Wildenbergen
Wildenbergen Gemeinde Rohr
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(35)&title=Wildenbergen 49° 21′ N, 10° 58′ O
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| Höhe: | 365–376 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 35 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 9122 | |||||
| Vorwahl: | 09876 | |||||
Wildenbergen (fränkisch: Wildnbäang<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 87. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „wìldnbęɘŋ“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rohr im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Wildenbergen liegt in der Gemarkung Gustenfelden.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Südlich des Weilers erhebt sich der Teufelsberg (390 m ü. NHN), 0,5 km südöstlich liegt die Herbstwiesen, im Osten liegt das Fronholz und 0,5 km nördlich liegt das Waldgebiet Fichten. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Kottensdorf zur Kreisstraße RH 11 (1 km südlich) und Gustenfelden (1,5 km südöstlich).<ref name="BayernAtlas">Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im 13. Jahrhundert bestand der Ort aus drei Ganzhöfen.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 246.</ref> 1394 wurde er als „Wildenbergen“ erstmals urkundlich erwähnt. Der ursprüngliche Flurname bezeichnete einen Berg mit solchen Eigenschaften,<ref name="E242">F. Eigler: Schwabach, S. 242 f.</ref><ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 87.</ref> heute heißt dieser Teufelsberg.<ref name="BayernAtlas"/> An der Straße nach Wildenbergen befinden sich Reste einer Befestigung, die wohl von einer Fliehburg aus der Zeit der Ungarneinfälle stammen.<ref name="U318"/> Das abgelegene Dorf bewachte einst die Frankenstraße vom Main zur Rednitz, die noch als Fußweg von der Bundesstraße 14 über Leitelshof nach Schwabach nachweisbar ist.
1434 wurde im markgräflichen Salbuch nur ein Seldengut verzeichnet, wovon der Markgraf jährlich als Gefälle ein Fastnachtshuhn bezog. 1623 bestand Wildenbergen aus 4 Anwesen, wovon 1 dem Kastenamt Schwabach unterstand, 2 dem Richteramt Roßtal und 1 dem Spital Schwabach.<ref name="E242"/> Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort verschont.<ref name="U318">W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962), S. 318 f.</ref> 1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Wildenbergen 7 Anwesen: 2 Anwesen unterstanden dem Kastenamt Schwabach, 1 Anwesen dem Spital Schwabach und 3 Anwesen dem Richteramt Roßtal.<ref name="E242"/> Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Wildenbergen 7 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Schwabach inne, was aber vom Richteramt Roßtal bestritten wurde. Alle Anwesen hatten das Fürstentum Ansbach als Grundherrn (Kastenamt Schwabach: 1 Viertelhof, 1 Köblergut; Spital Schwabach: 1 Köblergut; Kastenamt Cadolzburg: 3 Halbhöfe, 1 Köblergut).<ref name="E434">F. Eigler: Schwabach, S. 434.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Wildenbergen dem Steuerdistrikt Regelsbach (II. Sektion) und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Gustenfelden zugeordnet. Am 1. Mai 1978 wurde Wildenbergen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rohr eingegliedert.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 474.</ref><ref>Rohr > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. Mai 2025.</ref>
Am Teufelsberg wurde bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts Stubensand abgebaut.<ref name="U318"/>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Laurentius (Roßtal) gepfarrt,<ref name="E434"/> seit dem frühen 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Bartholomäus (Gustenfelden) zuständig.<ref name="OV 1846"/> Die Katholiken sind nach St. Sebald (Schwabach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Katholische Pfarrei St. Sebald, Schwabach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 27. Mai 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Wildenbergen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 236 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Willi Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962). Ein Heimatbuch. Schwabach 1964, DNB 984880232, OCLC 632541189, S. 318–319.
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks
- Geschichte der Gemeinde Rohr > Wildenbergen. In: rohr-mfr.de. Abgerufen am 17. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Wildenbergen in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Wildenbergen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Rohr (Mittelfranken)