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Kuehn Malvezzi

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Kuehn Malvezzi ist ein deutsches Architekturbüro, das 2001 von Johannes Kühn, Wilfried Kühn und Simona Malvezzi in Berlin gegründet wurde.

Datei:Berlinische Galerie aussen.JPG
Außenbereich der Berlinischen Galerie

Geschichte

Datei:Geschäftshaus 52HI, Hohe Straße 52-7769.jpg
Geschäftshaus 52HI in Köln

Nach der Gründung 2001 gehörten die Räume der Documenta 11 in Kassel zu einem der ersten Aufträge.<ref>Documenta 11: Binding-Brauerei. Rundgang von Universes in Universe. Abgerufen am 18. Juli 2017.</ref> Es folgten unter anderem 2004 der Erweiterungsbau des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart für die Friedrich Christian Flick Collection in Berlin<ref>Friedrich Christian Flick Collection. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 18. Juli 2017.</ref>, 2007 die Julia Stoschek Collection in Düsseldorf<ref>Architektur. Abgerufen am 18. Juli 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und 2012 die Erweiterung des Museum Berggruen in Berlin.<ref>Baunetz: Sammlung Berggruen Berlin - Museumserweiterung von Kuehn Malvezzi. 14. März 2013 (baunetz.de [abgerufen am 18. Juli 2017]).</ref> Besondere Aufmerksamkeit erlangte 2008 der Beitrag zum Wettbewerb des Humboldt Forums in Berlin. Die kritische Auseinandersetzung des Büros mit dem Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses wurde mit dem Sonderpreis der Jury<ref>https://berliner-schloss.de/, abgerufen am 22. Februar 2017.</ref> sowie dem Deutschen Kritikerpreis in der Kategorie Architektur ausgezeichnet.

Daneben war Kuehn Malvezzi für die architektonische Gestaltung der Neupräsentation verschiedener historischer und zeitgenössischer Sammlungen verantwortlich, darunter das Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig<ref>Baunetz: Museumsumbau in Braunschweig von Kuehn Malvezzi. 25. Oktober 2016 (baunetz.de [abgerufen am 18. Juli 2017]).</ref> und das Kunstgewerbemuseum Berlin.<ref>Marcus Woeller: Berliner Kunstgewerbemuseum nach Umbau wieder geöffnet - WELT. Abgerufen am 18. Juli 2017.</ref>

Neben Museen entwirft Kuehn Malvezzi aber auch andere öffentliche Bauten, so etwa das interreligiöse House of One in Berlin.<ref>bauwelt.de, abgerufen am 22. Februar 2017.</ref> Auf den historischen Grundmauern der frühesten Kirche Berlins am Petriplatz werden derzeit unter einem Dach eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee errichtet. In Botanischen Garten von Montreal entsteht das Insektariums nach Kuehn Malvezzis Plänen.<ref>Lillith Kreiß: Gewächshäuser und Lehmwände. In: bauwelt.de. Mai 2015, abgerufen am 11. Februar 2021.</ref>

Kuehn Malvezzi nahm an zahlreichen Biennalen teil, unter anderem der Architekturbiennale Venedig<ref>Interview mit Kuehn Malvezzi, 13. Architekturbiennale 2012. Abgerufen am 18. Juli 2017.</ref>, der Manifesta 7 in Trient<ref>manifesta7. Abgerufen am 18. Juli 2017.</ref> sowie der 1. Architekturbiennale in Chicago 2015.<ref>Kuehn Malvezzi + Armin Linke + Marko Lulić – Chicago Architecture Biennial. Abgerufen am 18. Juli 2017.</ref>

Partner

Simona Malvezzi (* 1966 in Mailand) studierte von 1987 bis 1994 Architektur am Polytechnikum Mailand.<ref>Simona Malvezzi. In: archiweb.cz. Abgerufen am 27. Dezember 2025.</ref> 2018/2019 hatte sie Gastprofessuren an der Harvard Graduate School of Design, dem Polytechnikum Mailand und dem Politecnico di Torino inne. 2022 war sie Gastprofessorin für kuratorische Studien und visuelle Kunst an der Nuova Accademia di Belle Arti in Mailand.<ref>Simona Malvezzi. In: tu-dortmund.de. Abgerufen am 27. Dezember 2025.</ref>

