Dechendorf
Dechendorf Gemeinde Rohr
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(68)&title=Dechendorf 49° 19′ N, 10° 55′ O
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| Höhe: | 391–416 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 68 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91189 | |||||
| Vorwahl: | 09876 | |||||
Dechendorf (fränkisch: Dächadoaf<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 13 f. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „dęχɒdǫɘf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rohr im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Dechendorf liegt in der Gemarkung Prünst.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch das Dorf fließt die Volkach<ref>Früher R(e)ichenbach genannt; W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962), S. 431.</ref>, ein rechter Zufluss der Schwabach. 0,5 km westlich liegt der Dechenwald, ein gemeindefreies Gebiet, 0,5 km südlich liegt das Waldgebiet Mitterstück, darin erhebt sich der Ödenberg (424 m ü. NHN). 0,5 km östlich liegt der Odengraben, dahinter das Waldgebiet Baderslohe. 0,5 km nordwestlich erhebt sich der Hinterberg, 0,5 km nördlich liegt das Flurgebiet Sachsenloh. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Prünst (1,4 km nordwestlich), nach Volkersgau (1,8 km östlich) und nach Albersreuth (1,5 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1162 als „Tahen“ erstmals urkundlich erwähnt. Rapoto von Abenberg trug dem Regensburger Bischof Hartwig II. seine Eigengüter u. a. in Dechendorf auf und erhielt sie als Lehen zurück. Benannt wurde er nach einem Dago oder Tacho.<ref>E. Wagner: Stadt und Landkreis Schwabach, S. 13f.</ref><ref>F. Eigler: Schwabach, S. 130.</ref><ref>W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962), S. 432.</ref>
Im Salbuch des Hochstifts Eichstätt von 1300 wurden 2 Güter als Besitz verzeichnet. 1407 waren es bereits 7 Hofstätten.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 130.</ref> 1671 gab es in Dechendorf 7 Anwesen, wovon 5 Anwesen dem Kastenamt Abenberg unterstanden und 2 Anwesen der Reichsstadt Nürnberg.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 142.</ref> 1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Dechendorf 10 Anwesen, von denen 5 Anwesen dem Kastenamt Abenberg unterstanden, 3 Anwesen der Reichsstadt Nürnberg (St. Klara-Klosteramt: 1, Reiches Almosen: 1, Spitalamt Heilig Geist: 1) und 2 Anwesen dem Ansbacher Eigenherrn Beßler.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 296.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dechendorf 11 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft war strittig zwischen dem Kastenamt Schwabach und dem Kastenamt Abenberg. Grundherren waren das Kastenamt Schwabach (2 Halbhöfe, 1 Gütlein mit Gastwirtschaft), das eichstättische Kastenamt Abenberg (1 Ganzhof, 3 Halbhöfe, 1 Köblergut) und die Reichsstadt Nürnberg (Landesalmosenamt: 1 Köblergut; Amt St. Katharina: 1 Ganzhof; Mendelsche Zwölfbrüderhausstiftung: 1 Halbhof).<ref name="E386">F. Eigler: Schwabach, S. 386.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Dechendorf dem Steuerdistrikt Rohr, II. Sektion und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Prünst zugeordnet. Am 1. Mai 1978 wurde Dechendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rohr eingegliedert.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 479 f.</ref><ref>Rohr > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. Mai 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Fliederweg 3: ehemaliger Bauernhof<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Rohr (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Tannenweg 4: zugehörige Steildachscheune<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt. Die eichstättischen Untertanen waren nach St. Bartholomäus (Barthelmesaurach) gepfarrt, die ansbachischen und nürnbergischen Untertanen nach St. Emmeram (Rohr).<ref name="E386"/> Seit dem frühen 19. Jahrhundert sind alle Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession nach St. Emmeram gepfarrt.<ref name="OV 1846"/> Die Katholiken sind nach St. Sebald (Schwabach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Katholische Pfarrei St. Sebald, Schwabach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 27. Mai 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Dechendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 578 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6, S. 386, 479–480.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Willi Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962). Ein Heimatbuch. Schwabach 1964, DNB 984880232, OCLC 632541189, S. 432.
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks
- Geschichte der Gemeinde Rohr > Dechendorf. In: rohr-mfr.de. Abgerufen am 17. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Dechendorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Dechendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Rohr (Mittelfranken) Vorlage:Hinweisbaustein