Zum Inhalt springen

Carl Rotte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 20. Oktober 2025 um 15:53 Uhr durch ~2025-29522-22 (Diskussion).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:WP Carl Rotte.jpg
Carl Rotte

Carl Martin Heinrich Rotte (* 31. Dezember 1862 in Lübeck; † 4. April 1910 in Hamburg) war ein deutscher Maler und Illustrator.

Leben

Rotte war der Sohn eines Zimmermalers. Er ging mit 17 Jahren nach München und trat am 27. Oktober 1879 in die Antikenklasse der Akademie für Bildende Künste ein.<ref>03748 Karl Rotte. In: Matrikeldatenbank der Akademie der Bildenden Künste München (Hrsg.): Matrikelbuch. Band 2: 1841–1884. München 1884 (matrikel.adbk.de, daten.digitale-sammlungen.de).</ref> Er studierte dort bis 1884 bei Gabriel von Hackl, Otto Seitz und Gyula Benczúr. Nach erfolgreichem Abschluss kehrte er zunächst nach Lübeck zurück. Dort erhielt er 1884 das Emanuel-Geibel-Stipendium. Anfang der neunziger Jahre siedelte Rotte nach Hamburg um.

Zu dieser Zeit entstanden eine Reihe von großformatigen Bildern wie z. B. auch Die drei Alten aus dem Heiligen Geist Hospital. Dieses Bild wurde in Madrid mit einer Medaille ausgezeichnet. Die Liebe zur holländischen Malerei, zu Interieurs und Porträts, bestimmte die Frühphase des künstlerischen Schaffens. Diese Phase wurde abgelöst von der Bevorzugung der Stillleben- und Landschaftsmalerei. Spätere Bilder lassen auch einen gewissen Einfluss der französischen Impressionisten erkennen. Sein grafisches Können fand Ausdruck in zahlreichen Buch- und Zeitschriften-Illustrationen. Viele seiner Bilder wurden durch Kriegseinwirkungen 1943 in Hamburg vernichtet. Rotte leitete die Aktklasse der Hamburger Kunstgewerbeschule am Steintor. Er war Vorstandsmitglied des Hamburger Kunstvereins und Mitglied im Hamburger Künstlerverein von 1832.

Neben der künstlerischen Tätigkeit schrieb Rotte Beiträge für den Hamburger Correspondenten in der Rubrik Aus Hamburgs Kunstsälen. Er betätigte sich auch als Illustrator, so beispielsweise für Anna Lindaus Märchen.<ref>Anna Lindau: Märchen. Illustrationen von Woldemar Friedrich, Arthur Langhammer, Fanny Römer, Carl Rotte, Friedrich Wittig, Alexander Zick. Grote, Berlin 1885, OCLC 249545915.</ref> Am 4. April 1910 verstarb Carl Rotte. In einem Nachruf anlässlich einer großen Carl-Rotte-Gedächtnis-Ausstellung in den Kunst-Sälen Hamburg (Mai bis Juni 1910) wurde er als der seinerzeit berufenste Stilllebenmaler Hamburgs gewürdigt.

Werke

  • Marktszene Jürgen und Maria Elisabeth Rasmus Stiftung, Hamburg
  • Sommermorgen in der Lüneburger Heide, Kunsthalle Hamburg, Öl auf Holz, 32,5 × 22 cm
  • Alte Diele, Kunsthalle Hamburg, Öl auf Holz
  • Lesendes Mädchen, Kunsthalle Hamburg
  • Blumenstück I, Stillleben, Museum Behnhaus Lübeck, Öl auf Leinwand
  • Blumenstück II, Museum Behnhaus Lübeck, Öl auf Leinwand
  • Pastor auf einem Hof, Museum Behnhaus Lübeck
  • Weisse Rosen als Farbfoto des Gemäldes in Originalgröße im Deutschen Museum München, Abt. Fotografie als Beispiel für eine Mehrfarbfotografie.

Schriften (Auswahl)

  • Die bildende Kunst. In: Hamburg um die Jahrhundertwende 1800. Staats- und Universitätsbibliothek, Hamburg 1900, S. 175–214 (digitalisate.sub.uni-hamburg.de).

Literatur

Weblinks

Commons: Carl Rotte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein