorganisation World Vision Deutschland.<ref>World Vision Deutschland e. V.: Vermächtnis des im Irak getöteten FOCUS-Reporters Christian Liebig (presseportal.de, Pressemitteilung vom 30. Oktober 2003, abgerufen am 6. Dezember 2015)</ref> In der Sekundarschule werden jährlich bis zu 450 Kinder unterrichtet. Seit 2003 wurden darüber hinaus bereits 24 Grundschulen in Afrika aus- bzw. neu gebaut und verschiedene Bildungsprojekte gefördert. Daneben unterstützte die CLS für fünf Jahre einen Dorfverbund in Mosambik, das Millenniumsdorf Mabote.<ref>München–International, Plattform für Münchner Akteure der Entwicklungszusammenarbeit (muenchen-international.de, abgerufen am 6. Dezember 2015)</ref><ref>15 Jahre Focus - Christian-Liebig-Stiftung: Bildung für Afrika (focus.de vom 14. Januar 2008, Focus-Magazin Nr. 3 2008, abgerufen am 6. Dezember 2015)</ref> Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Förderung der Berufsausbildung junger Erwachsener sowie in der Unterstützung von Mädchen mit dem Bau zweier Wohnheime, eines davon in Gedenken an den verstorbenen Focus-Chef Uli Baur.<ref>Mtakataka-Mädchenwohnheim, auf christian-liebig-stiftung.de</ref>
Kuratorium
Das Kuratorium des Vereins bereichern namhafte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Mitglieder sind unter anderen Helmut Markwort, Harald Schmidt, Peter M. Gehrig, Martin Weiss sowie Kurt Faltlhauser.
Auszeichnung
Im Jahr 2009 erhielt die Stiftungsvorsitzende und damalige Lebensgefährtin von Liebig, Beatrice Gräfin von Keyserlingk, stellvertretend für die CLS den KIND-Award Organisation von Kinderlachen.<ref>Presse-Akkreditierung 11. Kinderlachen-Gala 2015, 28. November 2015, Westfalenhalle Dortmund, Halle 3A (PDF; kinderlachen.de, abgerufen am 6. Dezember 2015)</ref> Die Laudatio hielt FOCUS-Chefredakteur Uli Baur. 2016 wurde von Keyserlingk mit der „Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ geehrt.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />