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Mereruka

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<hiero>mr-D21:D21-w-kA</hiero>

Mereruka
(Mereru ka)
Mrr.wj k3.j
Mein Ka liebt mich<ref>Hermann Ranke: Die altägyptischen Personennamen. Band 1, Augustin, Glückstadt 1935, S. 162 Nr. 27 (Volltext als PDF).</ref>
Datei:Mereruka False Door.jpg
Statue des Mereruka in seiner Mastaba

Mereruka (Mereru-ka, auch kurz nur Meri) war ein altägyptischer Wesir unter Pharao Teti (6. Dynastie), der heute vor allem wegen seiner monumentalen Mastaba in Sakkara bekannt ist. Er amtierte wahrscheinlich gegen Ende von Tetis Regierungszeit.

Familie

Es ist nur wenig zu seiner Person überliefert. Seine Gemahlin war eine gewisse Seschseschet Watetchethor, bei der es sich um eine Tochter des Teti handelte. Die Mutter des Mereruka hieß Nedjetempet. Mehrere Kinder sind bekannt, darunter Meriteti, der ebenfalls das Amt des Wesirs erlangte.

Titel

Mereruka trug zahlreiche wichtige Titel, darunter Schatzhausvorsteher, Vorsteher der sechs großen Verwaltungsgebäude oder Vorsteher aller Arbeiten des Königs. Der letztere Titel mag andeuten, dass er ein Architekt beim Bau der Königspyramide war. Daneben trug er auch den Titel imy-r gswy-dpt zwnw pr-'3Vorsteher des Schutzes der Ärzte des Palastes.<ref>Dilwyn Jones: An Index of ancient Egyptian titles, epithets and phrases of the Old Kingdom. Band 1 (= BAR / International series. Band 866). Archaeopress, Oxford 2000, ISBN 1-84171-070-9, S. 272, Nr. 980.</ref> Dieser Titel und dessen richtige Übersetzung hat einige Diskussion innerhalb der Ägyptologie verursacht, da er anzudeuten scheint, dass dieser höchste Beamte auch als Arzt tätig war.<ref>John F. Nunn: Ancient Egyptian Medicine. British Museum Press, London 1996, ISBN 0-7141-0981-9, S. 125–26 (mit veralteter Übersetzung: Vorsteher der beiden Seiten des Schiffes der Ärzte des Palastes).</ref>

Grab

Mereruka ist vor allem durch seine gewaltige Mastaba bekannt, die sich neben der Pyramide des Teti befindet. Hier sind auch seine Gemahlin Watetchethor und sein Sohn Meriteti bestattet worden, die jeweils eigene Kulträume innerhalb der Mastaba hatten. Der etwa 23 × 41 m große Steinbau besteht aus 32 Räumen und ist damit die gemäß der Anzahl der Räume aufwändigste bekannte Mastaba in Ägypten.<ref>The mastaba tomb of Mereruka also known as Meri. Abschnitt Internal description. Auf: osirisnet.net; zuletzt abgerufen am 7. Oktober 2020.</ref> Ein Großteil der Kammern sind mit Reliefs ausgeschmückt, die zwar als künstlerisch nicht ganz so wertvoll wie die Darstellungen in den nahe gelegenen Mastabas des Ti und des Ptahhotep gelten, dafür aber eine besonders große Vielfalt der dargestellten Szenen zeigen.<ref>Emma Brunner-Traut: Ägypten. Kunst und Reiseführer mit Landeskunde (= Kohlhammer Kunst- und Reiseführer.). 6., verbesserte Auflage, Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1988, ISBN 3-17-010192-7, S. 511.</ref> Das Bauwerk ist gut erhalten und eine der wichtigsten Touristenattraktionen in Sakkara.

Literatur

  • Michel Baud: Famille royale et pouvoir sous l’Ancien Empire égyptien. Band 2 (= Bibliothèque d’Étude. Band 126, Nr. 2). Institut Français d’Archéologie Orientale, Kairo 1999, ISBN 2-7247-0250-6, S. 467 (PDF; 16,7 MB).
  • Nigel Strudwick: The Administration of Egypt in the Old Kingdom: the highest titles and their holders (= Studies in Egyptology.) KPI, London 1985, ISBN 0-7103-0107-3, S. 100–101.

Weblinks

Commons: Mastaba of Mereruka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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