Available Light
Available Light (dt. verfügbares Licht, vorhandenes Licht)<ref name="Feininger">Andreas Feininger: Die hohe Schule der Fotografie, Original: Econ Verlag GmbH 1961, hier als Quelle verwendet: Heyne Verlag 1996, ISBN 3-453-41219-2, S. 208ff</ref><ref name="eye.de">Klaus Mangold: Available Light: Fotografie bei wenig Licht. Abgerufen am 6. Mai 2017.</ref> bedeutet in der Fotografie bzw. beim Film und Fernsehen, dass für die Aufnahme trotz ungünstiger Lichtverhältnisse (z. B. Aufnahmen bei Dämmerung oder in schlecht ausgeleuchteten Innenräumen) nur mit den ohnehin, auch ohne Foto- oder Filmaufnahmen vorhandenen Lichtquellen am Aufnahmeort (dem vorhandenen Licht) gearbeitet wird. Auf zusätzliche Beleuchtung wie Blitzlicht oder Scheinwerfer wird verzichtet.<ref name="ahurni">Andreas Hurni: Available Light, Eine kurze Einführung für die Fotografie. Abgerufen am 6. Mai 2017.</ref><ref name="eye.de" /> Diese Art zu fotografieren „achtet“ die reale Lichtsituation eines Ortes.<ref name="solfP378f" /><ref name="available-light"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BrilliantShit, Blog über Medien und Kunst ( vom 8. März 2012 im Internet Archive)</ref>
Kennzeichen und Kriterien
Available-Light-Aufnahmen können ästhetischen oder künstlerischen Entscheidungen entspringen<ref name="ahurni" /> oder aber durch die Umstände erzwungen werden, etwa weil sich zusätzliche Beleuchtung am Aufnahmeort (engl. „Location“) störend auswirken würde. Ein häufiges Anwendungsfeld ist die Konzertfotografie.<ref name="Beerens">Loe Beerens: Konzertfotografie - Three songs, no flash!, dpunkt.Verlag 2010, ISBN 978-3-89864-682-6, S. 20, S. 36f</ref> Die Available-Light-Fotografie ist besonders geeignet, um die Lichtstimmung eines Motivs authentisch wiederzugeben.<ref name="Feininger" /> Der filmische Verzicht auf künstliche Lichtquellen aus künstlerischen Gründen ist z. B. Teil des Dogma-95-Manifests.
Im Gegensatz zur Nachtfotografie ist die Available-Light-Fotografie nicht auf bestimmte Tageszeiten beschränkt. Normalerweise wird auf ein Stativ verzichtet, stattdessen werden hochempfindliche Filme oder Digitalkameras mit hoher eingestellter ISO-Empfindlichkeit und besonders lichtstarke Objektive eingesetzt.<ref name="Feininger" /><ref name="solfP378f">Kurt Dieter Solf: Fotografie; Grundlagen, Technik, Praxis, Fischer Verlag 1986, ISBN 3-596-23355-0, S. 378f</ref> Wird mit „normaler“ Ausrüstung gearbeitet, führen die verhältnismäßig langen Belichtungszeiten zu den mit Langzeitbelichtungen verbundenen Problemen, die hohe Anforderungen an den Fotografen stellen. Das Verwackeln lässt sich zwar durch Auflage der Kamera auf einen als „Stativ“ genutzten Gegenstand sowie einer Bildstabilisierung vermeiden, Bewegungsunschärfe – beispielsweise von Personen – lässt sich damit aber nicht vermeiden. Zusätzliche Herausforderungen für den Fotografen bzw. Kameramann sind ein hoher Kontrastumfang<ref name="solfP378f" /> des Aufnahmegegenstandes sowie Mischlicht (zum Beispiel durch Lichtquellen unterschiedlicher Farbtemperatur).
Weblinks
Einzelnachweise
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