Zum Inhalt springen

MEKO 100

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. April 2026 um 20:09 Uhr durch imported>DerwahreStinkstiefel (Tamandaré-Klasse).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;; font-weight:bold;" | MEKO 100
MEKO A100
Datei:IMDEX 2007 Malaysian ship (523652840).jpg
Das Patrouillenboot Pahang im Jahr 2007.
Das Patrouillenboot Pahang im Jahr 2007.
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" | Schiffsdaten
Land MalaysiaDatei:Naval Ensign of Malaysia.svg Malaysia
DeutschlandDatei:Naval ensign of Germany.svg Deutschland
PolenDatei:Naval Ensign of Poland.svg Polen
IsraelDatei:Naval Ensign of Israel.svg Israel
Schiffsart Korvette/
Patrouillenboot
Entwurf ThyssenKrupp Marine Systems
Bauzeitraum seit 2001
Gebaute Einheiten 21
Dienstzeit seit 2006

Die MEKO 100-Klasse ist eine Kriegsschiffklasse der deutschen ThyssenKrupp Marine Systems AG auf Basis der MEKO-Schiffsreihe.

Geschichte

Die Klasse wurde nach der Reihe MEKO 200 entwickelt, um der Anforderung verschiedener Marinen, nach kleinen, kampfstarken Schiffen gerecht zu werden. Wie alle Schiffe der MEKO-Reihe ist die MEKO 100 modular aufgebaut, um kundenspezifisch angepasst zu werden. Die Schiffe werden international als {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (OPV) bezeichnet, also als großes Patrouillenschiff, oder aber auch, je nach Ausstattung, als Korvette bezeichnet.

Die Schiffe der MEKO 100-Klasse sind so gebaut, dass sie eine kleine Radarsignatur besitzen, möglichst geräuscharm sind und einen geringen Treibstoffverbrauch haben. Es wird Technik zu Automatisierung und vollautomatischen Kontrolle aller Schiffssysteme wie Maschinen und zur Schiffssicherung eingesetzt. Dies beinhaltet auch mehrfach redundante Systeme.

2006 wurde der Vertrag über die ersten sechs Schiffe der Kedah-Klasse für Malaysia unterzeichnet. Die ersten beiden Schiffe wurden auf den Werften Blohm + Voss, Hamburg und HDW, Kiel gebaut. Die restlichen sollen in Malaysia gebaut werden. Auch die deutschen Korvetten der Klasse K130 basieren auf diesem Design. Eine Weiterentwicklung ist die Klasse MEKO A-100 für Polen, die ab 2011 gebaut werden sollte.

Varianten

Kedah-Klasse

Der Vertrag für die Schiffe der Variante MEKO 100 RMN wurde im 2006 mit Malaysia abgeschlossen. Die ersten zwei Einheiten wurden bei Blohm + Voss, Hamburg und HDW in Kiel gebaut<ref name="thyssen">„<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Referenzliste Marine-Überwasserschiffe (Memento vom 30. Mai 2009 im Internet Archive)“, ThyssenKrupp Marine Systems, September 2008, abgerufen am 27. November 2008.</ref>, vier weitere werden seit 2008 auf der PSC-Marinewerft in Malaysia.<ref>„The MEKO A ships“, deagle.com, 22. November 2008, abgerufen am 27. November 2008.</ref> gebaut.

Die Fregatten wurden gebaut, um kleinere und ältere Patrouillenboote der malaysischen Marine zu ersetzen. Dazu wurde das „Patrouillenschiffe der nächsten Generation“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (NGPV))-Programm 1996 begonnen. Fünf Entwürfe standen in der Endauswahl, einer von der australischen Transfield Gruppe, einer von der britischen VT Group, einer von der ebenfalls britischen Werft Yarrow und der Sieger, der Entwurf MEKO 200 der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (GNG), der heutigen ThyssenKrupp Marine Systems AG.

Es wurde ein Vertrag über sechs Einheiten gezeichnet, wobei die malaysische Werft PSC-Naval Dockyard Hauptvertragsnehmer ist und GNG als Subunternehmer arbeitet. Dabei sollten vier Schiffe in Malaysia gefertigt werden. Außerdem wurde in dem Vertrag der Bau von 21 weiteren Patrouillenboote innerhalb zehn Jahren vereinbart. Dieser Teil des Vertrages hat einen Wert von 5 Milliarden Euro.