Wilfried Florian Kühn (* 1967)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />100 Köpfe von morgen (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref> studierte von 1986 bis 1995 Architektur am Polytechnikum Mailand und der Universität Lissabon.<ref>Carsten Ruhl (Hrsg.): Mythos Monument : urbane Strategien in Architektur und Kunst seit 1945. Transcript, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-8376-1527-2, S. 313 (PDF).</ref> Von 2006 bis 2012 hatte er eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe inne. Von 2017 bis 2021 leitete er das Forschungsprojekt „Curatorial Design: A space between“ am IZK Institut für Zeitgenössische Kunst der TU Graz. Seit 2018 lehrt er als Professor für Raumgestaltung und Entwerfen an der TU Wien, wo er zudem Vorsitzender des Fachbereichs für Raumgestaltung und Entwerfen ist. 2019 übernahm er eine Gastprofessur an der Harvard Graduate School of Design. Er ist auch als Kurator transdisziplinärer Ausstellungen und Herausgeber tätig.<ref>Univ.Prof. Dott.arch. Wilfried Florian Kühn. In: tiss.tuwien.ac.at. Abgerufen am 27. Dezember 2025.</ref>

Johannes Kühn (* 1969),<ref>Johannes Kuehn. In: nextroom.at. Abgerufen am 27. Dezember 2025.</ref> der Bruder von Wilfried Kühn,<ref>Das andere Schloss. In: berlin-visavis.de. Abgerufen am 27. Dezember 2025.</ref> studierte Architektur an der TU Berlin und der Universität Porto. Er lehrte als Gastdozent an der Universität Girona und der École Nationale Supérieure d’Architecture de Versailles sowie als Gastprofessor an der RWTH Aachen. Seit 2016 ist er Professor für Baukonstruktion und Entwerfen an der Bauhaus-Universität Weimar.<ref>Vita Johannes Kuehn. In: uni-weimar.de. Abgerufen am 27. Dezember 2025.</ref>

Projekte (Auswahl)

Ausstellungsarchitektur (Auswahl)

Wettbewerbserfolge und Auszeichnungen (Auswahl)

Publikationen (Auswahl)

  • Ein Jüdischer Garten in den Gärten der Welt Berlin, Berlin 2022, ISBN 978-3-86859-701-1.<ref>Philipp Nielsen, ARGE M. Pernice, Wilfried Florian Kühn, atelier le balto, Berlin atelier le balto: Ein Jüdischer Garten in den Gärten der Welt Berlin. 2022, ISBN 978-3-00-073227-0 (tuwien.at [abgerufen am 4. April 2023]).</ref>
  • Bauakademie Berlin, Raumgestaltung und Entwerfen TU Wien, Jovis Verlag Berlin 2021, ISBN 978-3-86859-701-1.<ref>Bauakademie Berlin - JOVIS Verlag. Abgerufen am 4. April 2023.</ref>
  • Saarlandmuseum – Moderne Galerie. Die Erweiterung / The Extension. Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Saarbrücken 2017, ISBN 978-3-932036-85-9.
  • Kuehn Malvezzi. Mousse Publishing, Milano 2013, ISBN 978-88-6749-039-4.
  • Typen. Ein Raumatlas. (Sonderausgabe Displayer). Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis. Karlsruhe 2012, ISBN 978-3-930194-12-4.
  • Displayer 03 HfG Karlsruhe, Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis. Karlsruhe 2009, ISBN 978-3-930194-09-4.
  • Candida Hoefer. Kuehn Malvezzi. Verlag Walther König, Köln 2009, ISBN 978-3-86560-637-2.
  • Displayer 02 HfG Karlsruhe, Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis. Karlsruhe 2008, ISBN 978-3-930194-07-0.
  • Kuehn Malvezzi. Ausstellungskatalog Aedes West. Landesmuseum Berlinische Galerie, Berlin 2005, ISBN 3-937093-48-6.
  • Michael S. Riedel: Kuehn Malvezzi, Ausstellungskatalog, Aedes West, Landesmuseum Berlinische Galerie Berlin. Revolver-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-86588-111-4.
  • Behles & Jochimsen, Oda Paelmke, Tobias Engelschall, Jessen + Vollenweider, Kuehn Malvezzi: Berlin shrink to fit. Ausstellungskatalog, Revolver, Frankfurt 2005, ISBN 3-86588-216-1.
  • Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof. Kuehn Malvezzi a Space for Contemporary Art. Junius Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-88506-552-5.

Weblinks

Einzelnachweise

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