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Goldwespen

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Goldwespen
Datei:Hedychrum nobile.jpg

Sand-Goldwespe (Hedychrum nobile)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)
Teilordnung: Stechimmen (Aculeata)
Überfamilie: Chrysidoidea
Familie: Goldwespen
Wissenschaftlicher Name
Chrysididae
Spinola, 1806
Unterfamilien
Datei:Hedychrum parvum Aaron, U, Back, MD, Baltimore County 2014-03-18-13.10.59 ZS PMax (13612223775).jpg
Der Hinterleib von Hedychrum parvum besteht aus drei sichtbaren Segmenten (Auf dieser Makroaufnahme sind nur die beiden letzten Glieder gut sichtbar).
Datei:Chrysis viridula2.jpg
Bunte Goldwespe (Chrysis viridula)
Datei:Chrysis April 2008-1.jpg
Chrysura refulgens

Die Goldwespen (Chrysididae) bilden zusammen mit den Plattwespen (Bethylidae), Zikadenwespen (Dryinidae) und den Familien Sclerogibbidae, Embolemidae, Plumariidae und Scolebythidae die Überfamilie Chrysidoidea innerhalb der Stechimmen (Aculeata). Weltweit kennt man über 4000 Arten, in Mitteleuropa sind die Goldwespen mit etwa 120 Arten vertreten.

Merkmale

Mit ihrer auffallenden, lebhaft metallisch-glänzenden (irisierenden) Färbung gehören die Goldwespen zu den auffälligeren Vertretern der Hautflügler, auch wenn die europäischen Arten kaum zehn Millimeter an Körpergröße erreichen. Viele Arten sind sogar kleiner als fünf Millimeter.

Die Goldwespen unterscheiden sich von anderen Wespen durch die Reduktion der Anzahl der sichtbaren Glieder des Hinterleibs auf 5 oder weniger. Die restlichen Segmente sind teleskopartig ineinander geschoben und bilden bei den Weibchen eine Legeröhre, bei den Männchen eine Genitalröhre, die meist in den Hinterleib eingezogen werden und nicht sichtbar sind. Der Giftstachel ist verkümmert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chrysidid Morphology (Memento vom 24. September 2014 im Internet Archive) bei Chrysis.net, interim version vom 28. August 2013, abgerufen am 22. September 2014</ref>

Die Fühlergeißel ist elfgliedrig, sie sitzt auf einem Pedicellus, der mit dem Basalglied (Scapus) verbunden ist. Die Labialpalpen sind dreigliedrig, die Maxillarpalpen bestehen aus 5 Gliedern.<ref name="Chrysis" />

Auf den Hinterflügeln befinden sich keine geschlossenen Zellen.

Datei:Goldwespe-208.jpg
Goldwespe an Insektenhotel

Lebensweise

Alle Goldwespen haben eine parasitische Lebensweise, allerdings in unterschiedlicher Ausprägung: Es gibt Brutschmarotzer, ähnlich wie die Kuckucksbienen, bei denen die Larve die Wirtslarve tötet und sich dann vom Futtervorrat ernährt, und Parasitoide, die die Altlarven oder Puppen der Wirtsarten befallen. Als Wirtsarten kommen zahlreiche Stechimmen aus den Gruppen der solitären Faltenwespen, Grabwespen oder Bienen in Frage.

Systematik

Die Familie der Goldwespen umfasst insgesamt 83 Gattungen. Diese werden in 5 Unterfamilien zusammengefasst, wenn man die Unterfamilie Parnopinae, die früher auch als Tribus Parnopini innerhalb der Unterfamilie Chrysidinae geführt wurde, hinzu rechnet.<ref name="Chrysis" /> Bei den Amiseginae, Cleptinae und Loboscelidiinae haben die Männchen 5 sichtbare Abdominalsegmente, die Weibchen 4. Die Männchen der Parnopinae haben 4, die Weibchen 3. Bei der Tribus Allocoeliini der Unterfamilie Chrysidinae sind bei beiden Geschlechtern nur 2 Tergite und 3 Sternite sichtbar. Die anderen Triben dieser Unterfamilie haben je 3 Abdominalsegmente bei beiden Geschlechtern.

Stand: 22. September 2014

Arten (Auswahl)

Einzelnachweise

<references> <ref name="Chrysis">G. L. Agnoli & P. Rosa <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chrysidid Systematics (Memento vom 24. September 2014 im Internet Archive) bei Chrysis.net, interim version vom 10. Januar 2010, abgerufen am 22. September 2014</ref> </references>

Literatur

  • Rolf Witt: Wespen. Vademecum Verlag, Oldenburg 2009, ISBN 978-3-9813284-0-0.
  • Heinz Wiesbauer, Paolo Rosa, Herbert Zettel: Die Goldwespen Mitteleuropas – Biologie, Lebensräume, Artenporträts. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-8186-1149-1.

Weblinks

Commons: Goldwespen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien