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Mountain Pass

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Datei:MountainPassCA.jpg
Ansicht der Mine vom Highway

Mountain Pass ist eine Siedlung und ein Bergwerk für Seltene Erden im San Bernardino County im US-Bundesstaat Kalifornien, nahe der Grenze zum Bundesstaat Nevada. Sie liegt am Clark Mountain im Süden der Mescal Range auf einer Höhe von 1443 Metern<ref>Mountain Pass. In: Geographic Names Information System. United States Geological Survey, United States Department of the Interior; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> am Interstate Highway 15, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Baker und 80 Kilometer südwestlich von Las Vegas.<ref name=woyski>Margret S. Woyski: Petrology of the Mountain Pass Carbonite Complex – A Review. In: Donald L. Fife, Arthur R. Brown (Hrsg.): Geology and Mineral Wealth of the California Desert. South Coast Geological Society, 1980, Seiten 367–378</ref>

Mine

In Mountain Pass befindet sich ein bedeutendes Bergwerk zum Abbau von Seltenenerdmetallen, das der MP Materials gehört. Es umfasst rund 22 Hektar im Tagebau.

Das Erz der Mine, welches hauptsächlich aus Bastnäsit und teilweise auch aus Monazit besteht, enthält Cer (49 Prozent), Lanthan (33 Prozent), Neodym (12,5 Prozent), Praseodym (4 Prozent), Samarium (1 Prozent) und andere höhere Seltenerdmetalle.<ref name="CEN081010">@1@2Vorlage:Toter Link/pubs.acs.orgC&EN, Vol. 88, Nr. 35, 30. August 2010, S. 9–12 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Dieses wurde früher unter Einsatz von Schwefelsäure, Salpetersäure, Salzsäure, Ammoniak, Natronlauge und anderen Chemikalien aufgeschlossen, was zu einem großen Abwasseranfall führte.

Geschichte

Der Karbonatit-Komplex wurde im April 1949<ref name=warhol>Warren N. Warhol: Molycorp's Mountain Pass Operations. In: Donald L. Fife, Arthur R. Brown (Hrsg.): Geology and Mineral Wealth of the California Desert. South Coast Geological Society, 1980, Seiten 359–366</ref> fast durch Zufall entdeckt, als zwei Schürfer mit einem geliehenen Geigerzähler eine Stätte fanden, an der sie radioaktives Uran vermuteten.<ref>David Jessey: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mountain Pass Rare Earth Mine (Memento vom 13. März 2014 im Internet Archive), California State Polytechnic University, Pomona, abgerufen am 1. November 2010</ref> Erzproben ergaben jedoch Bastnäsit. Einer der beiden Entdecker machte die Molybdenum Corporation of America auf den Fund aufmerksam und arbeitete später als Metallurg für das Unternehmen. Im Februar 1950 erwarb MCA die Schürfrechte. Im angrenzenden Gebiet wurde durch die United States Geological Survey eine viel größere Lagerstätte von nicht-radioaktivem Bastnäsit gefunden. Diese Lagerstätte befand sich im Gebiet einer kleinen Goldmine, die MCA zusammen mit den Rechten und der Betriebsstätte aufkaufte. Das Unternehmen erwarb in der Folge noch weitere angrenzende Grundstücke.<ref name=warhol /> MCA änderte den Namen 1974 in Molycorp, wurde 1977 von Unocal gekauft und ging 2005 in der Chevron Corporation auf.<ref name=molyhist />

Molycorp beherrschte während der nächsten zwanzig Jahre den Markt für Elemente der seltenen Erden, so wurde jahrzehntelang die gesamte Weltproduktion von Europium in Mountain Pass gewonnen.<ref>Popular Mechanics: One American Mine Versus China's Rare Earths Dominance, 14. Januar 2013</ref>

Die Mine wurde 2002 stillgelegt, nachdem sich Umweltauflagen nach einem schweren Unfall im Jahr 1998 nicht rentabel umsetzen ließen. Damals war rund eine Milliarde Liter an radioaktiv und chemisch belastetem Abwasser aus undichten Auffangbecken in einen ausgetrockneten Salzsee am Rand der Mojave National Preserve östlich der Mine abgelaufen.<ref>Lisa Margonelli: Clean Energy's Dirty Little Secret. In: The Atlantic, Mai 2009</ref>