Der Bau der vier Schiffe auf der malaysischen Werft wurde zunächst durch technische Probleme verzögert. Das erste Schiff, die Kedah wurde von der Marine wegen Fehler in der Programmierung nicht abgenommen. Die Verantwortlichen auf malaysischer Seite wurden von der Regierung ersetzt.

Erst im Juni 2006 wurde die Kedah in Dienst gestellt, was eine Verzögerung von 18 Monaten bedeutete. Die Pahang wurde im August 2006 in Dienst gestellt und die Perak am 12. November 2007. Die Terengganu lief am 6. Dezember 2007 vom Stapel. Die Verzögerungen konnten ausgeglichen werden, und die malaysische Regierung beschloss mit dem Bau der 21 weiteren Schiffe fortzufahren.

Technische Daten

Schiffsliste

Kennung Name Kiellegung Werft Stapellauf In Dienst
F171 KD Kedah 13. November 2001 Blohm + Voss 21. März 2003 5. Juni 2006
F172 KD Pahang 21. Dezember 2001 HDW 2. Oktober 2003 3. August 2006
F173 KD Perak März 2002 PSC-Naval Dockyard 12. November 2007 3. Juni 2009
F174 KD Terengganu August 2004 PSC-Naval Dockyard 6. Dezember 2007 8. Dezember 2009
F175 KD Kelantan Juli 2005 PSC-Naval Dockyard 24. November 2008 8. Mai 2010
F176 KD Selangor Juli 2006 PSC-Naval Dockyard 23. Juli 2009 28. Dezember 2010

Braunschweig-Klasse

Datei:F261 Magdeburg.jpg
Korvette Magdeburg (F 261) der Klasse K130

Die Korvetten der Korvette K130 der Bundeswehr wurden ebenfalls aus dem Konzept MEKO 100 abgeleitet. Die Bundeswehr beschaffte zunächst ein erstes Baulos über fünf Schiffe, die ab Dezember 2004 gebaut und ab 2008 ausgeliefert wurden. Über ein Jahrzehnt später wurde ein zweites Baulos über ebenfalls fünf Einheiten beschafft. Die bei der Marine als "Boote" klassifizierten Einheiten sind, da sie auf Kampfmissionen ausgerichtet sind, stärker bewaffnet als die malaysischen Schiffe. Sie werden daher als Korvetten klassifiziert.

Gawron-Klasse

Datei:Proj621 Gawron-class.jpg
Werftmodell der Gawron-Klasse (Projekt 621)

Die Polnische Marine hatte im Rahmen des "Korvettenprojekts 621" vier Korvetten der Klasse MEKO A-100 bestellt, die auf der Marinewerft in Gdynia gebaut werden sollten. Die Schiffe sollten nach ursprünglicher Planung 2011–2012 ausgeliefert werden,<ref name="thyssen" /> bis zu sieben Einheiten waren geplant.

Aufgrund der Finanzkrise und der damit verbundenen Einschränkungen im polnischen Staatshaushalt wurde die Bestellung daher zunächst auf zwei Einheiten zurückgestellt.<ref>globaldefence.net: Polen: Ende des Projekt „Gawron“, abgerufen am 10. April 2012.</ref> Der bereits weitgehend fertiggestellte Rumpf des ersten Schiffs wurde zu einem Hochsee-Patrouillenboot umgebaut. Der Stapellauf des ersten Schiffes, des ORP Ślązak („Schlesier“), erfolgte 2015.<ref>Polnische Marine: Taufe einer neuen Korvette (mit Fotos des Schiffes vor dem Stapellauf), abgerufen am 12. April 2016.</ref>

Tamandaré-Klasse

Im Jahr 2022 begann die Produktion von vier leichten Fregatten für die brasilianische Marine. Die Schiffe in der Variante MEKO A-100MB werden in Brasilien bei thyssenkrupp Estaleiro Brasil Sul (tkEBS), einem Konsortium von TKMS, Embraer Defense & Security und Atech, einer Tochtergesellschaft der Embraer-Gruppe, gebaut.<ref>ES&T Redaktion: Kiellegung der ersten Fregatte der Tamandaré-Klasse. 27. März 2023, abgerufen am 5. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie sollen zwischen 2025 und 2028 geliefert werden. Der Bau der mehr als 100 Meter langen Schiffe ist in Itajaí geplant.<ref>Por US$ 1,6 bi, consórcio com Embraer é escolhido para construir navios para Marinha. Abgerufen am 5. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Belege

<references />