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Castello di Rivoli

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Datei:Castello Rivoli.jpg
Castello di Rivoli (Fassade von Filippo Juvarra)

Das Castello di Rivoli – Museo d’Arte Contemporanea ist ein Museum und Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst in Rivoli in der Nähe von Turin (Italien). Das Gebäude zählt als Teil der Residenzen des Königshauses Savoyen zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Geschichte

Das Bauwerk, auf den Grundmauern älterer Gebäude<ref>Eine befestigte Anlage ist erstmals 1159 als „Castrum Riuollum“ bezeugt. Die erste bildliche Darstellung datiert von 1609. – <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Scopri la Storia (italienisch) auf castellodirivoli.org (Memento vom 5. November 2024 im Internet Archive)</ref> errichtet, ging um 1280 in den Besitz der Savoyer über. Ende des 17. Jahrhunderts wurde es von französischen Truppen zerstört und von dem Architekten Michelangelo Garove, anschließend von Filippo Juvarra neu gestaltet. Das auf einer Anhöhe vor Turin liegende, in Terrakottaziegeln errichtete Gebäude blieb unvollendet. Nach jahrzehntelanger Vernachlässigung wurde 1979 bis 1984 der Hauptbau der Residenz unter der Leitung von Andrea Bruno restauriert, dessen Pläne bewusst den unvollendeten Charakter des Juvarra-Baus betonen, wenn beispielsweise Treppenläufe im Nichts enden.<ref></ref> Bis 2004 folgte die Restaurierung weiterer Teile der Anlage.

Zur Eröffnung im Dezember 1984 wurde die Ausstellung Ouverture gezeigt. Unter den Exponaten befanden sich solche von durch den damaligen Direktor Rudi Fuchs persönlich eingeladenen Künstlern wie Carl Andre, Donald Judd und Bruce Nauman sowie von führenden Künstlern der Arte Povera, wie Jannis Kounellis, Mario Merz und Michelangelo Pistoletto. Die Künstler der Land Art Harnish Fulton und Richard Long waren ebenso vertreten wie Joseph Beuys mit seiner Arbeit Olivestones und Lothar Baumgartens Yurupari – Rheinsberg Raum.<ref>Overture, Castello di Rivoli (englisch), castellodirivoli.org, abgerufen am 30. Juni 2011</ref>

Programm

Heute befindet sich in der barocken Schlossanlage ein Museum für Zeitgenössische Kunst, das von der Region Piemont, der Stadt Turin und von privaten Sponsoren finanziert wird.

Das Museum hat eine umfangreiche Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst seit den 1960er Jahren, mit einem Schwergewicht auf der Arte Povera, zusammengetragen. Es finden jährlich vier bis fünf Wechselausstellungen statt. Das Museum organisiert darüber hinaus Führungen, Vortragsreihen, Filmprogramme, Symposien und ein museumspädagogisches Programm. Zum Museum gehört ein Filmsaal für 60 und ein Konferenzsaal für 120 Besucher. Zum nahen Turin ist ein Bus-Shuttleservice eingerichtet.

Direktorin war bis Ende 2023 die amerikanische Kuratorin Carolyn Christov-Bakargiev, die 2008 die Biennale of Sydney und 2012 die dOCUMENTA (13) geleitet hatte. 2019 eröffnete Christov-Bakargiev die nahegelegene Villa des 2015 gestorbenen Turiner Kunstsammlers Federico Cerruti, deren Gemälde, Bücher und Möbel im Kontrast zur Gegenwartskunst stehen.<ref>Alexander Hosch: Öffnung einer Schatzkammer, in: Süddeutsche Zeitung, 18. Mai 2019, S. 23</ref> Im Jahr 2024 übernahm Francesco Manacorda dieses Amt.<ref>https://www.theartnewspaper.com/2023/09/27/francesco-manacorda-appointed-director-of-castello-di-rivoli-in-turin</ref>

Ausstellungen (Auswahl)

Weblinks

Commons: Castello di Rivoli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Datei:Lesser coat of arms of the Kingdom of Italy (1890).svg
Wappen des Königreich Italiens (1890)
Datei:Welterbe.svg
Welterbe-Emblem

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