Haftel
Der oder das Haftel, auch das Häftel, Häftli oder die Hafte (von mhd. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), ist eine Schließe zum Zusammenhalten eines Umhangs oder anderen Kleidungsstücks.
Man unterscheidet bei den Hafteln:
- Die Agraffe (von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ‚Haken‘) – ein Haken, der meist in eine kleine Öse als Gegenstück einrastet. Sie findet sich auch unter Namen wie Hafthaken, Haftmännchen, Krampen, Krapen oder Vater.<ref>Hafte f. In: Ernst Christman, Julius Krämer, Rudolf Post: Pfälzisches Wörterbuch. Hrsg.: Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz. Franz Steiner Verlag, Wiesbaden/Stuttgart (woerterbuchnetz.de – 1965–1997).; siehe auch Karte 182 woerterbuchnetz.de – Zur Isoglossengrenze Haft–Männche–Männel–Hoke im Raum Saarbrücken</ref>
- Die Fibel (von lat. fibula ‚Spange‘), die nach dem Prinzip der Sicherheitsnadel funktioniert.<ref>Fibel. In: Meyers Konversations-Lexikon. 1888 (online hrsg. v. Peter Hug)</ref>
Beide Formen sind ab dem 14. Jahrhundert durch Knopf und Knopfloch abgelöst worden, die Fibel hat sich nur als Brosche erhalten, die Agraffe war als Haftel aber bis in das 20. Jahrhundert üblich und findet sich in der Tracht und an Büstenhaltern noch heute.
Der Beruf des Haftelmachers findet sich schon früh als acicularius ‚Nadler, Haftelmacher‘<ref>Karl Puchner, Klemens Stadler: Lateinische Berufsbezeichnungen in Pfarrmatrikeln und sonstigen orts- und familiengeschichtlichen Quellen. Hirschenhausen 1936.; zit. nach Tobias Weber: Lateinisches Berufslexikon. Lateinische Berufs-, Standes- und Verwandtschaftsbezeichnungen. In: Genealogie. 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Dezember 2008; abgerufen am 2. Dezember 2008.</ref> (auch Heftelmacher, Haftenmacher,<ref>Bürgerbuch 1611. Stadtarchiv Kaiserslautern; zit. nach Eintrag Haftel-, Häftel-macher, Haften- m. In: Christman, Krämer, Post: Pfälzisches Wörterbuch. (1965–1997).</ref> Häftlimacher u. ä.). Von ihm leitet sich das sprichwörtliche aufpassen wie ein Haftelmacher ab, das sich ursprünglich auf die Sorgfalt beim Biegen der kleinen Geräte bezog.<ref>Haftel. In: Datenbank zur deutschen Sprache in Österreich. Nicht mehr online verfügbar.</ref><ref>Schweizerisches Idiotikon, Band IV, Spalte 51, Artikel Häftlimacher (Digitalisat).</ref>
Agraffe oder Hafte(l) nennt man auch bei Schnürschuhen die Häkchen zum Einhaken der Schuhbänder anstelle von Ösen zum Durchziehen.<ref>Hafte f. 2. a. In: Christman, Krämer, Post: Pfälzisches Wörterbuch. (1965–1997).</ref>
Literatur
- Vorlage:Deutsches Wörterbuch
- Vorlage:Adelung-1793 Vorlage:Adelung-1793
- Schweizerisches Idiotikon, Band II, Spalte 1053 f., Artikel Haft I, Bedeutung 1a (Digitalisat), und Band IV, Spalte 51, Artikel Häftlimacher (Digitalisat).
Weblinks
- Historische Berufe: Häftlimacher. SRF, 18. Juli 2016.
Einzelnachweise
<references />