Wegen gestiegener Weltmarktpreise und um die Abhängigkeit von China zu reduzieren,<ref>China stoppt Lieferung seltener Erden, derstandard.at, 24. September 2010, 14:06</ref> kaufte 2008 ein dazu neu gegründetes Unternehmen wieder unter dem Namen Molycorp die Mine von Chevron. Seit 2010 ist sie wieder in Betrieb<ref name=molyhist>Molycorp: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mountain Pass (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. Oktober 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.molycorp.com</ref> und wurde bis Ende 2013 nach modernen Standards, auch in der Behandlung von Abwasser ausgebaut.<ref>Molycorp: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Molycorp Announces Mechanical Completions of Mountain Pass Units (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.molycorp.com, Pressemitteilung vom 2. Oktober 2013</ref>

Die geplante Jahreskapazität beträgt 19.050 t SE-Oxide.<ref name=bgr20140312>Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe: Aktuelle BGR-Recherche: Anteil Chinas an weltweiter Seltene Erden-Produktion sinkt nur langsam, 12. März 2014</ref> Molycorp verwendete neue chemische Technologien, alleine auf der Basis von Salzsäure und Natronlauge, und kann so den Abwasseranfall deutlich reduzieren. Die anfallenden Salze sollen dabei durch Chloralkali-Elektrolyse zurückgespalten und teilweise wieder eingesetzt werden.<ref name=molyhist /> Die optimistischen Pläne großer Investitionen in eine weitere Produktionserhöhung wurden 2013 reduziert, weil die Weltmarktpreise der seltenen Erden nach einem Preisschock 2010 wieder gesunken waren.<ref name=bgr20140312 /> Gleichzeitig sank auch die Nachfrage nach Seltenen Erden. Deshalb war die Mine seit der Wiedereröffnung 2010 bis Anfang 2015 nie in den schwarzen Zahlen.<ref>Forbes: What 60 Minutes Got Wrong About Rare Earths And China, 23. März 2015</ref>

Am 25. Juni 2015 meldete Molycorp Insolvenz nach dem Gläubigerschutzverfahren an.<ref>Prime Clerk: Molycorp, Inc. (15-11357)</ref> Der Betrieb der Mountain-Pass-Mine wird für die Dauer des Verfahrens weiter gehen.<ref>Molycorp, Inc. Receives Court Approval for Interim Financing; Company Has $22 Million in New Funds to Support Operations, 2. Juli 2015</ref> Im Juli 2017 wurde das Unternehmen von zwei Investmentfonds übernommen und in MP Materials umfirmiert.<ref name="about">MP Materials: about (abgerufen am 25. Mai 2022)</ref> Die neuen Betreiber sind erfolgreich in der Anwendung der innovativen Verfahren, 2020 war das produktivste Jahr in der Geschichte des Bergwerks und Mountain Pass gewann rund 15 % des Weltverbrauchs an Seltenen Erden.<ref name="about" /> 2021 machte MP Materials einen Betriebsgewinn von 135 Mio. USD.<ref>MP Materials: 10-K filed on 2/28/2022, testierter Jahresabschluss 2021 (abgerufen am 25. Mai 2022)</ref>

Im Juli 2025 schloss MP Materials zwei Allianzen: mit dem US-Verteidigungsministerium (die USA werden MPs größter Aktionär) und mit dem Elektronikgiganten Apple. Apple will künftig von MP mit Seltenen Erden produzierte Magnete in seinen Produkten nutzen. Der Börsenkurs von MP hat sich zwischen Jahresbeginn und Juli 2025 vervierfacht. MP wurde kurz nach dem Abschluss der Allianzen mit fast zehn Milliarden US-Dollar bewertet.<ref>Wie Trump bei den Seltenen Erden aufholen will (17. Juli 2025)</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

Koordinaten: 35° 28′ 39,1″ N, 115° 32′ 29,1″ W

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